www.arbeiterkammer.at WIRTSCHAFT & UMWELT 2/2010 SEITE 3
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EDITORIAL
EINEM EHEMALIGEN BÜRGER-
MEISTER von Wien haben kritische
Zeitgenossen nachgesagt, er sei so
gern in den Medien, dass er sich sogar
bei der Eröffnung eines Hydranten ab-
bilden lässt. Das ist lange her und es
hat sich schon einiges geändert. Heut-
zutage kann man sogar PolitikerInnen
beobachten, die sich bei der Eröffnung
einer Steckdose ablichten lassen.
Der Grund fürs Foto ist, dass es nicht
einfach eine Steckdose ist. Nein, es ist
eine Tankstelle, eine für Elektroautos.
Wenn dieser Trend anhält, gibt’s bun-
desweit baldmehr öffentliche Elektro-
tankstellen als Elektroautos (185).
Elektromobilität, vor allem die mit Au-
tos ist „in“. Das erinnert an die erste
Euphorie beim Rapsdiesel und Alko-
sprit. Auch Arnie hatte seinen Hum-
mermit Biodiesel betrieben und dabei
ein super Ökofeeling. Was im Kleinen
noch folgenlos bleibt, hat im Normal-
betrieb gravierende Nebenwirkungen:
mehr Intensivlandwirtschaft, Grund-
wasserverseuchung undHunger in der
Dritten Welt durch „Essen tanken“.
Vielleicht steht da der Wunsch dahin-
ter, alles beim Alten zu lassen, nur ein
„bissi“ mehr Öko zu sein. Auch bei
der Alternative „Elektroautos“ stellte
sich die Frage nach unerwünschten
Nebenwirkungen – Strombedarf, Bat-
terieentsorgung, Unfallfolgen, Platz-
bedarf ...
Es führt kein Weg daran vorbei, das
ganze System Auto aus ökologischer
Sicht in Frage zu stellen: Und da gibt’s
für das Verkehrsbedürfnis nur eine Al-
ternative: den öffentlichen Verkehr –
schon sind wir wieder bei der Elektro-
mobilität. Nur diesmal mit ausgereif-
ter Technik und ohne Reichweitenpro-
blem: Straßenbahn und E-Lok! Warum
in die Ferne surren, das Gute liegt ja so
nah. ThomasRitt
VONHYDRANTEN
UND STECKDOSEN
INHALTSVERZEICHNIS
IMPRESSUM
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Redaktion Mag. Thomas Ritt (Leitung, DW 2629),
Dr. Wilfried Leisch (Redakteur)
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Grafisches Konzept Jakob Fielhauer, www.feelhower.com
Layout & Infografik Michael Haderer, www.design-apotheke.com
Coverillustration Michael Haderer
Druck UEBERREUTER Print und Digimedia,
2100 Korneuburg
Die in Wirtschaft & Umwelt veröffentlichten Artikel geben nicht notwendigerweise die
Meinung der Bundesarbeitskammer wieder. ISSN 1028-4664
www.wirtschaftundumwelt.at
BETRIEB
ÖKOMONEY
 Energie wird immer teurer. Enegieeffi-
zienz ist heute ein Wettbewerbsfaktor.
Stromsparen alleine reicht nicht aus, um
die Kriterien der Ökoeffizienz oder gar
der Nachhalitgkeit zu erreichen. Bera-
tung hilft. Ökomoney gibt’s aber nur bei
entsprechenden Maßnahmen. Ein Blick
auf die Öko-Förderlandschaft. Seite 26
LEBEN
ANGESCHMIERT?
 Die Sonne scheint wieder in voller
Pracht. Doch aufgepasst: wer sich nicht
rechtzeitig einschmiert, kann am
Ende des Tages ganz schön „ange-
schmiert“ dastehen. Wie hoch ist die UV-
Belastung, welchen Schutzfaktor sollte
man anwenden? Informationen undwich-
tige Tipps. Seite30
 Heute kommt der „Strom aus der
Steckdose“ ganz in Mode in Zusammen-
hang mit der Elektromobilität. Dabei ist
die Debatte, wie sie geführt wird, schon
ein Fingerzeig. E-Mobilität wird mit Elek-
tromobil vulgo Elektroauto gleichgesetzt.
Doch E-Mobilität ist mehr und es gibt sie
schon längst: Bahn und Bim.
Elektromobilität . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Strommobile . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 18
Renaissance der „Elektrischen“ . . . . . . 21
Interview über die E-Mobilität in der Stadt
mit Stadtrat DI Rudolf Schicker . . . . . . 24
SCHWERPUNKT: E-MOBILITÄT
UZ-Platz-
halter
        

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