Full text: Budgetvorschau 1986-1990 (53)

VORWORT
Zum neunten Mal publiziert der Beirat fUrWirtschafts- und Sozial-
fragen eine Budgetvorschau, im Hinblick auf den entsprechenden Ge-
setzesauftrag des neuen Haushaltsrechts in dieser Form zugleich auch
zum letzten Mal. Wie immer handelt es sich dabei um eine Beschrei-
bung mittelfristiger Trends und Tendenzen, nicht um die Prognose
kUnftiger BudgetanSätZe in den einzelnen Jahren.
Es zeigt sich, daß die Verbesserung der Wirtschaftslage nicht auto-
matisch zu einer Budgetkonsolidierung führt. Vor allem die Dynamik
des Zinsaufwandes bringt ein weiteres Ansteigen der Defizite. Das
Nettodefizit steigt von 4'7% im Jahr 1986 bis 1988 auf 5'9% des BIP
und geht erst gegen Ende der Vorschauperiode geringfügig (1990:
5'7%) zurück. Diese Entwicklung bedeutet nach wie vor die Not-
wendigkeit verstärkter Bemühungen um eine Konsolidierung des
Bundesbudgets. Es konnte allerdings nicht Aufgabe des Beirats sein,
ein detailliertes Budgetkonzept zu entwickeln, da politische Prioritä-
tensetzungen von der Regierung erfolgen müssen. Dennoch ist der
Beirat der Auffassung, daß bei der Konsolidierung den von ihm dar-
gelegten Problemen besonderes Augenmer"k geschenkt werden sollte.
An dieser Stelle möchte der Beirat fUr Wirtschafts- und Sozialfra-
gen dem Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung danken,
das für diese Studie die Grundlagen zur Beurteilung der mittelfristi-
gen Wirtschaftsentwicklung erstellte. Der Dank des Beirats gilt auch
dem Bundesministerium für Finanzen, das zu zahlreichen Ansätzen
der Einnahmen- und Ausgabenseite Unterlagen und Informationen
zur Verfügung stellte.
Die vorliegende Budgetvorschau wurde in der Arbeitsgruppe "Bud-
getpolitik" unter dem Vorsitz von Univ.-Prof. Dr. Karl Socher ausge-
arbeitet, der vom stellvertretenden Vorsitzenden, Dr. Fidelis Bauer,
und vom GeschäftsfUhrer, Mag. Bruno Roßmann, unterstütZt wurde.
Ihnen und vor allem den Autoren von Teilentwürfen gilt der Dank
des Beirats in erster Linie.
Alfred Hopitzan
Vorsitzender des Beirats
für Wirtschafts- und Sozialfragen
Wien, im Juni 1986
        

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