Full text: Mittelfristige Finanzplanung (39)

VORWORT
Die Finanzierbarkeit der Staatsausgaben, die Zunahme der Staats-
verschuldung und die Schwierigkeiten, konjunkturell bedingte Defi-
zite wieder abzubauen, lassen den Wunsch nach einer längerfristigen
Budgetorientierung und Budgetpolitik stärker werden. Viel Hoff-
nung wurde im Ausland auf eine mittelfristige Finanzplanung gesetzt.
Der Beirat für Winschafts- und Sozialfragen hat sich daher mit den
ausländischen Erfahrungen auseinandergesetzt und die Anwendung
für die österreichische Situation geprUft. Ansätze für eine mittelfri-
stige Finanzplanung hat es allerdings schon auch in Österreich gege-
ben; so z. B. die Erstellung zehnjähriger Investitionspläne oder auf
parlamentarischer Ebene die Diskussion uber die Neugestaltung des
Haushaltsrechtes. Wenn auch die Erwartungen in eine mittelfristige
Finanzplanung letztlich nicht überschätzt werden sollen, da der
Wunsch nach Flexibilität in politischen Entscheidungen im Wider-
spruch zu längerfristigen Prioritätensetzungen stehen kann, so darf
dennoch die Nützlichkeit dieses Instrumentariums fUr eine Versachli-
chung der Politik nicht unterschätzt werden.
Die vorlieger{cle Studie wurde von der Arbeitsgruppe Budgetpolitik
erstellt. Der Beirat dankt ihrem Vorsitzenden Univ.-Prof. Dr. Karl
Socher, dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Fidelis Bauer, dem
Geschäftsführer Mag. Erich Haas sowie den Autoren der Teilent-
wUrfe, insbesondere Univ.-Prof. Dr. Alexander Van der Bellen.
Christian Fes t a
Vorsitzender des Beirats
für Winschafts- und Sozialfragen
Wien, im Juni 1981
        

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