Full text: Alternative Suchmaschinen

Praxistest | Alternative Suchmaschinen – Im Schatten der Giganten  
 
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1. Die gesellschaftspolitische Debatte 
Google hat mit seiner Suchmaschine eine immense Vormachtstellung gegenüber 
anderen Anbietern. Die 3,5 Milliarden Suchanfragen am Tag1 weltweit stellen nicht 
einmal den Gesamtumfang der Nutzung dar2, denn YouTube, ein Google-Produkt, 
wird ebenfalls für Suchen genutzt.  
Dabei ist Google relativ spät in das Feld eingestiegen – im Jahr 1998 teilten sich 
noch Yahoo, Lycos und AltaVista den Markt der Suchmaschinen. Google punktete 
damals mit der Einfachheit des Designs, dem Fokus auf Suche sowie auch über die 
Qualität der Ergebnisdarstellung – diese werden nicht nur nach ihrem Inhalt, son-
dern nach ihrer Popularität eingereiht. Der so genannte Page Rank von Google 
errechnet einen Wert für jede Seite aus – der sich, vereinfacht formuliert, aus den 
Verlinkungen zur Seite und dem Gewicht der dahin verlinkenden Seiten generiert.    
Seitdem hat Google das Internet und die Suche nach Information maßgeblich 
geprägt. Spricht jemand davon etwas online zu suchen, ist die Rede von „etwas 
googeln“ – seit 2014 auch ein Begriff im Duden.3 Auch was wir von Suchmaschinen 
erwarten, wird von Google geprägt. Dazu zählt das Layout, aber auch die Idee der 
universellen Suche – also eine Suchmaschine für alle Themen und Formate zu 
nutzen. Diese Idee wurde von Google im Jahr 2007 ausgerufen und umgesetzt.4  
Personalisierung als Konzept und der gläserne Suchende 
Auf den ersten Blick bringt Google viele Vorteile für die Nutzer/innen: eine einzige 
Suchmaschine für alle Themen, personalisierte und treffsichere Ergebnisse, 
personalisierte Werbung und eine einfache Bedienung. Doch was einerseits als 
Vorteil gilt, birgt andererseits die größten Kritikpunkte an Google.  
Im Jahr 2004 kündigte Google erstmals eine personalisierte Suchfunktion an – 
noch experimentell, wurde sie 2009 Teil der normalen Suchfunktion. Während 
zuvor Suchergebnisse nur für angemeldete Nutzer/innen personalisiert worden 
waren, wurde dies auch auf nicht angemeldete Nutzer/innen erweitert. Im Jahr 
                                                          
 
1 http://www.internetlivestats.com/google-search-statistics/, letzter Abruf am 18.12.2018 
2 vgl. Bradley (2015) 
3 https://www.duden.de/rechtschreibung/googeln, letzter Abruf am 22.01.2019 
4 Eine Studie aus 2014 analysiert, wie sich diese universelle Suche in den USA strukturiert. 
Demnach erscheinen Videos für 65%, Bilder für 40%, Nachrichten für 16%, Shopping für 6% und 
Maps für weniger als 1% der Keywords auf. Vgl. Searchengineland (2014)
        

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