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Full text: Konsultation Sozialwirtschaft

Seite 2 und die Chance auf Integration benachteiligter Zielgruppen in den Arbeitsmarkt. Jobgarantie- Maßnahmen fördern eine krisenfeste, nachhaltige und digitale Gemeinwirtschaft und Lokalwirtschaft. Die Sozialwirtschaft ist auch ein zentraler Player für soziale Innovation und um gute und sichere Beschäftigung für marginalisierte Gruppen zu schaffen und kann dabei auch Gleichstellung fördern. Trägereinrichtungen, insbesondere frauenpolitische, sind wichtige strategische Partnerinnen des Arbeitsmarktservice (AMS) und ein Garant für Innovation und zielgruppenorientierte, qualitativ hochwertige Umsetzung. Eine von der AK Wien beauftragte Studie zeigt, dass bei einem Bruttolohn von 1.500 € (1.700 €) und einer Übergangswahrscheinlichkeit der Teilnehmenden in Beschäftigung von 16 % die Jobgarantie die Zahl der armutsgefährdeten Personen um 77.100 (89.600) senken würde. 2.1.2 What are the main challenges to ensure the green transition of this industrial ecosystem, as part of this pathway? Die größte Herausforderung bildet die mittelfristige Absicherung der budgetären Basis von Trägereinrichtungen (siehe zB auch Gewaltschutz). Weiterentwicklungen der Finanzierungs- optionen, die hier mehr Flexibilität und Sicherheit bewirken, sind demnach positiv zu bewerten. In diesem Zusammenhang wird auch auf die Stellungnahme von ENSIE, dem europäischen Dachverband der sozialen Unternehmen zum Action Plan verwiesen. Der gemeinnützige Sektor heute zeichnet sich durch seine starke Abhängigkeit von öffentli- cher Finanzierung – gerade in systemrelevanten Branchen wie dem Bildungs-, Sozial- und Gesundheitsbereich – aus. Die Herausforderung ist, dass eine Beschäftigung in diesen Bran- chen im Jahr 2030 nicht mehr zu relativ niedrigen Einkommen und gesundheitsgefährdenden Arbeitsbedingungen führt. Wünschenswert wäre es, wenn im Jahr 2030 die Betriebe des ge- meinnützigen Sektors, die Dienstleistungen im Sozial- und Gesundheitsbereich anbieten, eine attraktive Branche für Arbeitnehmer:innen darstellen. Es ist sicherzustellen, dass die Mitgliedstaaten die fiskalischen Möglichkeiten für die Notwendigen Investitionen haben. Gefragt ist eine auf die VGR-Nettoinvestitionen abzielende Golden Rule oder alternativ diskretionäre EU-Mittel ähnlich dem RRF. Die derzeit diskutierte „green golden rule“ würde jedenfalls nicht ausreichen, weil hier der ebenso wichtige soziale Aspekt nicht berücksichtigt würde. Die Förderung der Sozialwirtschaft ist an regionalen Bedürfnissen auszurichten. Hier gibt es gerade im ländlichen Raum große Lücken, etwa bei elementaren Bildungseinrichtungen aber auch sozialen Unterstützungsstrukturen insgesamt. Hier sollten insbesondere auch EU-Mitteln aus dem Fonds für ländliche Entwicklung (ELER) verbindlich dafür vorgesehen werden.
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