Full text: Liberalisierung öffentlicher Dienstleistungen in der EU und Österreich (2)

Einleitung studien in den Sektoren Wasser, öffentlicher Personennahverkehr, Bahn, Postdienste, Energie. 1. Auswirkungen auf das Beschäftigungsvolumen: Welche Auswirkungen haben Libe- ralisierungen auf die Anzahl der Arbeitsplätze in den zu untersuchenden Sektoren? 2. Entwicklung der Lohn- und Arbeitskosten: Welche Entwicklung der Löhne und Ge- hälter kann festgestellt werden? 3. Begleitende arbeits- und sozialrechtliche Maßnahmen: Welche Veränderungen wer- den im Gefolge von Liberalisierungen umgesetzt, um innerbetriebliche Arbeits- und Beschäftigungsverhältnisse zu verändern? Neben Veränderungen der Arbeitszeitre- gelungen, Versetzungsbestimmungen und dergleichen ist hier nach dem vermehrten Einsatz sogenannter atypischer Beschäftigungsverhältnisse (Leiharbeit, Teilzeitarbeit, befristete Beschäftigung etc.) zu fragen. Schon in der Vorbereitung auf Liberalisierungsmaßnahmen, wie auch in ihrer späteren Umsetzung, tut sich ein wesentliches Feld der Reorganisation der (betrieblichen) Arbeitsbeziehungen auf, können gleichzeitig aber auch die unterschiedlichen institutionellen Pfade der Liberalisierungsstrategien in verschiedenen Staaten erkennbar werden. 4. Arbeitsbedingungen: Wie verändern sich die unmittelbaren Arbeitsbedingungen, die Managementstrategien und das Betriebsklima im Prozess der Liberalisierung? 5. Industrielle Beziehungen: Welche Veränderungen erfahren die Interessenvertretung und die Verhandlungsformen zwischen ArbeitnehmerInnen und Arbeitgebern? Inso- fern Gewerkschaften und andere Formen der Interessenvertretung der Arbeitnehme- rInnen im Prozess der Liberalisierung nicht zurückgedrängt werden, können sie eine zentrale Rolle in der Reorganisation der Unternehmen spielen. Die Veränderung der ökonomischen und rechtlichen Rahmenbedingungen wirft auch die Frage auf, ob die Grundlagen und die Organisation der Interessenvertretung umgestellt werden müssen und was das für deren Handlungsfähigkeit bedeutet. Öffentliche Dienstleistungen in Österreich In der ersten Phase der Analyse suchten wir allgemeine Daten zu den ausgewählten vierstelligen NACE-Codes. Dabei stellte sich in Gesprächen mit ExpertInnen der Ar- beiterkammer, von Statistik Austria und vom Hauptverband der Österreichischen So- zialversicherungsträger heraus, dass die Datenlage insgesamt sehr dürftig ist, und dass vieles von dem, was an Daten erforderlich wäre, für die ausgewählten Wirtschafts- bereiche nicht existiert. Letztendlich stützen wir uns in der Darstellung der allgemeinen Beschäftigungsentwicklung auf die Daten des Hauptverbandes der Österreichischen Sozialversicherungsträger und Daten aus der Leistungs- und Strukturerhebung von Statistik Austria. In der zweiten Phase sammelten wir unternehmensspezifische Daten und Informationen aus Geschäftsberichten und anderen Veröffentlichungen. Teilweise nahmen wir auch Kontakt mit den Öffentlichkeits- und Personalabteilungen in den einzelnen Unterneh- men auf, um an Daten zu kommen. Gleichzeitig verwendeten wir die Veröffentlichun- 19

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