Full text: Umweltpolitik (51)

8.3. Anwendung des Standes der Technik Bei der Anwendung des Begriffes "Stand der Technik" ist zu fra- gen, ob es sich um Anlagen und Einrichtungen handelt, die in Groß- serien Produzenten oder Konsumenten angeboten werden, oder ob es sich um Spezial- bzw. Groß anlagen handelt, die nur in geringer Zahl bzw. nur in großen Zeitabständen errichtet werden. Im erSten Fall ist jedenfalls sicherzustellen, daß fortschrittliche und ausreichend erprobte und betriebssichere Einrichtungen vorgeschrie- ben werden. Im zweiten Fall ist auf den Aspekt der Fortentwicklung der Technik, insbesondere also der Anwendung neuester technischer Erkenntnisse, besonders Bedacht zu nehmen. Unbestritten in diesem Zusammenhang ist, daß neben der Anwen- dung des Standes der Technik auch eine Prüfung der konkreten Um- weltsituation erfolgen muß, die maßgebend für die Genehmigung der Errichtung oder des Betriebes von Anlagen, Geräten und Fahrzeugen Ist. Bei der Errichtung von Neuanlagen bereitet eine Berlicksichtigung des Standes der Technik im allgemeinen keine Probleme. Bei Altanla- gen müssen neben den technischen auch die betriebswirtschaftlichen Probleme berücksichtigt werden. Aus volkswirtSchaftlichen Überlegungen ist hiebei unter Einbezie- hung von Kosten-Nutzen-Rechnungen zu prüfen, wieweit ältere aber noch arbeitsfähige technische Verfahren 1. ohne Änderungen beibehalten, 2. nachgerüstet (Anpassung an den Stand der Technik) oder 3. stillgelegt werden sollen. 8.4. Bereiche der Umwelttechnologie o Reinigungstechnologien im klassischen Sinn wie z. B. Abluftreini- gung, Abwasserreinigung, Abfallbeseitigung und Lärmschutzein- richtungen als nachgeschaltete Maßnahmen. o Entwicklung und Anwendung emissionsarmer technischer Ver- fahren inklusive besserer Rohstoff- und Energieausnützung (inte- grierte Verfahren) sowie von Verfahren, die Abfall- und Recyclingaspekte berücksichtigen. Hiebei ist insbesondere darauf zu achten, daß es nicht zur Entstehung neuer Umweltbelastungen in anderen Sektoren (Medien) kommt. 89

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