Full text: Entwurf zur FachkräfteVO 2021

Seite 2 Mit der letztjährigen Fachkräfteverordnung 2020 wurden darüber hinaus erstmals regionale Mangelberufslisten für die Bundesländer eingeführt, die grundsätzlich nach derselben Metho- dik wie die bundesweite Mangelberufsliste gebildet werden. Das Wichtigste in Kürze: ? Die BAK lehnt den vorliegenden Entwurf der Fachkräfteverordnung 2021 zur Gänze ab. ? Die BAK empfiehlt ein Aussetzen der Fachkräfteverordnung für das Jahr 2021. ? Die BAK drängt auf das rasche Umsetzen eines neuen Verfahrens zur Feststellung eines Fachkräftemangels durch Verhandlungen zwischen Regierung und Sozialpart- nern. Zu den wesentlichen Bestimmungen des geplanten Entwurfs: Aufgrund der nach wie vor hohen Arbeitslosigkeit lehnen wir den vorliegenden Entwurf der Fachkräfteverordnung 2021 zur Gänze ab und fordern die Aussetzung der Fachkräfteverord- nung 2021 und eine Aufstockung der überbetrieblichen Lehrausbildungsplätze. Das Ausset- zen der Fachkräfteverordnung 2021 wird aus ArbeitnehmerInnensicht wie folgt begründet: Seit der Corona-Krise im März 2020 ist Österreich von einer anhaltenden Massenarbeitslosig- keit und einem Beschäftigungsrückgang in allen Branchen, bis auf das Baugewerbe, im Ver- gleich zu 2019 gekennzeichnet. Deshalb fordern wir mehr berufliche Qualifikation von Beschäftigten und Arbeitslosen, die Er- höhung des Budgets dafür durch die Corona-Arbeitsstiftung der Bundesregierung sollte unse- res Erachtens über das Jahr 2022 hinaus fortgesetzt werden. Gleichzeitig sollte die berufliche Qualifikation während der Kurzarbeit forciert und gefördert werden. So könnten Ausbildungen von Fachkräften in Mangelberufen mit eher niedrigerem Qualifikationsniveau rasch ermöglicht werden. Die Lehrstellen entwickeln sich nach Anzahl und Verteilung nicht entsprechend dem Bedarf an Fachkräften. Folglich sollten daher Lehrstellen für Betriebe in der Corona-Krise (Lehre.För- dern) und die Ausbildung in überbetrieblichen Lehrausbildungen verstärkt gefördert werden. Dadurch würde die berufliche Erstausbildung von benötigten Fachkräften für Unternehmen erleichtert werden. Dies geht Hand in Hand mit der Qualifikationsoffensive zur Förderung der beruflichen Mobilität. Die im Rahmen der Qualifizierungsoffensive finanzierten Ausbildungs- maßnahmen sollten dabei auch Berufe erfassen, die auf der Mangelberufsliste stehen. Die Aussetzung der Fachkräfteverordnung 2021 begründen wir außerdem damit, dass die Rot-Weiß-Rot-Karte bereits eine qualifizierte Zuwanderung aus Drittstaaten für sonstige Schlüsselkräfte und Hochqualifizierte auch ohne die geplante Fachkräfteverordnung 2021 er- möglicht.

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