Full text: Arbeit & Wirtschaft - 1996 Heft 02 (02)

MAN KANN NICHT ALLES WISSEN Akkordierung: (zu französisch accorder=in Einklang bringen): Übe¬ reinkommen, Vereinbarung. (Seite 38) ANG = Gewerkschaft Agrar-Nah- rung-Genuß, 1990 durch den Zusam¬ menschluß der Lebens- und Genu߬ mittelarbeiter und der Gewerkschaft Land-Forst-Garten entstanden. (Sei¬ te 38 Banques Populaires, genossen¬ schaftliche Volksbanken in Frank¬ reich. (Seite 25) BNP = Bruttonationalprodukt, das ist der Wert aller im Inland erzeugten Güter und Dienstleistungen, der in den Letztverbrauch eingeht oder in¬ vestiert wird. (Seite 8) Business-Reengineering (eng¬ lisch; sprich: bißnis riendschiniring [business = Geschäft; Tätigkeit, Ar¬ beit, Beruf; re = wieder, noch einmal; engineering = Technik]): Überprü¬ fung aller Produktions-, Geschäfts¬ und Verwaltungsvorgänge. (Seite 6) CFDT = Confederation Frangaise Democratique du Travail; 1964 ge¬ gründet, Nachfolgerin der CFTC (Confederation Frangaise des Tra- vailleurs Chretiens), der Gewerk¬ schaftsverband, der aus der christli¬ chen Gewerkschaftsbewegung her¬ vorging und 1919 gegründet wurde. Ideologie, Programmatik und Praxis waren vom sozialen katholischen Christentum bestimmt. Am außeror¬ dentlichen Gewerkschaftskongreß 1964 beschloß die Mehrheit die Än¬ derung der Statuten (Entkonfessio- nalisierung) und des Namens. Die CFTC wurde zur CFDT. Eine Minder¬ heit um den Gewerkschaftsführer Jacques Tessier beschloß 1965, die Arbeit der alten CFTC fortzuführen, und spielt nur noch eine unbedeuten¬ de Rolle, während die CFDT, befreit vom konfessionellen Ballast, sich zur schlagkräftigen, kämpferischen Ar¬ beitergewerkschaft entwickelte. (Sei¬ te 26) Deregulierung (zu lateinisch de = weg, von, ent-; regula=Maßstab, Re¬ gel), damit ist der Abbau staatlicher Vorschriften, die die freie Entschei¬ dung und Verfügung der Unterneh¬ mer begrenzen, gemeint. (Seite 28) diätetisch (zu griechisch diaiteti- ke techne = Kunst der gesunden Le¬ bensweise): der Diätetik, der Lehre von der Diät, von der gesunden Le¬ bensweise. (Seite 35) empirisch (zu griechisch empei- ria = Erfahrung): erfahrungsgemäß, erfahrungswissenschaftlich, auf Er¬ fahrung beruhend; Beobachtung; dem Experiment entnommen; Be¬ zeichnung für Aussagen, die sich auf Erfahrungen beziehen und an ihnen überprüfen lassen. (Seite 43) Financial Times (englisch; sprich: fai'nänschel taims), britische Tageszeitung, die sich vor allem der Finanz-, Wirtschafts- und Börsenbe¬ richterstattung widmet. Besteht seit 1888. Auflage: rund 290.000 Exem¬ plare. (Seite 18) Gaullist (sprich golist), Anhänger des Gaullismus, nach dem französi¬ schen Staatspräsidenten General Charles de Gaulle (1890 bis 1970) benannte politische Bewegung, die eine autoritäre Staatsführung und die führende Rolle Frankreichs in Europa zum Ziel hat. (Seite 26) GPA = Gewerkschaft der Privat¬ angestellten. (Seite 38) HTV = Gewerkschaft Handel, Transport, Verkehr. (Seite 38) Ingredienz, meist Mehrzahl (von lateinisch ingredientia = das Hinzu¬ kommende): Zutat, Bestandteil (einer Mischung, einer Arznei). (Seite 19) Introvertiertheit (lateinisch intra = innen, hinein; vertere = wenden): das Nach-innen-gekehrt-Sein. (Seite 24) ISO 9000, die International Stan¬ dards Organisation (ISO) erarbeitet einheitliche internationale Normen, welche zum Großteil von den eu¬ ropäischen Normungsinstitutionen übernommen werden. Die ISO- 9000-9004-Normen versuchen, ei¬ nen Leitfaden zum betrieblichen Qualitätsmanagement und zur Qua¬ litätssicherung zu beschreiben. (Sei¬ te 6) Joint-venture (englisch; sprich dschoint wentscher [joint = gemein¬ schaftlich, gemeinsam; venture = Ri¬ siko, Wagnis]): Gemeinschaftsrisiko; gemeinsame Projektführung. Be¬ zeichnung für die Kooperation von Unternehmungen. Die beteiligten Un¬ ternehmen behalten dabei ihre voll¬ kommene Selbständigkeit. (Seite 27) just in time (englisch; sprich: dschast in taim [just = gerade, ge¬ recht, angemessen, genau, korrekt; in = in, an; time = Zeit, Zeitpunkt, Frist; zeitlich abstimmen]): zeitlich aufein¬ ander abgestimmt, gleichzeitig. (Sei¬ te 21) Klientel (zu lateinisch clientela = das zwischen einem Klienten und sei¬ nem Patron bestehende Verhältnis der Schutzgenossenschaft): Kreis der Hilfsbedürftigen, Schutzbefohle¬ nen, Ratsucher; Gesamtheit der Kli¬ enten (Auftraggeber, Kunde) eines Rechtsanwaltes; Gesamtheit der von einem Patron (Schutzherr seiner Freigelassenen oder Klienten im al¬ ten Rom), abhängigen Bürger. (Seite 17) konsistent (zu lateinisch consi- stere = sich hinstellen, standhalten, stille stehen): fest, starr, dauerhaft, derb, zähe, von festem Zusammen¬ halt. Gegensatz: inkonsistent (unbe¬ ständig). (Seite 19) kontraktiv (zu contractio = zu¬ sammenziehen): die Kontraktion be¬ treffend, die Verminderung der in ei¬ ner Volkswirtschaft vorhandenen Geld- und Kreditmenge. (Seite 24) kurativ (zu lateinisch curare = Sorge tragen, heilen, pflegen): hei¬ lend. (Seite 17) mikrobiell (griechisch mikros = klein, kurz gering): durch Mikroben verursacht, hervorgerufen oder er¬ zeugt. (Seite 35) omnipräsent (zu lateinisch omnia = alles; praesentare =gegenwärtig machen, zeigen): allgegenwärtig. Omnipräsenz: (göttliche) Allgegen¬ wart. (Seite 9) Frantisek Palacky (geboren am 14. Juni 1798 in Hotzendorf/Hodsla- vice; gestorben am 26. Mai 1876 in Prag), tschechischer Historiker und Politiker, Vertreter des Austroslawis- mus. 1848/49 politischer Führer der Tschechen, wurde Mitglied des 1. österreichischen Parlaments, des Kremsierer Reichstags (Oktober 1848 bis März 1849; arbeitete einen Verfassungsentwurf aus, nach dem an die Stelle von Kronländem soge¬ nannte Bundesländer der einzelnen Völker der Monarchie getreten wären. Um die Beratung des Reichs¬ tages zu verhindern, verfügte Kaiser Franz Joseph seine Auflösung). Seit 1861 Führer der konservativen Altt¬ schechen im Herrenhaus und im böhmischen Landtag. Er lehnte die Frankfurter Nationalversammlung (1848) ab und unterstrich die Not¬ wendigkeit der Existenz Österreichs (...existierte der österreichische Kai¬ serstaat nicht schon längst, man müßte im Interesse Europas, im In¬ teresse der Humanität selbst sich be¬ eilen, ihn zu schaffen...) Palacky ver¬ faßte Pläne zur Reorganisation Österreichs, wobei er einen Födera¬ lismus vertrat. (Seite 8) Partizipation (zu lateinisch pars = Teil; capere = nehmen): Oberbegriff für die verschiedenen Arten der Be¬ teiligung, Teilhabe, Mitwirkung und Mitbestimmung an Entscheidungs- prozessen, bedeutungsgleich für den organisatorisch-institutionellen Aspekt der Demokratisierung. (Seite 43) PHARE = Pologne-Hongrie: Assi- stance pour la Restructuration Eco- nomique/Poland and Hungary Action for Restructuring of the Economy. Ak¬ tionsprogramm zur wirtschaftlichen Umstrukturierung Mittel- und Osteu¬ ropas, war ursprünglich zur Unter¬ stützung Polens und Ungarns ge¬ dacht, wurde seit 1990 auf Albanien, Bosnien, Bulgarien, Estland, Kroati¬ en, Lettland, Litauen, Rumänien, Slo¬ wakei, Slowenien und Tschechien ausgedehnt. (Seite 20) Yves-Thibault de Silguy (gebo¬ ren am 22. Juli 1948 in Rennes), französisches Mitglied der zwanzig¬ köpfigen Europäischen Kommissi¬ on, Zuständig für Wirtschaft, Finan¬ zen, Währungsangelegenheiten (Währungsunion), Kredit, Investitio¬ nen, EUROSTAT (Statistisches Amt der EU). (Seite 18) Streetworker (englisch; sprich: strituoker [Straßenarbeiter]): speziell ausgebildeter Sozialarbeiter, der dro¬ genabhängigen, gefährdeten oder straffällig gewordenen Jugendlichen innerhalb ihres Wohnbereichs oder Milieus hilft bzw. sie berät. (Seite 9) Szenario (zu griechisch skene = Schattenraum, Zelt): Voraussagen auf mögliche Entwicklung; in der öf¬ fentlichen und industriellen Planung hypothetische Aufeinanderfolge von Ereignissen, die zur Beachtung kau¬ saler Zusammenhänge konstruiert wird. Szenisch gegliederter Entwurf eines Films. (Seite 23) TACIS = Technical Assistance for the Commonwealth of Independent States. Förderprogramm zur techni¬ schen Unterstützung der GUS (Ge¬ meinschaft unabhängiger Staaten) bei der Reform und Neubelebung der Wirtschaft. Ein Richtprogramm mit jährlichen Leitlinien. Schwerpunkte sind unter anderem Ausbildung in Untemehmensführung, Energie- und Verkehrswesen, Finanzdienste. (Sei¬ te 20) Trotzkist, Anhänger des Trotzkis- mus, nach dem russischen Revolu¬ tionär Leo Davidowitsch Trotzkij (1879 bis 1940), auf seiner von der of¬ fiziellen Parteilinie abweichenden ideologisch-politischen Haltung mar- xistisch-lenistischer Ideologie. Die Hauptgegensätze zwischen der von Stalin festgelegten Parteilinie und der Auffassung Trotzkis bestanden darin, daß Totzki an bestimmten ursprüngli¬ chen Programmpunkten der bolsche¬ wistischen Revolutionäre festhielt, insbesondere dem der Weltrevolu tion, deren Aufgabe Stalin zugunsten einer Politik des »Aufbaus des Sozia¬ lismus in einem Land« forderte. Das eigentliche Motiv der Verfemung und Verbannung des ehemaligen führen¬ den Revolutionärs bildete die persön¬ liche Rivalität zwischen Stalin und Trotzki in den Machtkämpfen nach dem Tod Lenins (1924). (Seite 26) WWU = Wirtschafts- und Währungsunion; unter Leitung des damaligen luxemburgischen Mini¬ sterpräsidenten Pierre Werner wurde imöktober 1970 ein Bericht vorge¬ legt, der die schrittweise Schaffung der WWU bis 1980 vorsah; Ölpreis-, Währungskrisen, nationale Krisenbe¬ wältigungsstrategien verhinderten ei¬ nen Erfolg der 1971 mit der ersten Stufe begonnenen WWU. Erstmals im sogenannten »WernerPlan« defi¬ nierter durch den Vertrag über die Gemeinschaft verbindlich festge¬ schriebener Stufenplan zur weitge¬ henden Integration und Koordinie¬ rung der Wirtschafts- und Währungs¬ politik der EU. (Seite 18) 46 au-heit wirtsrhnfl 2/96

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