Full text: Energieabgabe, Wirtschaftsstruktur und Einkommensverteilung (44)

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Ein derart umfangreiches und anspruchsvolles Modell, wie es Lager (1985)
in Form einer "Social Accounting Matrix" konstruiert hat, soll für den
hier vorgesehenen Zweck aber nicht aufgestellt werden. Es geht lediglich
darum, einen multisektoralen Ansatz der Produktion mit der Verwendungs¬
und Verteilungsseite der VGR zu kombinieren und so die Makroeffekte der
Eingriffe bei gewissen Sektoren darstellen zu können.
Im weiteren wird dann unterschieden, ob die PEA als zusätzliche Belastung
der österreichischen Volkswirtschaft eingeführt wird oder lediglich in
einem aufkommensneutralen Szenario. Gerade für die Makroeffekte ist es
entscheidend, ob ein negativer fiskalpolitischer Impuls von 26 bzw 43 Mrd
S ausgelöst wird, oder ob der Gesamtimpuls (im Zeitpunkt der Einführung)
Null ist. Für den zweiten Fall eignet sich das hier vorgeschlagene Simu¬
lationsmodell besonders, da es in einem aufkommensneutralen Szenario zwar
keinen direkten gesamtwirtschaftlichen Effekt gibt, jedoch Struktur- und
Verteilungseffekte, deren etwaige Wirkungen auf die Gesamtwirtschaft hier
erfaßt werden sollen.
4.1.1. Kurzfristige Effekte in der Produktion
Das im folgenden dargestellte Produktionsmodell ist ein in der Tradition
von Leontief und Sraffa stehendes Preismodell der Input-Output-Analyse,
das gleichzeitig die Verteilung der Wertschöpfung auf Arbeitseinkommen,
Steuern und Gewinneinkommen (inkl Abschreibungen) enthält. Aus folgenden
einfachen Gleichungen läßt sich das für diesen Zweck ausreichende Preis¬
modell konstruieren:
1. Produzentenprei s
p = pA1 + lw(1 + t) + v
        

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