Full text: Vorschläge zur Kapitalmarktpolitik 4. Teil (12)

b) Bei den aus Mitteln des Bundes bzw. der vom Bund verwalteten
Fonds gewährten Kredite war mit rund 11°/0 eine unterdurch-
schnittliche Kreditexpansion festzustellen. Dies hängt damit zu-
sammen, daß der ERP-Fonds (Kreditvolumen zum 31. Dezem-
ber 1967 etwa 7,5 Mrd. S) auf längere Sicht nur nach Maßgabe
der Rückflüsse neue Kredite vergeben kann. Die verfügbaren
Mittel wachsen aber (durch Zinsenzuschüsse abzilglich Verluste)
nur um etwa 100-150 Mio. S pro Jahr, wodurch eine durch-
schnittliche Kreditexpansion von 11/2-2% möglich ist. Bei den
in dieser Gruppe enthaltenen beiden bis vor kurzem von der
Bundesregierung verwalteten Wohnbaufonds war hingegen
durch außergewöhnliche Faktoren, vor allem die Neuregelung
der Wohnbaufinanzierung, in der letzten Zeit eine geringe
Finanzierungstätigkeit festzustellen. Bei den von den Bundes-
ländern, den Gemeinden und sonstigen öffentlichen Stellen ge-
währten Krediten wurde mangels entsprechender Unterlagen
eine Expansion von etwa 20°/0 geschätzt. Möglicherweise war
die tatsächliche Ausweitung etwas höher, da insbesondere bei
den Gemeinden (einschließlich der auch bei der ersten Erhe-
bung nicht erfaßten kleineren Gemeinden) die Tendenz zur
Einrichtung von Sonderkrediten noch anhalten dürfte.
c) Es besteht somit kein Grund zur Annahme, daß seit der Son-
dererhebung von Mitte 1965 wesentliche Änderungen in der
Materie der subventionierten Kredite eingetreten sind, weshalb
auch die Konklusionen, die in den vorliegenden Empfehlungen
gezogen wurden, keiner Revision bedürfen.
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