Full text: Umweltpolitik (51)

148 lanz des Österreichischen Statistischen Zentralamtes über lange Zeit nicht enthalten. Da Brennholz nur zu einem geringen Teil gehandelt wird, ist man auch heute noch weitgehend auf Schätzungen angewie- sen. Neben Brennholz werden beachtliche Mengen an Holzabfällen und Altholz energetisch genutzt. Diese Mengen können ebenfalls nUr schwer in Statistiken erfaßt werden. Holz wird in der energetischen Verwendung ausschließlich zur Wärmeerzeugung verwendet. Brennholz kommt als Hausbrand vor- wiegend in Kleinanlagen (Nenn-Wärmeleistung etwa 15 bis 50 kW) im ländlichen Raum zur Verwendung. Holzabfälle werden im holz- verarbeitenden Gewerbe und in der holzverarbeitenden Industrie am Ort des Anfalls genutzt. Die Nenn-Wärmeleistung dieser Anlagen liegt im Bereich von 250 bis 6.000 kW. Derzeit werden ca. 6'5% der dem Endverbrauch zugeführten Energie aus Holz gedeckt. Der jährliche Brennholzverbrauch wird auf 4'5 bis 6 Mio. Festmeter geschätzt. In neueren Untersuchungen wird angenommen, daß bis zu 10'4 Mio. Festmeter Brennholz nutz- bar gemacht werden könnten. Die Verluste bei der Umwandlung in Nutzenergie (Wärme) sind besonders bei Kleinanlagen hoch. Als Wirkungsgrad sämtlicher in Österreich installierter Anlagen kann 50% angenommen werden. Als Ursachen hierfür kann schlechte Planung, falsche Betriebsweise und unbefriedigende Verbrennungstechnik genannt werden. An der Bundesanstalt für Landtechnik in Wieselburg wurden in den letzten Jahren bei der Prüfung von biogenen Heizkesseln (Holz und Stroh) deutliche Wirkungsgradverbesserungen festgestellt. Im Jahr 1980 lagen die mittleren Wirkungsgrade bei 54%, 1983 bei ca. 67%. Diese Werte beziehen sich auf PrUfstandsmessungen bei Nenn- wärmeleistung. Von seiten der stofflichen Zusammensetzung hat Holz im Ver- gleich zu fossilen Brennstoffen Vorteile. Der Ascheanfall bei sachge- mäßer Feuerung ist gering. Die dezentrale Nutzung in Kleinanlagen fuhrt von vornherein zu einer Verteilung der Emissionen auf großer Fläche. Hohe leistungsbezogene Emissionen wurden bei Kleinheizanlagen beobachtet. Bei steigender Leistung sinken die Emissionen stark ab. Ursache der beträchtlichen Emissionen an Ruß, Kohlenmonoxid, or- ganischen Geruchsstoffen, Mutagenen und Karzinogenen ist die durch unsachgemäße Handhabung verursachte unvollständige Ver- brennung.

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