Full text: Lohnnebenkosten (69)

freiwillige Zuweisungen an Fonds. Die für einige EG-Länder ausgewie-
senen Subventionen wurden mit diesem Posten saldiert, und zwar mit
den gesetzlichen Beiträgen. Der Höhe nach liegt Österreich ungefähr
gleichauf mit den meisten anderen Ländern.
Wesentlich höhere Sätze sind lediglich in Frankreich (27,6 %) und Ita-
lien (25,8%) zu vermerken, wesentlich niedrigere aber in Luxemburg
(15,4%), Irland (14,9%), Großbritannien (11,5%) und Dänemark (1,1%).
In diesen Ländern wird der Großteil des Sozialwesens über das Budget
finanziert.
Tarifvertragliehe und freiwillige Beiträge: Ins Auge springen hier die
hohen Werte für Frankreich (8,5%), die Niederlande (7,1%) und Irland
(6,2%). Dies läßt auf spezielle Gesetzeslagen schließen.
Steuern: Die österreichische Lohnsummensteuer ist der Art und vor al~
lern der Höhe nach ziemlich einmalig. Lediglich Italien kennt ähnliche
Steuern, doch nur in Höhe von 0, 5% (Österreich 1,4%).
Strukturvergleiche getrennt nach Arbeitern und Angestellten sind nur
für die restlichen Länder möglich. Generell kann gesagt werden, daß der
Direktlohnanteil bei Arbeitern durchwegs niedriger ist als bei Angestell-
ten, und der LNK-Anteil somit höher.
Während auch für Arbeiter und Angestellte im allgemeinen das bereits
für die gemeinsamen Werte Gesagte gilt, ergeben sich beim Ausfallzeit-
entgelt interessante Abweichungen. Bei den Arbeitern liegt hier Öster-
reich (11,1%) praktisch gleichauf mit Deutschland, Luxemburg (je
11,6%) und Italien (11,5%), aber deutlich unter Spanien (13,1 %) und
Dänemark (12,5%). Bei den Angestellten erklärt sich der hohe österrei-
chische Wert (12,7%) aus den hohen Abfertigungen. Ohne diese wäre er
nur 10,4% und damit einer der niedrigsten. Da die Abfertigungen, wie
bereits erläutert (Fußnote 11), in Österreich nicht als Entgelt für Ausfall-
zeit zu bewerten sind, ist der letztgenannte Wert maßgeblich.
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