www.wirtschaftundumwelt.atSEITE 34 WIRTSCHAFT & UMWELT 1/2008 WISSENSCHAFT EG: UNBEHAGLICHE UMWELTDISKUSSION In der Ausgabe 1/93 der „Wirtschaft und Umwelt“ ist die Diskussion über den möglichen EG-Beitritt das Schwerpunktthema. „Das Unbehagen ist meist groß, ist in der EG Diskussion die Rede von der Umwelt. Das beliebte Argumentationsmus- ter ist dabei: 1. Die EG ist auf ein umwelt- zerstörerisches Wirtschafts- wachstum ausgerichtet, das war immer so und wird immer so sein. 2. Eine Umweltpolitik der EG gibt es nicht, wenn ja, ist sie katastrophal. Sie orientiert sich immer am schlechtesten Mitgliedsland. 3. Österreich ist anders. Hilfreich ist dies für eine Ent- scheidung, ob Österreich EG- Mitgliedwerden soll, nicht ge- rade. Denn die eigentlichen Fragen sind damit nicht ge- stellt, geschweige denn beant- wortet. Etwa,wiewird sich die Umweltsituation und -politik der EG entwickeln, wenn Österreich Mitglied wird oder Nichtmitglied bleibt? Was passiert mit der österreichi- schen Umwelt und Umwelt- politik, wenn wir Mitglied werden oder Nichtmitglied bleiben? Vorbemerkung: Österreich ist nicht Europameister in der Umweltpolitik. Auch wenn wir uns gerne so darstellen. Aber das gehört zur öster- reichischen Folklore. Sicher- lich gehören wir in einigen Bereichen zum europäischen Spitzenfeld. In anderen ist ein Nachholbedarf gegeben. Und: in der wirtschaftspoliti- schenAusrichtung unterschei- det sich Österreich nicht von anderen entwickelten Indus- triestaaten, also auch nicht von der EG. An der ,nachhaltigen Entwicklung‘ als Staatsziel ist noch gehörig zu arbeiten. [...]“ tr FEINSTAUB AM ABEITSPLATZ  Feinstaub ist als Umweltproblem anerkannt. Dochwelchen besonderen Gefah- ren sind ArbeitnehmerInnen durch Feinstaub am Arbeitsplatz ausgesetzt? Von Bedeutung sind hier besonders ultrafeine Emissionen ausmit Diesel betriebenen Motoren, vor allem imOff-Road-Bereich, wie etwa Baumaschinen, Traktoren usw. Welche Erkenntnisse und Maßnahmen zur Behebung gibt es? Im Mittelpunkt des Tagungsbandes stehen Bauarbeiter, die erhöhten Gefah- ren ausgesetzt sind. Besonderes Augen- merk wird auf die Partikelfilter- Nachrüs?tung gelegt. Die Beiträge der ExpertInnenen unterstreichen die Not- wendigkeit von Maßnahmen in diesem Sektor, da dadurch sowohl die Belastung derUmwelt als auch fürArbeitnehmerIn- nen am Arbeitsplatz beeinflusst werden kann. Die Emissionen ultrafeiner Partikel und ihre Folgen für ArbeitnehmerInnen werdenmeistunterschäzt.Meistwirdnur um die Diesel-PKW diskutiert, die Diesel- Nutzfahrzeuge im Straßenverkehr und im Offroad-Bereich fallen unter den Tisch, obwohl deren Anteil an den Emis- sionen ein Mehrfaches der PKW aus- macht. LautHansMathys vonderSchweizeri- sche Gesellschaft der Lufthygiene-Fach- leute „Cercl Air“ (www.cerclair.ch) wird in der Schweiz der Feinstaub zu 37 Prozent von der Land- und Forstwirtschaft, zu 29 Prozent vom Verkehr, zu 27 Prozent von der Industrie und zu sieben Prozent von den Haushalten verursacht. Diesel- russ?quellen: je 35 Prozent Land- und Forstwirtschaft und Verkehr, 21 Prozent Baumaschinen, fünf Prozent Industrie, drei Prozent der Rest. Staub ist ein Gemisch aus festen Stoffen (Partikel) und Luft. Feinstaub wird in Anlehnung an die angelsächsi- sche Terminologie auch als PM10 be- zeichnet. PM ist eineAbkürzung fürPar- ticulate Matter, das heißt partikelförmi- Vor 15 Jahren in der Wirtschaft und Umwelt 15 Eisenbahnliberalisierung: Sicherheit am Abstellgleis?Anforderungen für einen fairenWettbewerb auf Öster- reichs Schienen, 2003 16 EU-Erweiterung und Alpentransit, Tagungsband, 2003 17 Strafrechtliche Haftung des Arbeit- gebers bei LKW-Unfällen mit Perso- nenschaden,Rechtsgutachten, 2003 18 Tourismus in Österreich: Zukunfts- branche oder Einstieg in dieAr- beitslosigkeit? 2003 19 Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gastgewerbe.Eine Branche im Wandel? 2004 20 Werbung für Bus, Bahn und Bim – Soft Policies für eine Verän- derung der Verkehrsmittelwahl zu- gunsten des umweltfreundlichen öffentlichen Personennahver- kehrs, 2004 21 Speiseplan und Transportaufkommen. Was haben unsere Ernährungsge- wohnheiten mit dem LKW-Verkehr zu tun? 2004 22 Die unterschlagene Arbeitszeit – Pflichten von LKW- und Buslen- kern vor Fahrtantritt, 2004 23 Arbeitsbedingungen im Straßengü- tertransport, 2004 24 Ostverkehr nach der EU-Erweiterung, 2005 25 Überfordert durch den Arbeitsweg? Was Stress und Ärger amWeg zur Arbeit bewirken können, 2005 26 Arbeiten im Tourismus:Chance oder Falle für Frauen? 2006 27 Personennahverkehr zwischen Libe- ralisierung und Daseinsvorsorge – 2. Ergänzungsband zur Materialien- sammlung, 2006 28 Weichenstellung für Europas Bahnen –Wem nützt derWettbewerb? Tagungsband, 2006 29 LKW-Roadpricing abseits der Auto- bahn –Machbarkeit undAuswir- kungen einer LKW-Maut am unter- rangigen Straßennetz. Tagungsband, 2006 30 LKW-Roadpricing – Trends undAus- baumöglichkeiten, 2006 31 Legal – Illegal – Egal? – Probleme und Kontrollen im Straßengüterver- kehr und auf der Donau, Tagungsband, 2007 32 Aktuelle Verkehrsentwicklung im grenzüberschreitenden Güterverkehr AnalyseVerkehrsmarkt 2005, 2007 Außerdem: Endstation Trennung, Ein Memorandum derAK und der GdE zur Trennungsdiskussion bei den ÖBB, 2001 VERKEHR UND INFRASTRUKTUR wirtschaft.umwelt@akwien.at F O T O : S C H U H (1 ) Alle Studien können per E-Mail bestellt oder unter www.wirtschaftundumwelt.at heruntergeladen werden.

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