Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1985 Heft 01 (01)

80,3 Milliarden Schilling. Gegenüber
1984 bedeutet das einen Zuwachs
von 9,1 %.
Darüber hinaus stellt der Bund im
Wege der steuerlichen Wirtschafts¬
förderung umfangreiche Mittel für
die Investitionstätigkeit der Wirt¬
schaft zur Verfügung (vorzeitige Ab¬
schreibung, Investitionsfreibetrag,
Investitionsrücklage). Der Steuervor¬
teil aus der indirekten Förderung
kann für 1985 mit mehr als 15 Milliar¬
den Schilling brutto eingeschätzt
werden. Dazu kommt noch die Inan¬
spruchnahme der gewinnunabhän¬
gigen (8%igen und der erhöhten
40%igen) Investitionsprämie, die im
Jahr 1985 rund 3 Milliarden Schilling
ausmachen dürfte. Die Investitions¬
prämie soll für bewegliche bezie¬
hungsweise unbewegliche Wirt-
Dennoch - und das sollte nicht
übersehen werden - stehen gerade
im Umweltbereich noch große Auf¬
gaben zur Bewältigung an, hält man
sich nur das Schlagwort vom »Wald¬
sterben« vor Augen. Geboten ist die
Fortsetzung einer offensiven Politik,
die neben Wiederherstellen auch
Vorbeugen im Auge haben muß.
Im Rahmen der direkten Wirt¬
schaftsförderung sind im Budget
1985 für Zwecke der Umstrukturie¬
rung der Wirtschaft rund 19 Milliar¬
den Schilling vorgesehen (1984: 15
Milliarden Schilling). Damit steht für
den industriell-gewerblichen Sektor
ein breit gefächertes Instrumenta¬
rium zur Verfügung, das finanziell um
25% höher dotiert ist als im Vorjahr.
Stark ausgeweitet werden dabei die
und allenfalls modifiziert oder durch
neue Instrumente der Investitionsför¬
derung ergänzt werden. Anzustreben
ist dabei die Förderung des Innova¬
tionspotentials sowie die Erschlie¬
ßung neuer Produktionen, wobei re¬
gionale Gesichtspunkte eine wichtige
Rolle spielen sollten.
Die Einnahmenseite
des Budgets
Die Gesamteinnahmen sind im
Budget mit 368,7 Milliarden Schilling
veranschlagt. Betrachtet man den
Anteil der inlandswirksamen Ein¬
nahmen am Produktionspotential, so
zeigt sich für 1985 ein gegenüber
1984 gleichbleibender Entzugseffekt
der Einnahmen von 25,1%. Er liegt
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Wohnungen werden weiterhin gefördert
schaftsgüter, die dem Umweltschutz
dienen, auf 12% erhöht beziehungs¬
weise mit 12% eingeführt werden.
Außerdem gelangen Umweltschutz¬
investitionen in den Genuß der erhöh¬
ten vorzeitigen Abschreibung von
80%. Darin und in der Aufstockung
der Mittel für den Umweltfonds von
500 Millionen Schilling auf 1 Milliarde
Schilling zeigt sich angesichts des
vorgelegten Sparbudgets ein deutli¬
ches Bekenntnis zum Umwelt¬
schutz. Als gesicherte Erkenntnis gilt,
daß Umwelt und Wirtschaft nicht mit¬
einander in Konflikt stehen und daß
eine gesunde Umwelt eine wesentli¬
che Voraussetzung für eine florie¬
rende Wirtschaft darstellt.
Die Einnahmen aus der Zinsertragssteuer sind
mit 3,2 Milliarden Schilling veranschlagt
Arbeitsmarktförderung, die Export¬
förderung sowie die Kapitalbeteili¬
gungen und Darlehen des Bundes.
Mit Hilfe dieser umfangreichen
Mittel sollte es in der Phase der ge¬
genwärtigen Wirtschaftsbelebung,
die ihren Ausdruck in einer gestei¬
gerten Investitionsneigung findet,
gelingen, die alten Industriestruktu¬
ren den geänderten Bedingungen
anzupassen.
Das stark ausgebaute Förde¬
rungswesen erweist sich für viele Un¬
ternehmen oft als schwer durch¬
schaubar. Das gilt auch für den Bund
als Förderer. Die Wirtschaftsförde¬
rung sollte daher zur Gänze überprüft
Für die Bahn sind im Budget 1985 47,6 Milliar¬
den Schilling vorgesehen
allerdings über dem durchschnitt¬
lichen Entzugseffekt der siebziger
Jahre.
Die wichtigste Einnahmenquelle
des Staats sind die Steuern (netto) mit
einem relativ stabilen Anteil von etwa
56%. Die steuerähnlichen Abgaben
erbringen rund 16%, die Betriebsein¬
nahmen etwa 18% und die sonstigen
Einnahmen rund 10% der gesamten
Einnahmen (vergleiche Tabelle 3).
Die Entwicklung der Einnahmen
aus öffentlichen Abgaben (vergleiche
Tabelle 4) läßt für 1984 einen Brutto-
gesamterfolg von 313,6 Milliarden
Schilling, einen Nettogesamterfolg
von 193,5 Milliarden Schilling erwar¬
ten. Die Einnahmenprognose des
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