Full text: Verordnung der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH), mit der Richtsätze für die Abgeltung der Wertminderung von Liegenschaften und Objekten durch Antennentragemasten und Leitungsrechte festgelegt werden – (WR-V 2019)

Seite 2 Antennentragemasten dar, sondern dienen vielmehr dazu, die Größenordnung der für ihren jeweiligen Anwendungsbereich angemessenen Abgeltung vorzugeben, um so Verhandlungen zwischen den Beteiligten zu erleichtern und zu beschleunigen. Die Bundesarbeitskammer (BAK) begrüßt die Verordnung, da diese einen Anhaltspunkt zu den Abgeltungen vorgibt ohne im Einzelfall anderen Maßstäben aufgrund besonderer örtlicher Umstände entgegenzustehen. Die BAK regt aber an, neben den zugrundeliegenden Grundstückspreisen, die sich auf die Open-Data-Anwendungen der IMMOunited GmbH stützen, auch die ebenso öffentlich verfügbaren Immobilien-Durchschnittspreise (in ähnlicher Granularität) der Statistik Austria heranzuziehen (siehe: http://statistik.at/web_de/statistiken/wirtschaft/preise/immobilien_durchschnittspreise/index.ht ml). Auch wenn beide Datensätze großteils zu ähnlichen Ergebnissen kommen, gibt es punktuell doch gravierende Unterschiede in den Grundstückspreisen. So weist IMMOunited zB für Schwarzach im Pongau einen Baulandpreis pro Quadratmeter von 138,11 Euro aus, während die Statistik Austria einen Durchschnittspreis von 290,60 Euro pro Quadratmeter angibt. IMMOunited verwendet zur Berechnung ihrer Durchschnittspreise (valorisierte) Daten der Jahre 2009-2017, während die Statistik Austria nur die jeweils letzten 4 Jahre heranzieht. In Gebieten mit einer besonders dynamischen Preisentwicklung geben die Daten der Statistik Austria die aktuellen Preise daher wahrscheinlich genauer wieder. Jedenfalls sollten die in der Verordnung angegebenen Richtsätze auf Basis beider Datengrundlagen überprüft und allfällige „Ausreißer“ berichtigt werden, da ansonsten Verhandlungen zwischen Eigentümern und Bereitstellern von Kommunikationsnetzen in solchen Gemeinden mit diesen Richtsätzen gerade nicht erleichtert würden, sondern vielmehr vermehrt die Gefahr von Streitigkeiten bestünde. Dies könnte letztlich auch eine steigende Anzahl an Verfahren bei der Regulierungsbehörde nach sich ziehen. Darüber hinaus erhebt die BAK keine Einwände gegen den Entwurf und ersucht um Berücksichtigung der oben ausgeführten Anliegen und Anregungen.

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.