Full text: Die Verteilung der persönlichen Einkommen in Österreich (15)

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III. Die Zusammensetzung der Haushaltseinkommen
Die Einkommensteuerstatistik zeigt eine gewisse Tendenz zur Diver¬
sifizierung der Haushaltseinkommen nach Einkunftsarten.
Tabelle 4
Schwerpunktmäßige Einkünfte in Prozent der jeweiligen
Einkunftsart (Fälle und Einkünfte)1)
1056 1964 1972
Einkunftsart Fälle Einkünfte Fälle Einkünfte Fälle Einkünfte
Land- u. Forstwirtschaft 61,4 91,0 39,9 84,7 25,7 78,2
Gewerbebetrieb 88,6 97,8 83,0 97,2 74,3 96,7
selbständige Arbeit 67,9 91,5 57,2 90,6 48,8 90,6
unselbständige Arbeit 65,7 84,2 63,3 83,2 67,0 83,7
Besitz - 64,7 - 50,1 - 52,3
' Quelle: Wie Tabelle 1
') Erläuterung: von der Gesamtheit der Fälle mit Einkünften aus Land- und Fortstwirt-
schaft waren 1972 25,7% Schwerpunktfälle, die 78,2% der gesamten Einkünfte aus Land-
und Forstwirtschaft bezogen; etc.
1956 waren noch fast vier Fünftel aller steuerstatistisch registrierten
Fälle von Gewerbeeinkünften gleichzeitig Schwerpunktfälle, mehr als
zwei Drittel der Fälle mit Einkünften aus selbständiger Arbeit und über
60 Prozent der Fälle mit land- und forstwirtschaftlichen Einkünften.
1972 waren nur noch 25,7 Prozent aller Fälle mit land- und forstwirt¬
schaftlichen Einkünften schwerpunktmäßig dieser Einkunftsart zu¬
zuordnen, von den Fällen mit Einkünften aus selbständiger Arbeit
weniger als die Hälfte und von den Fällen mit Gewerbeeinkünften nur
noch drei Viertel. Auf die Summe der jeweiligen Einkunftsart bezogen,
hat sich der Anteil der Schwerpunktfälle hingegen kaum geändert. 1972
wurden 96,7 Prozent der gesamten Gewerbeeinkünfte von Haushalten
mit Einkunftsschwerpunkt Gewerbebetrieb bezogen, 90,6 Prozent der
gesamten Einkünfte aus selbständiger Arbeit vom Haushaltstypus mit
diesem Einkunftsschwerpunkt. Nicht demselben Einkunftsschwer¬
punkt zuordenbar waren 21,8 Prozent der Einkünfte aus Land- und
Forstwirtschaft und fast die Hälfte der Besitzeinkünfte.
Für die Zusammensetzung der Haushaltseinkommen sind die Daten
der Einkommensteuerstatistik aus mehreren Gründen wenig aussage¬
kräftig. Es ist zu vermuten, daß von den Nebeneinkommen, insbesonde¬
re soweit es sich dabei um Besitzeinkommen handelt, nur ein kleiner
Teil der Steuer tatsächlich angegeben werden. Vorsicht geboten ist
hinsichtlich der Ausweisung von Verlusten bei den Nebeneinkünften,
die insbesondere bei den Freiberuflerhaushalten auffallend hoch sind.
So etwa weist die Einkommensteuerstatistik 1972 bei den Nebenein¬
künften der Haushalte mit Einkommensschwerpunkt selbständige Ar¬
beit Verluste aus, deren Höhe in der Einkunftsart „Vermietung und
Verpachtung" die Gewinne weit übersteigt bzw. bei den Gewerbeein-
        

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