Full text: Umweltpolitik (51)

1.3. Synthese von ökonomischen und ökologischen Kreislaufmodellen nicht auf (auch der bei den nationalökonomischen Klassikern noch vorhandene Produktionsfaktor Grund und Boden kann nur bedingt als Berücksichtigung der Umweltproblematik angesehen werden). Tatsächlich hängt die wirtschaftliche Tätigkeit und somit auch der Wirtschaftskreislauf von der verschiedenstartigen Wechselwirkung zwischen Wirtschaft und Umwelt ab: Regenerierbare und nicht regenerierbare Ressourcen werden der Umwelt entnommen und entweder direkt konsumiert oder im Produktionsprozeß eingesetzt. Abfall im weitesten Sinne des Wortes (Kuppelprodukte bei Pro- duktion und Konsum) werden an die Umwelt abgegeben. Umweltprobleme entstehen dann, wenn durch die Entnahme der Ressourcen und/oder die Abgabe von Abfallstoffen an die Umwelt die Möglichkeit weiterer Entnahme von Ressourcen und/oder die weitere Abgabe von Abfallstoffen an die Umwelt behindert wird. Der Problematik der Nichteinbeziehung der Umwelt in die Produktions- funktion wurde man sich angesichts der Verknappung verschiedener Rohstoffe am ehesten bewußt. Seitdem gibt es auch verschiedene Mo- delle, die einzelne Rohstoffe, wie etwa die Energie, in die Produk- tionsfunktion einbeziehen. Die ökologischen Kreislaufmodelle sind dadurch gekennzeichnet, daß sie weitgehend alle Inputs und Outputs berücksichtigen. Dabei muß klar werden, daß aus Gründen der thermodynamischen Gesetz- mäßigkeit auch hier die Prozesse nicht ewig ablaufen können. Eine Einbeziehung auch der ökologischen Kreislaufvorstellung vor allem der Schnittstellen zwischen den ökologischen Kreisläufen und den rein wirtSchaftlichen Kreisläufen könnte jedoch dazu fuhren, daß die Zusammenhä.nge leichter erkannt werden und so verhindert werden kann, daß isolierte Maßnahmen suboptimal eingesetzt werden. Die bereits erwähnten punktuell auftretenden Engpässe sowohl auf der Input- als auch auf der Output-Seite stellen deutliche Signale (nicht zuletzt auch ökonomischer Art) dar, um der "materialwirtschaftli- chen" Komponente im ökonomischen Denken mehr Raum zu geben. Das führt dann in der Praxis dazu, daß die "Entnahmen" aus der N a- tur und die "Abgaben" an die Natur reduziert werden, ohne daß zwangsläufig die konsumierbaren Leistungen reduziert werden. Dies S6

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