Full text: Beschäftigungspolitik (72)

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keit von Familienangehörigen. Offen bleibt die Frage der Sozialversicherung
fUr betreuende Familienangehörige.
Ausweichreaktion - Schauenwlrtschajt
Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, daß die Leistungsempfl1nger bei
erhöhten finanziellen Eigenleistungen auf die Inanspruchnahme der Schat-
tenwirtschaft ausweichen. Die hohe Elastizität schlägt sich im nachgefragten
Umfang derart nieder, daß eine teilweise oder vollständige Substitution der
benötigten Dienstleistungen erfolgt. Je stärker eine Annäherung an
"Marktpreise" oder kostendeckende Preise vorgenommen wird, umso attrakti-
ver wird das Ausweichen in Schwarzarbeit. Eine eingeschränkte öffentliche
Finanzierung sozialer Pflegedienste hat daher zur Folge, daß bei gegebener
(geringer) Beteiligung der Leistungsempfl1nger das Leistungsangebot zurück-
genommen und weniger Versorgung angeboten wird. Im Fall einer höheren
(kostendeckenden) Beteiligung durch Anhebung der Gebühren (Preise) ist ein
Ausweichen in Schwarzarbeit zu erwarten.
In einer schematischen Darstellung wird der funktionale Zusammenhang
deutlich sichtbar:
Das Ausweichen auf die Schattenwirtschaft wird ab einer bestimmten Reiz-
schwelle überproportional wirksam. Wo diese Reizschwelle liegt, ist nicht all-
gemeingültig darstellbar. Aus empirischen Beobachtungen geht hervor, daß
die dargestellte Elastizität stark von der Höhe des verfUgbaren Einkommens
der nachfragenden Personen abhängig ist.
Neben der Kostenspanne zwischen Preisen auf dem Schwarzmarkt und je-
nen im professionellen Sektor ist die jeweilige Inanspruchnahme auch abhän-
gig von der Qualität der erbrachten Leistungen und der Kundenzufriedenheit,
abgeleitet von Kriterien der Verläßlichkeit, Freundlichkeit etc.
tinanziener Beitrag
von Leistungsempfllngem
A. Schatten wirtschaft
B. institutionalisierter
DL·Markt
Au.maß der bean.pruchten
Leistungen
Institutionelle Rahmenbedingungen
Das vorhandene Volumen von öffentlich aufgebrachten Geldmitteln wäre
bei einer Änderung von institutionellen Rahmenbedingungen zunächst prinzi-
piell ausreichend, um zusätzliches Beschäftigungswachstum realisieren zu
        

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