Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

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Wirklichkeit werden die normalen Wochenarbeitsstunden in der Haupttätigkeit und 
Zweittätigkeit addiert und davon wird die gewünschte Gesamtarbeitszeit abgezogen. 
Auch hier zeigt sich, dass vor allem jene, die keine automatische Zeiterfassung und 
vollständig selbstbestimmte Arbeitszeiten haben, besonders stark von großen Wunsch-
stundenlücken betroffen sind. So geben Vollzeitbeschäftigte mit vollkommen selbst-
gesteuerten Arbeitszeiten und keiner automatischen Zeiterfassung im Durchschnitt an, 
rund drei Stunden weniger arbeiten zu wollen (Abbildung 7). Am höchsten ist der Wert 
bei Überstundensonderregelung, vollkommen selbstgesteuerten Arbeitszeiten und keiner 
Zeiterfassung mit 3,15 Stunden. In dieser Kategorie liegen die Arbeitszeitwünsche 
allerdings auch vergleichsweise hoch bei rund 46 Stunden pro Woche. Aber auch bei 
teilweise selbstbestimmten Arbeitszeiten und Überstundensonderregelung liegen die 
normalerweise geleisteten Gesamtarbeitsstunden 2,8 Stunden über den gewünschten 
Wochenarbeitsstunden. Liegt keine Überstundensonderreglung vor, unterscheiden sich 
die Wunschstundenlücken zwischen fixen Arbeitszeiten und teilweise selbstbestimmten 
Arbeitszeiten nicht so gravierend. Klar ersichtlich ist auch, dass jene mit automatischer 
Zeiterfassung im Vergleich zu den anderen Kategorien wenig von individueller 
Überbeschäftigung betroffen sind.
        

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