Full text: Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU und Österreich (2)

Fallstudien Schweden 
So zeigt sich, dass mehr als 50% der Beschäftigten im öffentlichen Verkehr in Schwe-
den auf Veränderungen der Arbeitszeiten (Zunahme irregulärer Schichten, unterbro-
chene Schichten) und der Pausenregelungen verweisen (sieheTabelle 4-1). Mehr als 
75% der Beschäftigten geben eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen seit dem 
Beginn der Liberalisierung. Dies gilt v.a. für die steigende Arbeitsbelastung, auf die 
85% der Befragten verwiesen, aber auch für die Verschlechterung der Qualität des 
Equipment seit Beginn der Liberalisierung an. Mehr als 76% der befragten Beschäftig-
ten im öffentlichen Verkehr in Schweden geben daher an, dass sie seit der Liberalisie-
rung mit den Arbeitsbedingungen weniger zufrieden sind als zuvor. Mehr als 63% der 
Beschäftigten erwähnen auch eine Verschlechterung der Kommunikationsflüsse im 
Unternehmen. 
Sehr hohe Werte ergaben auch die Fragen zur Beschäftigungssicherheit. So nahmen 
mehr als 57% der Beschäftigten eine Reduktion des Personalstandes sowie damit 
einhergehend der Beschäftigungssicherheit wahr. 66,2% wiederum verweisen auf die 
Zunahme atypischer Beschäftigungsformen wie Leih- und Zeitarbeit. Angesichts dieser 
Werte ist es nicht verwunderlich, dass mehr als 67% der Beschäftigten mit der allge-
meinen Arbeitssituation in den Unternehmen im Vergleich zur Situation vor der 
Liberalisierung unzufrieden sind (siehe Tabelle 4-1). 
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