Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1996 Heft 02 (02)

MITGLIEDERBEFRAGUNG
und jugendliche Arbeitnehmer, Karenz¬
urlauberinnen und Karenzurlauber, Prä¬
senz* und Zivildiener, geringfügig Be¬
schäftigte und Arbeitslose. Die Eintra¬
gung kann in den Befragungs- bezie¬
hungsweise Organisationsbüros der Ar¬
beiterkammern, bei Durchfuhrung der
Befragung im Betrieb (Dienststelle)
oder in einem öffentlichen Lokal vorge¬
nommen werden.
# Damit ist sichergestellt, daß alle
Kammerzugehörigen, die an der Teil¬
nahme interessiert sind, tatsächlich an
der Befragung teilnehmen können.
Grundsatz: möglichst einfach -
im Betrieb!
Die Teilnahme an der Mitgliederbe¬
fragung soll für alle Interessierten mög-
Tausend Schüler
50 Millionen Schilling im Jahr
wendet die AK Wien für ihre Tech-
nisch-gewerbliche Abendschule
auf. Die Schule hat rund 1000
»Schüler«: Es sind Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmer, die eine abge¬
schlossene Berufsausbildung haben,
tagsüber im Beruf stehen und in einem
zweijährigen Abendkurs die Werkmei¬
sterausbildung machen. Rund 75 Lehr¬
kräfte (sie kommen aus der Berufs¬
schule, von HTLs und von der Hoch¬
schule) unterrichten in den Fachrich¬
tungen Maschinenbau, Elektrotechnik,
Industrielle Elektronik, Kfz-Technik und
Bauwesen (Polier).
liehst einfach sein. Die Arbeiterkam¬
mern haben deshalb beschlossen, die Be¬
fragung in einem Zweiphasenverfahren
durchzuführen:
In der ersten Phase wird versucht,
möglichst vielen Arbeitnehmerinnen
und Arbeitnehmern die Gelegenheit zur
Beteiligung an der Befragung in ihrem
Betrieb (Dienststelle) zu geben. Zu die¬
sem Zweck nehmen die Arbeiterkam¬
mern Kontakt mit Betriebsräten, Perso¬
nalvertretern oder anderen Vertrauens¬
personen im Betrieb auf, bieten die
Möglichkeit der Befragung im Betrieb
an und ersuchen um Mitwirkung bei der
Durchführung. Selbstverständlich wird
alles notwendige Material von den Ar¬
beiterkammern zur Verfügung gestellt
und auch sonst dafür gesorgt, daß die
Befragung ordnungsgemäß durchge¬
führt werden kann. Aufdiese Weise soll¬
te es möglich sein, eine den besonderen
Bedürfnissen der Arbeitnehmer und des
Betriebes (der Dienststelle) entspre¬
chende flexible Vorgangsweise zu fin¬
den, die allerdings auch garantieren
muß, daß die Grundsätze einer gehei¬
men, demokratischen Meinungsäuße¬
rung in jedem Fall eingehalten werden.
• Damit die erste Phase der Mitglie¬
derbefragung mit Erfolg durchgeführt
werden kann, ist die Bereitschaft zur
Mitwirkung von Kolleginnen und Kol¬
legen in den Betrieben (Dienststellen)
unbedingt notwendig! Die Arbeiter¬
kammern ersuchen um diese Mitwir¬
kung und sichern jede mögliche Unter¬
stützung (einschließlich einer Auf¬
wandsentschädigung und Ersatz eines
Für Jungfamilien
AK-Wohnbaudarlehen
Mit Zinszuschüssen zu Darlehen für
die Wohnraumbeschaffung unterstützt
die AK Wien ihre Mitglieder. Besonders
Jungfamilien werden gefördert. 1995
haben mehr als 2000 AK-Mitglieder
eine solche Förderung beantragt. Die
Kammer gewährte ihnen Zinszuschüs¬
se zu einer Gesamtkreditsumme von
über 139 Millionen Schilling.
Mit Jahresbeginn 1996 hat die AK
Wien die Darlehensmöglichkeiten wei¬
ter verbessert: Einkommensgrenzen,
Laufzeiten und Darlehenssummen
wurden erhöht.
allfälligen Verdienstentgangs für die
mitwirkenden Personen) zu.
Zweite Phase: Befragung in
öffentlichen Lokalen
Nach Abschluß der ersten Phase wird
(mit Hilfe der EDV) festgestellt, welche
in der Befragungsliste eingetragenen
Kolleginnen und Kollegen an einer Be¬
fragung im Betrieb (Dienststelle) noch
nicht teilgenommen haben. Diese be¬
kommen dann (an ihre Wohnadresse)
eine Befragungskarte zugesandt, die sie
zur Teilnahme an der Befragung in der
zweiten Phase in öffentlichen Lokalen
berechtigt.
In einigen Bundesländern wird auch
die Teilnahme an der Befragung im
Postweg möglich sein.
Die genauen Orte und Zeiten für die
zweite Phase der Mitgliederbefragung
werden von den Arbeiterkammern
rechtzeitig öffentlich bekanntgegeben.
Am Ende der zweiten Phase wird
dann das Ergebnis der Mitgliederbefra¬
gung in jedem Bundesland festgestellt.
Die Auszählung erfolgt in den meisten
Arbeiterkammern mit begleitender
Kontrolle aller politischen Gruppierun¬
gen innerhalb der Selbstverwaltung und
darüber hinaus unter notarieller Auf¬
sicht.
Ziel: Ein klares »JA zur AK!«
Das Ziel, das die Arbeiterkammern
bei der Mitgliederbefragung erreichen
wollen, ist klar:
Pendleraktion
»Diese Verbindung ist mir wich¬
tig«
170.000 Arbeitnehmerinnen und Ar¬
beitnehmer pendeln täglich aus Nie¬
derösterreich und aus dem Burgenland
nach Wien, 80.000 von ihnen benützen
öffentliche Verkehrsmittel. Viele Zugs¬
verbindungen, die die Pendler dringend
brauchen, waren gefährdet. In einer
aufsehenerregenden Aktionswoche
hat die AK die Pendler nach ihren Wün¬
schen gefragt. 5000 Antworten wurden
ausgewertet, die Pendlerwünsche wur¬
den mit den ÖBB verhandelt. Das Er¬
gebnis: 40 Prozent der Pendlerwün¬
sche werden mit dem Sommerfahrplan
erfüllt werden, ebensoviele sind erfüll¬
bar. In Verhandlungen mit Ländern und
Gemeinden müssen jetzt Finanziers
gefunden werden.
• Eine möglichst große Beteiligung
und ein deutliches »JA zur AK!«
Alle kammerzugehörigen Kollegin¬
nen und Kollegen sind aufgerufen:
• Machen Sie mit! Nehmen Sie an der
Mitgliederbefragung teil!
• Sorgen Sie dafür, daß die Arbeiter¬
kammern gemeinsam mit den Gewerk¬
schaften als starke Partner auch in Zu¬
kunft die Arbeitnehmerinteressen
wirksam vertreten können!
• Sagen Sie Ja zur Aufrechterhaltung
der Sozialpartnerschaft und des sozia¬
len Friedens!
• Sagen Sie »JA ZURAK!«. ?
16 urheft ntrtsrhaft 2/96
        

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