Full text: Umweltpolitik (51)

3.4. Landschaftsplanung in anderen Ländern 3.3. Zur Entwicklung des Landschaftsbildes in Österreich Das Landschaftsbild ist der optische Eindruck der Landschaft ein~ schließlich ihrer Silhouetten, Bauten und Ortschaften. Die Gesetzgebung der österreichischen Bundesländer (Raumord- nungsgesetze, Nawrschutzgesetze) mißt der "typischen Erschei~ nungsform der Landschaft" hohe Bedeutung zu. Die Bewertung des "Landschaftsbildes" ist durch international erprobte Verfahren mög- lich und Teil der Landschaftsplanung. Einschlägige Verfahren wer- den in Österreich nur in Ansätzen angewandt. In Österreich fehlt der auf die Flächenwidmungsplanung folgende Planungsschritt einer "umweltbezogenen" Bebauungsplanung. Es kann daher zu Bauten kommen, die als Störungen im Landschaftsbild empfunden werden. Beispielsweise werden Häuser auch im ebenen Gelände gebaut, die durch das Hochheben des Kellers und die typische Böschung von der Sitzterrasse nicht dem vorherrschenden Landschaftscharakter ent- sprechen. Österreich zeichnet sich durch eine Vielfalt kleinräumiger, typi- scher Erscheinungsformen der Landschaft aus. So erlebt man beim Durchreisen Österreichs im Verlauf von relativ wenigen Straßen kilo- metern eine sehr hohe Anzahl verschiedener Landschaftstypen. Diese besondere Eigenschaft Österreichs muß im Rahmen der weiteren planmäßigen Entwicklung für den Fremdenverkehr mehr als bisher beachtet werden. Planungsinstrumente auf überörtlicher Ebene orientieren sich mei- stens an zwei (planungstheoretisch) verschiedenen Möglichkeiten: Regionale Entwicklungsprogramme (-konzepte), die für eine be~ stimmte Planungsregion Entwicklungsziele formulieren und un- terschiedliche NutzungsansprUche koordinieren. Dabei werden jeweils für die verschiedenen Nutzungsinteressen, wie Landwirt- schaft, Forstwirtschaft, Verkehr etc" Ziele aufgestellt und allge- meine Maßnahmen angegeben, die zur Erreichung dieser Ziele eingesetzt werden können. Sektorale Fachprogramme (-konzepte), wobei unter "sektoral" ein bestimmter Nutzungsinteressent zu verstehen ist (z. B. Frem- 114

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