Full text: Bodenpolitik in Wien (5)

WOHNBAUFÖRDERUNG
Über 9o % der in Wien gebauten Wohnungen werden mit öffent¬
lichen Förderungsmitteln gebaut. Die Bauträger sind daher
bezüglich des überwiegenden Teils ihrer beabsichtigten Pro¬
jekte auf Förderungsmittel angewiesen. Von daher bietet die
Wohnbauförderung auch wirksame Möglichkeiten, das Bauge¬
schehen und auch den Grundstücksmarkt zu beeinflussen.
Gemäß § 8 (1) WBFG "soll" die Förderung unterbleiben,
wenn die Grundstückskosten als "überhöht" anzusehen sind.
Durch die Festsetzung von Obergrenzen, möglichst nach Re¬
gionen bzw Bezirken gestaffelt, kann auf wirksame Weise
preisdämpfend auf den Grundstücksmarkt eingewirkt werden.
Es ist zwar möglich, diese Bestimmung zu umgehen, zumindest
können jedoch die Kosten dem Mieter nicht angerechnet
werden.
Dabei sollte sich die Obergrenze nicht ausschließlich auf
den m /Nutzfläche beziehen, weil dies zu einer maximalen
Ausnützung der Grundstücke, oft zum Nachteil der Mieter,
führen würde.
Auf dem Bodenmarkt treten als Nachfragende bezüglich Grund¬
stücke für den Wohnbau die Gemeinde -.mnd eine Reihe vor¬
nehmlich gemeinnütziger Bauträger auf. Es hat sich nicht
selten ergeben, daß mehrere dieser Bauträger (inklusive
der Gemeinde) gleichzeitig nach bestimmten Grundstücken
nachgefragt haben. Diese mangelnde Koordination zwischen
Gemeinde und gemeinnützigen Bauträgern,bzw innerhalb der
gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, hat die Stellung der
Grundstückseigentümer und der Grundstücksmakler gestärkt.
Wohnbauförderungsmittel sollten deshalb nur jenen Bauträgern
        

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