Full text: Vertikale und intraindustrielle Lohnstreuung in Österreich 1980-94 (85)

Anmerkungen 
                                            
1 Zu den horizontalen Lohnunterschieden, also jenen zwischen den Branchen, siehe für den Zeitraum 
1980 bis 1991 Hofer (1992), Mesch (1993) und für die Periode 1980 bis 1994 Mesch (2002a) und 
ausführlicher Mesch (2002b). 
2 Für eine ausführlichere Beschreibung siehe Juch, Wolf (1989a, 1989b). 
3 Zu Beschäftigungsdauer und Einkommenssicherheit siehe Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1995) 8f; 
Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1996) 19. 
4 Zu den Verdiensten über der Höchstbeitragsgrundlage im Jahre 1994 siehe Grillitsch, Guger, Haydn, 
Wolf (1996) 17f. 
5 Zum Zusammenhang zwischen Alter und Einkommen siehe Grillitsch, Juch, Steiner, Wolf (1991) 
44ff; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1996) 23-25. 
6 Falls Diskriminierung ausländischer Arbeitskräfte besteht, spielt auch die Staatsbürgerschaft eine 
Rolle. Zur Abweichung der Löhne ausländischer ArbeiterInnen vom jeweiligen Lohnniveau inländi-
scher ArbeiterInnen in den einzelnen Wirtschaftsklassen siehe Grillitsch, Juch, Wolf (1991) 1092f; 
Grillitsch, Juch, Wolf (1992) 983f; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1993) 1102ff; Grillitsch, Guger, 
Haydn, Wolf (1995) 9-11; Grillitsch, Guger, Haydn, Wolf (1996) 21-23. 
7 Zur jährlichen Veränderung der vertikalen Einkommensstreuung (Einkommenszuwächse der un-
selbstständig Beschäftigten nach Quartilen) in den Jahren 1989-199 siehe auch Bundesministerium 
für Arbeit und Soziales (1991) 474, Datenband (1992) 133, Datenband (1993) 127, Datenband (1994) 
137, Datenband (1995) 141. 
8 Vgl. Guger (1993) 237. 
9 Gemäß der Untersuchung von Tomandl und Mitarbeitern (1992) war dies im Zeitraum 1985-90 bei 
18% der ausgewerteten Abschlüsse mit Entgeltregelungen der Fall. 
10 Gemäß Tomandl u.a. (1992) 38 sahen 12% der erfassten Kollektivvertragsabschlüsse mit Entgelt-
regelungen 1985-90 Anhebungen der Mindestlöhne um für alle ArbeitnehmerInnen gleiche Absolutbe-
träge vor. 
11 Bundesministerium für Arbeit und Soziales (1994) 181. 
12 Im Kollektivvertrag für die Schuhindustrie konnte der öS 10.000 Mindestlohn im April 1993 festge-
schrieben werden. Dies war die letzte bedeutende Branche der Sachgüterproduktion, wo diese 
Schwelle noch nicht erreicht worden war.  
13 Bundesministerium für Arbeit und Soziales (1994) Datenband 163. 
14 1993 gab es laut Sozialbericht insgesamt 350.000 Personen (220.000 Frauen und 130.000 Män-
ner), die bei Annahme einer Vollzeitbeschäftigung ohne anteilige Sonderzahlungen monatlich weniger 
als öS 12.000 brutto verdienten. Dieser Personenkreis setzte sich aus folgenden drei Gruppen zu-
sammen: 1.) 260.000 Vollzeitbeschäftigte (WAZ 36-40 Stunden); 2.) 65.000 Teilzeitbeschäftigte, die 
auch in der kollektivvertraglich festgesetzten Normalarbeitszeit nicht mehr als öS 12.000 verdient hät-
ten; und 3.) 25.000 Beschäftigte, die nur deshalb ein Einkommen über öS 12.000 bezogen, weil sie 
mehr als 40 Wochenstunden arbeiteten. Siehe Bundesministerium für Arbeit und Soziales (1994) 
181ff. 
1994 verringerte sich die Zahl der Personen, die unter Annahme einer Vollzeitbeschäftigung monatlich 
weniger als öS 12.000 verdienen, auf 310.000 (195.000 Frauen und 115.000 Männer): 235.000 Voll-
zeitbeschäftigte, 55.000 Teilzeitbeschäftigte und 20.000 Beschäftigte mit einer WAZ über 40 Stunden; 
siehe Bundesministerium für Arbeit und Soziales (1995) 171ff. 
15 Während sich somit die vertikale Einkommensstreuung unter den männlichen Beschäftigten in Ös-
terreich zwischen 1980 und 1994 nur leicht erhöhte – das Verhältnis D1:D5 sank von 61,5 auf 60,0%, 
und das Verhältnis D8:D5 stieg von 139,2 auf 143,6% -, erfolgte in Großbritannien im selben Zeitraum 
eine wesentlich stärkere Zunahme der Streuung. Jenkins (2000) 141ff zeigt, dass bei den 
wöchentlichen Arbeitsverdiensten männlicher Beschäftigter Ende der siebziger Jahre eine ausgepräg-
te Entnivellierungstendenz einsetzte, die bis in die frühen neunziger Jahre währte und sich dann ab-
schwächte. Dabei nahm die untere Einkommensstreuung deutlich zu, die obere aber noch weit stär-
ker: Das erste Dezileinkommen fiel von 66% des Medianeinkommens im Jahre 1980 auf 57% 1994 
zurück, während sich das neunte Dezileinkommen relativ zum mittleren Einkommen von 161% auf 
186% erhöhte. Für die Wochenlöhne der weiblichen Beschäftigten stellte Jenkins eine ähnliche Ten-
denz fest.  
 23
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.