Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

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Abbildung 7:  Durchschnittliche individuelle Wunschstundenlücke von unselbständig Vollzeit-
beschäftigen in Stunden pro Woche nach Arbeitszeitarrangements, 2015 
 
Quel le : Stat ist ik Aust r ia Mikrozensus -Arbei tskräfteerhebung - Ad-hoc-Modul  „Arbei tsorganisat ion und  
Arbei tszei tgestal tung“ –  Jahresdurchschni t t  2015 , eigene Berechnungen.  (Wunschstundenlücke = 
Arbei tszei t  in Haupt tä t igkei t  +  Arbei tszei t  in Zwei t tät igkei t  –  gewünschten Gesamtarbei tsstunden. SELBST: 
vol lständig selbstbest immte Arbei tszei ten,  TEILW: tei lweise selbst best immte Arbei tszei ten, F IX:  f ix  
vorgegebene Arbei tszei ten,  ÜSR: Überstundensonderregelung;  ZE: Zei ter fassung)  
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es vor allem bei a) Überstunden-
sonderreglung und bei b) vollkommen selbstbestimmten Arbeitszeiten in Kombination 
mit keiner automatischen Zeiterfassung zu vergleichsweise großen Wunschstunden-
lücken kommt.  
? Arbeiten unter Zeitdruck 
Folgt man der Argumentationslinie, dass Arbeitsorganisation zusehends durch indirekte 
Steuerung in Kombination mit hohen Zielvorgaben geschehe, müssten jene, die eher 
selbstgesteuert und autonom arbeiten, von höherem Zeitdruck berichten. Das spiegelt sich 
in den Daten allerding nur bedingt wider. So geben etwa Vollzeitbeschäftigte mit fixen 
Arbeitszeiten und Überstundenpauschale am häufigsten an, dass sie immer unter 
Zeitdruck arbeiten. Vergleicht man jene ohne Überstundensonderregelung, zeigt sich, 
dass Beschäftigte mit fixen Arbeitszeiten sogar häufiger immer unter Zeitdruck arbeiten 
als jene mit teilweise oder vollständig selbstbestimmten Arbeitszeiten. Zusätzlich ist bei 
automatischer Zeiterfassung der Anteil höher, als wenn keine automatische Zeiterfassung 
erfolgt. Vermutlich nutzen Beschäftigte also ihre Autonomie und die Möglichkeit, länger 
zu arbeiten, um ihre Arbeitsaufträge abzuschließen. Das ist Personen mit automatischer 
Zeiterfassung nicht im selben Ausmaß möglich, weshalb es plausibler erscheint, dass sie 
0,6
1,3
2,0
1,0
1,2
2,8
0,7
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3,1
0
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