Full text: Finanzmärkte (50)

Kreditmarkt seinen Spitzenplatz zugunsten der stark expandierenden Auslandstransaktionen verloren hat. An Bedeutung verloren hat auch der Einlagenmarkt, der in den sechziger Jahren noch vor den Aus- landstransaktionen rangierte. Der Markt für festverzinsliche Wertpa- piere konnte Anteilsgewinne buchen. Insgesamt haben die vier "Groß"-Märkte in den siebziger Jahren ihre Position etwas ausbauen können. Dies ging vor allem zu Lasten des Bargeldes (der Anteil wurde auf 1'9% mehr als halbiert) und des Aktienmarktes (er verlor mehr als 2 Anteilsprozentpunkte). Diese Entwicklungstendenzen sind auch im großen und ganzen in den siebziger Jahren zu erkennen. 2.2 Die einzelnen Finanzmärkte Nach diesem Globalüberblick werden die einzelnen Finanzmärkte ausführlicher behandelt. Neben den vier "Groß-Märkten" wird noch der Aktienmarkt gesondert besprochen; die übrigen aus der Transak- tionsklassengliederung der Gesamtwirtschaftlichen Finanzierungs- rechnung (GFR) abgeleiteten Finanzmärkte werden hier vernachläs- sigt. Hingegen wird der Geldmarkt und der Beteiligungsfondsmarkt berücksichtigt werden. 2.2.1 Die Transaktionen mit dem Ausland Die Auslandsuansaktionen sind das expansivste Element auf den Finanzmärkten. Damit werden inländische Finanzierungsformen in erheblichem Ausmaß durch finanzielle Transaktionen mit dem Aus- land substituiert. Seit dem Beginn der siebziger Jahre hat sich Öster- reich (vor allem die österreichischen Kreditunternehmen) sehr rasch in die internationalen Finanzmärkte integriert. Den höchsten Anteil an den Auslandstransaktionen haben die son- stigen kurzfristigen Finanzierungsformen (das sind Transaktionen der Kreditunternehmen in Gold, Valuten, Sicht- und Termindevisen sowie in Geldmarktpapieren) ; sie machen rund 11% der gesamten fi- nanziellen Transaktionen in der Zeit von 1960 bis 1977 aus und wa- ren somit höher als das Transaktionsvolumen auf dem Markt für fest- verzinsliche WertpapiereS). In längerfristiger Betrachtung sind diese 48

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