Full text: Die Bruttoeinkommen von Arbeitern und Angestellten im Jahr 2010 (2)

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Der Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger veröffentlicht jährlich 
im September Daten über die beitragspflichtigen Arbeitseinkommen der Arbeiter und 
Angestellten. Die Arbeiterkammer Wien möchte diese Daten einem größeren 
Personenkreis zur Verfügung stellen, da sie eine der wichtigsten Quellen der 
Einkommensstatistik darstellen. Von Seiten der AK werden weitere Daten aus dieser 
Quelle erst im "Wirtschafts- und Sozialstatistischen Taschenbuch 2012" publiziert, das 
auch im Internet zugängig sein wird. Zusätzlich dazu wurden einige Informationen aus 
der Lohnsteuerstatistik aufgenommen, die aber einer anderen Logik wie die Daten des 
Hauptverbandes der Sozialversicherungen folgen. Erklärungen dazu weiter unten. 
ERLÄUTERUNGEN 
Erfasst werden die  Einkommen aller Arbeiter und Angestellten ohne Lehrlinge und ohne 
Beamte (pragmatisierte Bedienstete) jedoch einschließlich Teilzeitbeschäftigter. 
Grundlage für die Berechnung des Monatseinkommens bildet das beitragspflichtige 
Jahreseinkommen und die Zahl der Versicherungstage. Angaben über die Arbeitszeit 
fehlen. Das Monatseinkommen wird wie folgt errechnet: 
Die Summe der in einem Kalenderjahr erzielten beitragspflichtigen Einkommen 
(einschließlich Sonderzahlungen) wird dividiert durch die Zahl der Versicherungstage und 
multipliziert mit 30. 
Um Missverständnisse zu vermeiden, sind in allen Tabellen die Werte ohne 
Sonderzahlungen, d.h. mit einem 1/14 des Jahreseinkommens ausgewiesen. 
Wegen der Währungsumstellung im Jahr 2002 werden die Daten für alle Jahre 
rückwirkend mit folgendem fixem Kurs umgerechnet: 1 EURO = ÖS 13,7603. 
Zum beitragspflichtigen Jahreseinkommen gehören alle Bezüge (laufende Bezüge und 
Sonderzahlungen), die nicht ausdrücklich im Gesetz als beitragsfrei erklärt sind. 
Nicht erfasst werden: 
 
? Auslagenersätze, durch welche Aufwendungen des Dienstnehmers abgegolten 
werden (zB. Fahrtkostenersätze, Tages- und Nächtigungsgelder). Trennungsgelder, 
so wie sie die tatsächlichen Aufwendungen nicht übersteigen, 
? Schmutzzulagen, 
? Werkzeuggelder und Prämien für Verbesserungsvorschläge im Betrieb, 
? Freiwillige soziale Zuwendungen des Dienstgebers, 
? Jubiläumsgeschenke des Dienstgebers, 
? Vergütungen, die aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses gewährt 
werden (zB. Abfertigungen), 
? Familienbeihilfen nach dem Familienlastenausgleichsgesetz. 
 
Zum beitragspflichtigen Einkommen gehören neben Lohn und Gehalt auch Sachbezüge, 
wenn sie vom Dienstgeber unentgeltlich gewährt werden, Provisionen, Erschwernis- und 
Gefahrenzulagen, Zuschläge für Überstunden, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit und 
Leistungen Dritter (zB. Trinkgelder). 
 
Unter Sonderzahlungen sind Bezüge zu verstehen, die in größeren Zeitabständen 
gewährt werden (Urlaubsgeld, Weihnachtsgeld, Gewinnanteile, Bilanzgeld). 
Liegt ein Wert über der Höchstbeitragsgrundlage, wird er nicht ausgewiesen. Bei der 
Berechnung des arithmetischen Mittels werden die Einkommen über der 
Höchstbeitragsgrundlage nur mit den Grenzbeträgen berücksichtigt. 
 
Die regionale Zuordnung erfolgt nach dem Beschäftigungsort. 
 
Die Zuordnung nach Wirtschaftsklassen richtet sich nach der wirtschaftlichen Tätigkeit 
des Betriebes, in dem die Person beschäftigt ist ohne Rücksicht auf den ausgeübten 
Beruf. Seit 1. Jänner 2008 ist in der Europäischen Union die revidierte Klassifikation der  
Wirtschaftstätigkeiten NACE Rev. 2 (ÖNACE 2008), die die NACE Rev. 1.1 (ÖNACE 2003) 
abgelöst hat, anzuwenden. Wie schon für die vorangegangenen Versionen der NACE gibt
        

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