Full text: Solidarität - Februar 1953, Heft 183 (183)

(Fortsetzung von Seite 1) W@r Kfar gegen dieinfSation? wie in allen offiziellen Äußerungen immer und immer wieder darauf hin¬ gewiesen, daß eine Inflation unter allen Umständen vermieden werden müsse, da gerade die arbeitenden Menschen die Leidtragenden einer solchen Entwicklung wären. In der Einsicht von der Richtigkeit dieses schwerwiegenden Arguments hat sich die Arbeiter- und Angestelltenschaft bei Lohnforderungen selbst größte Zurückhaltung auferlegt. Es wäre wohl da oder dort ein leichtes gewesen, beträchtliche Lohn¬ erhöhungen durchzusetzen, doch es wurde von gewerkschaftlicher Seite . „„ immer wieder darauf hingewiesen, Aw^ra2', 0kl°bei^ 1912 li^hteten die daß weitere Freiste,Abgeordneten Proksch und Genossen Die verhafteten AEG-!ngenieure wieder frei In der vorigen Nummer der „Solidari¬ tät" wurde in der Rubrik „Unsere Erfolge" von den Bemühungen der Gewerkschaft der Angestellten ln der Privatwirtschaft bezüglich der beiden verhafteten AEG- Ingenieure Johann Kainz und Maximi¬ lian Frischer berichtet. Diesen Be¬ mühungen ist es nunmehr zu verdanken, daß die Verhafteten am 19. Jänner wieder freigelassen wurden. Soziale Zuwendungen steuerfrei daß weitere Preissteigerungen die unmittelbare Folge sein würden und daß schließlich nur der Inflation Vor¬ schub geleistet würde. Warum keine Preiskontrolle? Jene Teile der Unternehmerschaft, an den Finanzminister eine parlamen¬ tarische Anfrage, bezüglich ungerecht- fertigter Härten bei der Bemessung der Lohnsteuer. In dieser Anfrage wurde dar¬ über Beschwerde geführt, daß für frei¬ willige soziale Zuwendungen der Unter¬ nehmer, wie zum Beispiel Betriebsfeiern die sich heute vipI v11™1~1' oder Betriebsausflüge und dergleichen, von weil sTp der Vlibi! 9 wen; Arbeitnehmern eine entsprechende Lohn- weil sie der Stabilisierung ein Wort Steuer eingehoben wird reden, haben in den letzten Jahren oft am leichtfertigsten Preiserhö¬ hungen gefordert, die letzten Endes eine Inflationsgefahr gefördert haben. Ja, bis heute wollen diese „Infla¬ tionstöter" von einer geord¬ neten Preispolitik nichts wissen. So wie sie schon bisher für eine widersetzen sie sich auch heute noch der Einführung von Preis¬ kontrollkommissionen. Auf der anderen Seite beweisen die Kartelle, wie kürzlich das Papier- Damit wurde eine von den Gewerk¬ schaften seit Jahren vertretene Auffassung bestätigt. s Die Berufsbüdungsiäfigkeit des DGB im laiire 1952 Das Bildungsreferat des österreichischen Gewerkschaftsbundes hat eben seinen 6. Bericht über die Berufsausbildungstätig¬ keit des OGB im Jahre 1952 vorgefegt. Er gibt eine Übersicht über die vom Gewerk- sebaftsbund durchgeführte Berufsweiter¬ bildungstätigkeit für in Arbeit stehende Kollegen und Kolleginnen in Wien und über die Nachschuiungs- und Zusatzkurse für Arbeitslose im gesamten Bundesgebiet. Die Nachschulungskurse des DGB wur¬ den in Wien und den Bundesländern von 987 Arbeitslosen und Heimkehrern besucht. In Wien konnten 92 Prozent und in den Bundesländern 98 Prozent aller arbeits¬ losen Kursbesucher an Arbeitsplätze ver¬ mittelt werden. Werbeaussteüung der Büciiergilde In der neuerrichteten Geschäftsstelle der Buchergilde Gutenberg im Haus Wien, I., Schottenring 13 (Ecke Wipp- lingerstraße, gegenüber der Börse), findet eine ständige Werbeausstellung der Buchergilde unter dem Titel „Das gute und billige Gildenbuch" statt. Sie ist täg¬ lich von 8 bis 18 Uhr und Samstag von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Eintritt ist frei. _ Jedermann wird eingeladen, sich in dieser Ausstellung von der Reichhaltigkeit, der guten Ausstattung und dem niedrigen Preis der Gildenbücher zu überzeugen. 30 Millionen für Werkwohnungen Auf Vorschlag des Wirtschaftsdirek¬ toriums wurden 30 Millionen Schilling aus den Schillingerlösen der amerikanischen ERP-Hilfe für den Arbeiterwohnhausbau freigegeben. Hiezu kommen noch die An- Am 18. Dezember 1952 wurde nun im Amtsblatt der österreichischen Finanz¬ verwaltung ein Erlaß des Bundesministe¬ riums für Finanzen vom 19. November (ZI. 92.900-9/52) veröffentlicht, in welchem die Finanzlandesdirektionen angewiesen werden, freiwillige soziale Zuwendungen, wie zum Beispiel Bewirtungen anläßlich — -- AUA cauc v?n Festtagen oder Betriebsaus- Beseitigung der Bewirtschaftung und ?u?en;. lle,ie Fahrt aus solchen Anlässen, der Preiskontrolle eintraten so ,le Erh°JunS?sauf™thalte, freiwillige Lei- ' stungen für die Beschaffung von Beklei¬ dung oder Garderobe, nicht mehr als Arbeitslohn zu be

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