Full text: Entwurf einer Verordnung mit der ein Nutzungskonzept und ein Zonierungsplan festgesetzt wird (Zonierungsverordnung I Innere Stadt)

Seite 2 Aus Sicht der AK sollten die gegenständlichen Zonierungspläne den bestehenden übergeordneten städtischen Zielvorstellungen (Fachkonzept Öffentlicher Raum) entsprechen. Denn diese Rahmenbedingungen sollen schließlich die Basis für eine attraktive, tragfähige Entwicklung im Stadtzentrum sicherstellen ohne dabei Bevölkerungsgruppen auszuschließen und dem massiven kommerziellen Druck entgegenwirken. Der vorliegende Entwurf wird diesem Anspruch allerdings nicht zur Gänze gerecht. Zu den Straßenzügen im Detail: Ad Zonierungsverordnung Kärntnerstraße inkl Weihburggasse Der Verordnungsentwurf für diesen Bereich wird befürwortet. Das Konzept Kärntnerstraße berücksichtigt sehr gut die unterschiedlichen Ansprüche und den erforderlichen Ausgleich zwischen den verschiedenen Nutzungsansprüchen. Die Kärntnerstraße ist geprägt durch eine ausgeglichene, abwechslungsreiche Verteilung zwischen nichtkommerziellen Sitzbereichen und Schanigärten, gute Gehwegbreiten für FußgängerInnen und Begrünung durch Pflanztröge und Baumscheiben. Die im Zonierungsplan vorgeschlagenen Zonen für kommerzielle Nutzungen wie Schanigärten berücksichtigen Gehwegrelationen und gewährleisten eine regelmäßige Durchlässigkeit und Querungsmöglichkeit. Ad Zonierungsverordnungen Herbert von Karajan Platz, Stephansplatz Die Verordnungsentwürfe für diese Platzbereiche werden befürwortet. Aufgrund der auf beiden Platzbereichen vorherrschenden hohen Fußgängerfrequenzen erscheint die vorgeschlagene zurückhaltende Ausweisung von kommerziellen Nutzungsbereichen sinnvoll und nachvollziehbar. Ad Graben Der Graben verfügt im Bestand über eine starke Ungleichverteilung zwischen kommerziellen und nichtkommerziellen Entwicklungsflächen. Insbesondere im Kernbereich existieren keinerlei nichtkommerzielle Verweil-, Sitz- und Aufenthaltsbereiche. Diesem Missverhältnis wirkt das vorliegende Konzept leider nicht entgegen. Die in der Planungsgrundlage ausgewiesenen nichtkommerziellen Verweilbereiche im Bereich der Denkmäler sind aus Sicht der AK jedenfalls kein Ersatz für den deutlichen Fehlbestand. Sie sollten deshalb auch nicht als nichtkommerzielle Verweilbereiche dargestellt werden. Um in Zukunft die Basis für eine schrittweise Verbesserung zu schaffen, schlägt die AK vor, auch im zentralen Bereich des Grabens – tatsächlich nutzbare – nichtkommerzielle Verweilbereiche vorzusehen. Dies ist Voraussetzung um Möblierungen zu ermöglichen und damit zB auch ArbeitnehmerInnen vor Ort eine Möglichkeit für ihre Pausen zu bieten. Insbesondere erscheint die Dimension der zusammenhängenden Zone für kommerzielle Nutzungen auf Höhe Spiegelgasse problematisch. Das positive Beispiel der Kärnterstraße könnte hier als Vorlage dienen. Gegenständlicher Bereich sollte, entsprechend den bestehenden Nutzungen geteilt werden, um Gehwegrelationen und eine regelmäßige Durchlässigkeit bzw Querungsmöglichkeiten für FußgängerInnen zu berücksichtigen.

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