Full text: Arbeit & Wirtschaft - 2003 Heft 01 (01)

SOZIALPARTNER • PERSONELLES
ÖGB-Vizepräsident Neugebauer:
Herausforderungen des Jahres
2003 nur mit Sozialpartnern
bewältigbar!
FCG-Vorsitzender gegen »speed kills«
und für Politik der Naehhaltigkeit
Anlässlich des Jahreswechsels sprach sich ÖGB-Vi¬
zepräsident und FCG-Vorsitzender Nationalrat Fritz
Neugebauer für die verstärkte Einbeziehung der So¬
zialpartner bei der Bewältigung anstehender sozialer
und wirtschaftlicher Herausforderungen aus.
»Wir haben stets unsere
Reformbereitschaft bewie¬
sen, wenn Reformen unter
den Aspekten der sozialen
Gerechtigkeit und gesell¬
schaftlichen Verträglich¬
keit vorgenommen wur¬
den«, so Neugebauer.
Mit einem Blick auf die
nach unten revidierten
Konjunkturprognosen für
das kommende Jahr, die da¬
mit notwendig verbunde¬
nen Maßnahmen für den
Arbeitsmarkt und die im¬
mer wieder diskutierten
Fragen um die Zukunft der
Pensionen sowie des Ge¬
sundheitssystems lassen
sich die »Knackpunkte« für
2003 leicht erkennen.
»Die zukünftige Bun¬
desregierung ist daher gut
beraten, sich verstärkt der
Lösungskompetenz der So¬
zialpartner anzunehmen,
wenn sie breit akzeptierte
Lösungen anstrebt«, sagte
der FCG-Vorsitzende. Als
neu gewählter National¬
ratsabgeordneter werde er
sich für eine »Politik der
Nachhaltigkeit« einsetzen,
die Gesetzesvorlagen ge¬
nauestens prüft und auf ge¬
wissenhafte Begutachtun¬
gen und deren Stellungnah¬
men großen Wert legt.
»Nicht die Geschwindig¬
keit macht die Qualität ei¬
nes Gesetzes aus, sondern
der Inhalt«, so Neugebauer
abschließend.
Soziale Gerechtigkeit ist für Friti Neugebauer ein wesentliches Kriterium:
Als einen der kommenden »Knackpunkte« sieht er Maßnahmen für den
Arbeitsmarkt
Johann Zwettler als neuer
BAWAG-Generaldirektor
designiert
Nachfolger von Helmut Eisner -
Amtsantritt Ende April 2003
Der neue BAWAG-Chef heißt wie erwartet Johann
Zwettler. Das Präsidium des Österreichischen Ge¬
werkschaftsbundes (ÖGB), Mehrheitseigentümer
der BAWAG P.S.K.-Gruppe, habe einstimmig
BAWAG-Vorstandsdirektor Dkfm. Johann Zwettler
(61) zum Nachfolger des in den Ruhestand treten¬
den Generaldirektors Helmut Eisner (67) designiert,
teilte der ÖGB mit. Zwettler werde seine Funktion
an der Spitze der drittgrößten Bankengruppe in
Österreich Ende April 2003 antreten.
Es werde damit einmal
mehr die Linie fortgeführt,
entscheidende Positionen
»aus dem Haus heraus«
nachzubesetzen, so der
ÖGB.
Der derzeitige General¬
direktor-Stell Vertreter
Zwettler ist seit 1966 in der
BAWAG tätig, wo er als
versierter Kredit-, Revisi-
ons-, Beteiligungs- und Bi¬
lanzexperte seit 1995 im
Vorstand sitzt. Er habe sich
im Laufe seiner Tätigkeit
einen herausragenden Ruf
als Bank- und Finanzfach¬
mann erworben, ohne dass
bei ihm die menschliche
Seite zu kurz komme,
schreibt der ÖGB in seiner
Mitteilung.
Helmut Eisner ist seit
1995 Generaldirektor der
BAWAG und war seit 1978
Vorstandsmitglied. Eisners
größter Coup war der Er¬
werb der Österreichischen
Postsparkasse (P.S.K.) im
Sommer 2000 um 17,833
Milliarden Schilling (1,296
Milliarden Euro) von der
staatlichen ÖIAG. Unter
seine Ära fiel auch die
Gründung der Direktbank¬
tochter easybank.
Die BAWAG P.S.K, ist
mit einer Bilanzsumme von
Johann Zwettler
heuer rund 50 Milliarden
Euro die drittgrößte Ban¬
kengruppe in Österreich,
nach Bank Austria Cre-
ditanstalt und Erste
Bank/Sparkassen. Sie ge¬
hört zu rund 54 Prozent
dem ÖGB und zu 46 Pro¬
zent der Bayerischen Lan¬
desbank, mit der sie ge¬
meinsam in Mittel- und
Osteuropa tätig ist.
WEB:
http://www.bawag.com
1/2003 arbeit Wirtschaft 23
        

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