Full text: Verordnung der Gesundheitsplanungs GmbH zur Verbindlichmachung von Teilen des Österreichischen Strukturplans Gesundheit 2017

Seite 3 daher eine Überarbeitung des ÖSG (und in Folge der RSGs) unter besonderem Blickwinkel der Covid-Pandemie und unter Berücksichtigung der in den letzten 2,5 Jahren gemachten Erfahrungen dringend an. Psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen Das Angebot für die psychische Versorgung von Kindern und Jugendlichen war in Österreich schon vor der Covid-19-Pandemie nicht ausreichend ausgebaut. Die letzten Jahre haben die Situation akut verschärft. In allen Bereichen (ambulant und stationär) fehlen Therapieplätze und das, obwohl laut aktuellen Erhebungen – siehe beispielsweise eine aktuelle Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Oberösterreich (An (arbeiterkammer.at)) – der Bedarf stark zugenommen hat. Die vorliegende Verordnung zum ÖSG nimmt auf diese Situation viel zu wenig Rücksicht. Die BAK regt daher an, den ÖSG insbesondere im Hinblick auf einen Ausbau des Angebots an psychischer Versorgung für Kinder und Jugendliche zu überarbeiten. 3. Zu Festlegungen zum Großgeräteplan Im Zusammenhang mit der Aktualisierung des Großgeräteplanes regt die BAK an, die nötigen Personalstrukturen zum laufenden Betrieb inkl. Ausbildungsabschluss und nötigen Fort- und Weiterbildungen sowie Spezialisierungen für das jeweilige Großgerät festzulegen. Die (vereinzelte) Aufstockung von Großgeräten begrüßt die BAK grundsätzlich. Die BAK regt jedoch an, den Großgeräteplan auch hinsichtlich der Wartezeiten der Versicherten umfassend zu evaluieren. Diese sind derzeit in allen Bundesländern (vor allem bei MR- und CT-Terminen) unzumutbar lang. Außerdem weist die BAK darauf hin, dass der Großgeräteplan für die jeweiligen Versorgungsregionen keine nachvollziehbare Beschreibung enthält, ob die vorhandene bzw geplante Anzahl von medizinisch-technischen Großgeräten eine bedarfsgerechte Versorgung gewährleistet. 4. Zu Vorgaben für Regionalen Strukturpläne Gesundheit (Anlage 3) Die Vorgaben für Regionalen Strukturpläne Gesundheit (Anlage 3) sehen vor, dass die ärztlichen ambulanten Versorgungseinheiten durch Wahlärzt:innen und in selbständigen Ambulatorien ohne Vertrag in der „RSG-Planungsmatrix“ für das Bundesland sowie für die Versorgungsregion optional angegeben werden können. Das Angebot der medizinischen Versorgung durch niedergelassene Vertragsärzt:innen – nicht nur im Bereich der fachärztlichen Versorgung sondern zumindest in manchen Regionen auch in der Allgemeinmedizin – ist für die Bevölkerung nicht ausreichend. Eine Aufnahme dieser Daten erscheint jedenfalls sinnvoll, um gezielt eine Verbesserung der Versorgung durch Vertragsärzt:innen und Vertragseinrichtungen planen zu können. Die BAK ersucht um Berücksichtigung ihrer Anliegen und Anregungen.

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