Full text: Arbeitssituation von LSBTI-Personen in Österreich

Endbericht zur Arbeitssituation von LSBTI-Personen in �sterreich Seite 70 
SORA � Institute for Social Research and Consulting 
Die Stimmung im Gesamtunternehmen wird damit zwar von der Mehrzahl der 
Befragten (zwei Drittel) positiv bewertet, dies trifft jedoch nicht auf alle LSBTI-
Gruppen im selben Ausma� zu. Im Besonderen bewerten Befragte mit ande-
rer sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentit�t die Stimmung in ihrem 
Unternehmen weniger positiv als die anderen Gruppen (43% positive Bewer-
tungen im Vergleich zu 53% bis 62%).  
Tabelle 15: Bewertung der Stimmung gegen�ber LSBTI-Personen im Gesamtun-
ternehmen nach LSBTI-Gruppen 
 negativ  positiv  
1 2 3 4 5 6 7 Gesamt 
Schwule M�nner 1% 6% 11% 20% 24% 23% 14% 100% 
Lesbische Frauen 1% 5% 8% 25% 28% 19% 13% 100% 
Trans* 
 
6% 14% 28% 26% 12% 15% 100% 
M�nner mit anderer sexueller Orientierung 2% 14% 9% 18% 30% 16% 11% 100% 
Frauen mit anderer sexueller Orientierung 5% 11% 32% 25% 15% 12% 100% 
Andere sexuelle Orientierung oder Identit�t 7% 13% 12% 26% 16% 18% 8% 100% 
     Anm.: Zeilenprozent 
Ebenso sch�tzen zwar 79% der geouteten Befragten die Stimmung in ihrem 
Betrieb gegen�ber LSBTI-Personen und -Themen als positiv ein, jedoch nur 
42% der nicht geouteten Befragten. Im Durchschnitt vergeben damit die geou-
teten Befragten den Wert 6, die nicht-geouteten Befragten den Wert 4. Der 
Zusammenhang zwischen der Stimmung im Betrieb und dem Coming Out der 
Befragten wird hier offensichtlich. 
Hervor sticht auch die weniger positive Einsch�tzung von Arbeiter*innen: Nur 
51% von ihnen bewerten die Stimmung in ihrem Betrieb positiv, im Vergleich 
zu 68% der Angestellten. Mit 61% positiven Bewertungen liegen die �ffentlich 
Bediensteten zwischen den Arbeiter*innen und den anderen Besch�ftigten-
gruppen.  
Hierzu liefert die Branchenbetrachtung weitere Ausk�nfte: Besch�ftigte in der 
�ffentlichen Verwaltung und im Unterrichts-/Erziehungswesen bewerten ge-
meinsam mit den Besch�ftigten in Industrie/Gewerbe/Bau die Stimmung in 
ihrem Betrieb weniger positiv als die Besch�ftigten in anderen Branchen. Die 
Zusammensetzung der sexuellen Orientierungen bzw. Geschlechtsidentit�ten 
innerhalb dieser drei Branchen erkl�rt jedoch nur einen Teil dieser negative-
ren Bewertungen. So befinden sich beispielsweise in der Branche 
Unterricht/Erziehung zwar besonders viele Frauen mit anderen sexuellen Ori-
entierungen � eine Gruppe mit einer insgesamt etwas weniger positiven 
Bewertung der Stimmung im Betrieb. Mehr als zwei Drittel der befragten 
LSBTI-Personen im Unterrichts- und Erziehungssektor sind jedoch schwule 
M�nner und lesbische Frauen � jene beiden Gruppen mit den insgesamt posi-
tivsten Bewertungen.
        

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