Full text: Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU und Österreich (2)

Fallstudien Schweden Tabelle 3-2: Ergebnisse des Personal Surveys bei Green Cargo (2002) Arbeitsumfeld 57,7 Vereinbarkeit Beruf und Privatleben 62,8 Löhne und Zulagen 50,4 Arbeitssituation 64,0 Karrieremöglichkeiten 62,4 Qualifikationsentwicklung 60,8 Teamgeist 70,9 Leadership 61,2 Kundenorientierung 63,8 Personal Index gesamt 60,8 Quelle: Green Cargo 2002, die Skala reicht von 0-100. Daten zur Entwicklung der Beschäftigung bei neuen Anbietern konnten in die vorliegende Studie nicht eingearbeitet werden. Es scheint jedoch üblich zu sein, dass die Unternehmen, die bei Ausschreibungen den Zuschlag erhalten, das Personal des ehemaligen Staatsbetriebes übernehmen. Gerichtsurteile haben jedoch ergeben, dass sie dazu nicht verpflichtet sind (Palm 2001a). Palm (2001a) verweist aber auch auf Storstockholms Lokaltrafik, dass die Gewinner von Ausschreibungen verpflichtet, das Personal zu übernehmen, außer es bestehe kein Bedarf. Es kommt anscheinend auch vor, dass Beschäftigte, die von Anbietern, die eine Ausschreibung gewonnen haben und übernommen werden, diese Unternehmen verlas- sen, da die Arbeitsbedingungen unattraktiv sind. Als etwa Citypendeln die Stockholmer S-Bahn übernimmt, führt dies laut Palm (2001a) zu Konflikten mit der Gewerkschaft bezüglich der Übernahme kollektivvertraglicher Regelungen und Fragen des Personalstandes. Von 630 ehemaligen SJ-Lokführern wollten 140 nicht zu Citypendeln, was dazu führte, dass nur ein beschränkter Betrieb aufgenommen werden konnte. Citypendeln führte die vorübergehende Angebotsverknappung auch auf mangelnde Ausbildung von Lokführern durch SJ AB zurück. Um die von der Regieinstitution vorgeschriebene Angebotsqualität und Dichte zu erreichen, schließt Citypendeln schließlich mit 70 Lokführern eine Übereinkunft. Diese beinhaltet die Bereitschaft zum Urlaubsaufschub und zu Überstunden. SEKO warnt diesbezüglich vor massiven Gesundheitsgefährdungen der Fahrer und der Passagiere und betont, dass diese Regelungen ungesetzlich sind, da sie kollektivvertraglich nicht geregelt sind (Palm 2001a). Die für die Aufrechterhaltung des Schienennetzes verantwortliche Banverket beschäf- tigte 2002 6.399 MitarbeiterInnen mit einem Frauenanteil von 15,8% (Banverket 2002). Seit 1997 wurde die Zahl der Beschäftigten bei Banverket um etwa 1000 Personen 169

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