Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

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Zeiterfassung. Dies ist somit die häufigste Kategorie. An zweiter Stelle folgt die Selbst-
erfassung der Arbeitszeit (32,7 Prozent). Seltener wird die Arbeitszeit von einer anderen 
Person oder von den Vorgesetzten erfasst (14,5 Prozent). Bei immerhin 13,4 Prozent der 
Unselbständigen wird die Arbeitszeit – zumindest nach Eigeneinschätzung - hingegen 
überhaupt nicht dokumentiert. 
Auch hier werden Unterschiede nach dem Ausmaß der Arbeitszeit und dem Geschlecht 
sichtbar. So haben etwa vollzeitbeschäftigte Männer zu rund 45 Prozent eine automati-
sche Zeiterfassung, von den vollzeitbeschäftigten Frauen ordnen sich 38,6 Prozent dieser 
Gruppe zu. Dies bedeutet auch, dass die Arbeitszeit der Vollzeitbeschäftigten am 
häufigsten automatisch erfasst wird. Im Gegensatz hierzu erfassen teilzeitbeschäftigte 
Frauen und Männer mit 37,3 Prozent bzw. 45,9 Prozent ihre Arbeitszeit am häufigsten 
selbst. Ihre Arbeitszeit gar nicht erfassen mit 16 Prozent vermehrt Frauen in Vollzeit, 
Männer in Vollzeit erfassen nur zu 11 Prozent ihre Arbeitszeit nicht.   
? Überstundensonderregelung 
 
Frage: Besteht in Ihrem Arbeitsvertrag eine Vereinbarung, dass Überstunden (: oder Mehr-
stunden) pauschal abgegolten werden, wie z.B. ein All-In-Vertrag oder eine Überstundenpauschale?  
 
Erläuterung: 
All-In-Vertrag: Lt. Arbeitsvertrag sind alle Überstunden (: oder Mehrstunden) in 
der Entlohnung enthalten. Überstundenpauschale: Lt. Arbeitsvertrag wird eine fixe Anzahl von 
Überstunden (: oder Mehrstunden) mit einer Pauschalsumme abgegolten.  
Überstundensonderregelungen wie eine All-In-Vereinbarung oder eine Überstundenpau-
schale bedeuten in der Praxis für Beschäftigte häufig lange und nur zum Teil bezahlte 
Arbeitszeiten. Das gilt speziell für All-In-Arbeitsverträge, bei denen, auch wenn das 
rechtlich nicht gedeckt ist, oftmals von Überschreitungen des Arbeitszeitgesetzes 
auszugehen ist. Insofern kann hier tendenziell von einem Rückgang der Relevanz der 
Arbeitszeiten im Arbeitsvertrag für die konkrete Arbeitspraxis ausgegangen werden.
        

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