Full text: Bodenpolitik in Wien (5)

EINLEITUNG
Was auch immer jemand tut, egal ob als Produzent oder
als Konsument, er benötigt dazu - meist fremden - Bo¬
den. Der Eigentümer des Bodens überläßt diesen den Nutzern
gegen ein Entgelt, das für ihn eine Quelle des Einkommens
darstellt - die Bodenrente. Diese Möglichkeit, die bloße
Tatsache des Eigentums an Grund und Boden zu einer Einkommens
quelle zu machen, ist Ursache für den "Wert" des Bodens
und damit für den beiVerkauf erzielbaren Preis.
Je höher die erzielbare Bodenrente, umso höher wird der
Preis sein. Der Eigentümer wird daher versuchen, dem
Nutzer den Boden zu überlassen, der den höchsten Preis
bietet. Dieses Ablösen einer nieder - durch eine höher¬
wertige Nutzung wird mit dem Schlagwort Nutzungsver¬
drängung umschrieben.Durch Maßnahmen der öffentlichen
Hand (Flächenwidmungs— und Bebauungsplanungfdie eine.1
höhere bauliche Ausnutzung erlaubt, oder Infrastruktur¬
investitionen) kann dieser Prozeß wesentlich verstärkt
werden. Bei eigenem Grundbedarf ist die öffentliche
Hand dann gezwungen, erhöhte Grundstückspreise zu be¬
zahlen, die sie selbst verursacht hat.
?. . ' • • '•
Steigende Bodenpreise behindern:
a) eine rationelle und an sozialen Erfordernissen
orientierte Planung#
b) eine großzügige und an den Bedürfnissen der Be¬
wohner orientierte Sanierung von Altbaugebieten ,?
'1 c) die Erstellung nötiger Infrastruktureinrichtungen
d) den Abbau des qualitativen und quantitativen
Wohnungsmangels,,
        

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