Full text: Flexible Arbeitszeitarrangements aus der Perspektive österreichischer ArbeitnehmerInnen (182)

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Einen ganz klar positiven Effekt zeigt die Möglichkeit, kurzfristig einzelne Tage frei 
nehmen zu können. Umgekehrt hat häufigeres Arbeiten unter Zeitdruck einen klar 
negativen Einfluss auf die Zufriedenheit mit der Arbeitszeitgestaltung. Beide Variablen 
haben in allen drei berechneten Modellen einen hochsignifikanten Einfluss. 
Auch Autonomie in der Arbeitszeitgestaltung wirkt sich tendenziell in allen Modellen 
positiv auf die Zufriedenheit mit der Arbeitszeitgestaltung aus. Am schwächsten 
ausgeprägt ist der Zusammenhang bei vollständig selbstbestimmten Arbeitszeiten von 
vollzeitbeschäftigten Frauen, wobei es sich hier bereits um eine kleine Gruppe handelt. 
Der Einfluss des Zeiterfassungssystems ist vergleichsweise komplex. So hat vor allem 
keine Zeiterfassung bei fixen Arbeitszeiten eine positive Wirkung auf die Zufriedenheit 
mit der Arbeitszeitgestaltung. Wobei dieser Effekt vor allem bei Vollzeitbeschäftigten 
zum Tragen kommt. Bei vollzeitbeschäftigten Männern mit vollständig selbstgesteuerten 
Arbeitszeiten ist die Zufriedenheit im Vergleich zur automatischen Arbeitszeiterfassung 
bei keiner Zeiterfassung jedoch geringer. Bei vollzeitbeschäftigten Frauen zeigt sich 
dieser Zusammenhang nicht. Eine mögliche Interpretation dieser Zahlen wäre, dass vor 
allem Männer die fehlende finanzielle Abgeltung von langen Arbeitszeiten, die ja nicht 
erfasst werden, bewerten, Frauen hingegen trotzdem die Möglichkeit, lange Arbeitszeiten 
mit Betreuungsaufgaben zu verbinden, höher gewichten. Für alle anderen Interaktionen 
aus Zeiterfassung und Autonomie in der Arbeitszeitgestaltung zeigen sich keine 
signifikanten Zusammenhänge.
        

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