Full text: Bodenpolitik in Wien (5)

- 54 - entschieden ist, smdern. bereits über das Grundstück ver- > fügen kann, sobald die Rechtsmäßigkeit der Enteignung feststeht". 9) Die drastischen Unterschiede zwischen dem Wert eines Grund stück.es der der Be- Steuerung zu Grunde liegt (Einheitswert) und dem , d e r im Falle der Enteig¬ nung zur Preisbestimmung her¬ angezogen wird , s i n d aufzuheben Eine angemessene Besteuerung vor allem der unbebauten Grund stücke ist schrittweise zu er¬ reichen. Die derzeit bestehenden' Unterschiede zwischen Einheits¬ wert und Verkehrswert (das ist der beim Verkauf erzielte Preis) seien an Hand zweier Beispiele demonstriert: Im 4. Bezirk, in der Taubstummengasse wurde 1957 ein Viertel eines Grundstückes um 60.000 Schilling verkauft. Im selben Jahr betrug der Einheitswert für die Hälfte desselben.Grund¬ stückes 32.ooo Schilling, das ist etwas mehr als ein Viertel des Verkehrwertes. . . Noch eindrucksvoller scheint das 2. Beispiel: Für eine Liegenschaft im 22. Bezirk betrug 1975 der Ein¬ heitswert 44.ooo Schilling. 1976 ersteigerte die Gemeinde Wien das Grundstück um l.loo.ooo Schilling. Der Schätz¬ wert betrug l.o34.6oo Schilling!

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