NACHHALTIGE FISCHEREI
 Knapp 1.200 Erzeugnisse weltweit tragen das Zei-
chen des Marine Stewardship Council (MSC). Da die
Fische in den Weltmeeren immer knapper werden,
hat der World Wildlife Fund (www.wwf.de) zusammen
mit Unilever 1997 den MSC ins Leben gerufen. Diese
unabhängige Organisation hat Standards für die Be-
wertung von umweltverträglicher Fischerei erarbei-
tet. Ähnlich wie das Umweltlabel FSC (Forest Ste-
wardship Council) die Wälder schützt, soll das MSC-
Siegel die Zukunft der Fischbestände langfristig si-
chern. Dies geschieht durch eine verantwortungs-
volle Fischerei, die unter anderem die Fischbestände
und die Meeresumwelt schont. Die MSC-Zertifizie-
rung ist freiwillig. Es gibt in Österreich eine Reihe von
Produkten, die mit diesem Siegel gekennzeichnet
sind, beispielsweise Tiefkühlfischgerichte derMarken
Iglo, Almare und Ozean. Iglo ist Vorreiter und deckt
70% seines Fischsortiments mit Rohware aus MSC-
zertifiziertem Fischfang ab. HO
www.wirtschaftundumwelt.at
Richtlinie, die ausgeweitet
werden soll. Weiters soll die öf-
fentliche Beschaffung in den
Mitgliedstaaten ökologisiert
werden. Aus der Sicht des
Europäischen Umweltbüros
(www.eeb.org) fehlen neue
Ideen. Bekanntes werde nur neu
präsentiert. Der Europäische
Ve r b r a u c h e r v e r b a n d
(www.beuc.org) spricht über-
haupt von einem Nicht-Aktions-
plan. Beide bemängeln, dass die
Kommission Nachhaltigkeit mit
Umweltschutz bzw. Energieeffi-
zienz gleichsetzt. Die Umwelt-
undVerbraucherverbände zeigen
sich enttäuscht. HO
G LO BA L COMPAC T
AUSSCHLUSS
MÖGLICH
630 Unternehmen sind aus dem
Global Compact ausgeschlossen
worden, darunter zwei öster-
reichische Firmen.
 DerAusschluss erfolgte, weil
die Firmen ihren Berichtspflich-
ten nachhaltig nicht nachgekom-
men sind.Die beiden österreichi-
schen Unternehmen sind Energy
Environment Consulting GmbH
und dieVATechnologieAG.Der
Global Compact ist die im Jahr
2000 von derUNO insLeben ge-
rufene Initiative für gesellschaft-
liches Engagement von Unter-
nehmen. Immer wieder haben
Sozial- und Umwelt-NGOs die
Glaubwürdigkeit des Program-
mes in Frage gestellt. Die Mög-
lichkeit des Ausschlusses soll
nun dem Global Compact mehr
Glaubwürdigkeit verleihen.Nor-
malerweise berichten Unterneh-
men zwei Jahre nach ihrem Bei-
tritt und dann jährlich über die
Umsetzung der zehn Prinzipien.
die Beachtung derOECD-Leitlini-
en für multinationale Unterneh-
men.
 Damit setzt die OeKB
den parlamentarischen Ent-
schließungsantrag 158/UEA
XXIII. GP vom Juli 2007 um.
Die Kontrollbank ist der zentrale
Exportförderungsdienstleister in
Österreich. Die OECD-Leitsätze
für multinationale Unternehmen
sind Empfehlungen der Regie-
rungen für ein verantwortungs-
volles und dem geltenden Recht
entsprechendes unternehmeri-
sches Verhalten bei Auslandsak-
tivitäten. Sie umfassen dieBerei-
NACHRICHTEN
SEITE 4 WIRTSCHAFT & UMWELT 3/2008
F
O
T
O
S
:
S
C
H
U
H
(3
)
Wer zwei solche Termine ver-
säumt, wird auf eine Liste von
„inaktiven Mitgliedern“ gesetzt.
Ende 2007 hat ein Multi-Stake-
holder-Beirat auch die Möglich-
keit des Ausschlusses empfoh-
len. Dies erfolgt dort, wo Unter-
nehmenmehr als ein Jahr als „in-
aktiv“ gemeldet sind. HO
O EC D - L E I T L I N I E N
SOZIALE
VERANTWORTUNG
Seit kurzem verlangt die Öster-
reichische Kontrollbank (OeKB)
Rad Austria
In Österreich ist bei den Bundeslän-
dern Vorarlberg das Vorbild, bei den
Städten hat Salzburg die Nase vor-
ne. www.vcoe.at
RadWien
500.000Wiener Haushalte sindmit
einemFahrrad ausgerüstet. Im
Schnitt fährt jede Person inWien
rund 130Kilometer pro Jahr imAll-
tagmit demRad. www.vcoe.at
NACHHA LT I G E R KON SUM
EU-AKTIONSPLAN
ENTTÄUSCHEND
Die EU-Kommisison hat den
mehrfach verschobenen Akti-
onsplan für nachhaltigeKonsum-
und Produktionsmuster (KOM
(2008) 397) vorgelegt.
 Unsere gegenwärtigen Ver-
brauchs- und Produktionsmuster
haben starke Auswirkungen auf
dieUmwelt, zu denen u. a.Treib-
hausgasemissionen, Verschmut-
zung und die Erschöpfung natür-
licher Ressourcen gehören. Mit
einer Reihe von Maßnahmen
will die Kommission die Um-
weltverträglichkeit von Produk-
ten verbessern und die Akzep-
tanz nachhaltiger Produkte und
Produktionstechnologien för-
dern. Zudem will sie auch unter-
suchen, wie Nachhaltigkeit in
Produktion und Verbrauch auf
internationaler Ebene gefördert
werden können. Vorschläge be-
treffen etwa die Ökodesign-
        

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