Full text: Chemie global (3)

www.ak-umwelt.atSeite 2  Wirtschaft & UmWelt  3/2011
BAUeRNSCHLAU. EU-
Ökofördergelder bessern 
Agrariern – auch „armen“ 
Großbauern – das karge 
Auskommen auf. Aber nicht 
nur, dass die für die Umwelt 
gewidmeten 2,5 Milliarden 
laut EU „nicht zu spürbaren 
Umweltentlastungen 
führen“, zahlen die meisten 
Bauern in Österreich Dank 
Steuerprivilegien auch 
kaum Einkommensteuer. 
Nette Umwelt, die so was 
möglich macht. Wer so sein 
Einkommen hat, kommt  
gut aus. Und  Auskommen-
steuer? Gibt’s keine. Eben. 
Schlau! 
BAUeRNBUND-Präsident 
Grillisch lud Thilo Sarrazin 
nach Graz zum Vortrag. 
Sarrazins Thesen sind ja 
bekannt: Er wendet sich 
gegen Minderheiten, die 
kaum Steuern zahlen, dafür 
aber viel Geld vom Staat 
bekommen, viele Kinder 
haben und bei denen 
Frauen oft Kopftuch tragen 
–  so weit so schlimm. Frag-
lich ist nur, warum Grillitsch 
die eigenen Mitglieder so 
angreifen lässt.
tHiLO Sarrazin betonte in 
Graz auch, dass nur Men-
schen zuwandern dürfen, 
die besser gebildet seien als 
die heimische Bevölkerung 
–  fragt sich nur, wo Einla-
der Bauern-Grillitsch die 
Zehntausenden Erntehilf-
Nobelpreisträger hernimmt.  
Und wir fragen uns, wer hier 
der Thilo ist!
BAUeRN-SCHWeiN-
DeRL leben am Land, 
meist schnell hoch 
gezüchtet im Kastenstand. 
Den einen ist’s Wurst, den 
Schweinderln wohl kaum. 
Ferkelschutzkörbe sind 
den Bauernvertretern ein 
Greuel, Grillitsch behüt’! 
– und der Versorgungsnot-
stand wird an die Wand 
gemalt. Nachhaltigkeit 
sieht anders aus, ökosozi-
ale Marktwirtschaft auch.
SeLBStReDeND muss 
jeder Fahrzeugführer 
seinen Führerschein bei 
sich haben. Für Traktoren 
und „selbstfahrende“ 
Arbeitsmaschinen galt das 
im Umkreis von 10 km des 
Betriebes bis Juli 2011 
nicht, seit August schon. 
Anlass für Bauernbündler, 
sich über die AK, die 
das verlangt hat, gehörig 
aufzuregen. Ist ja eigent-
lich verständlich: wenn 
Fahrzeuge „selbstfahrend“ 
sind, wos brauch i dann an 
Schein mit …
AGROSPRit GeHt 
iN Die LUFt. Dass 
Agrosprit eine negative 
Klimabilanz hat, ist längst 
bekannt. Mit ihm wurde 
schon der Straßenver-
kehr werbeträchtig grün 
gerechnet, jetzt soll „Agro-
Kerosin“ bei der Lufthansa 
für luftige Grün-PR sorgen. 
Zudem wirken sich die 
Emissionen eines Flug-
zeuges in 9.000 bis 13.000 
Meter Flughöhe zwei- bis 
fünfmal stärker aus als 
am Boden. Der Wahnsinn 
bekommt also Flügel!
dAs wUm-ometer
umweltpolitik 
rAsende lkw
Eine neue Studie des Kura-
torium für Verkehrssicherheit 
(KfV) im Auftrag der Arbei-
terkammer Wien hat ans Ta-
geslicht gebracht, was viele 
schon vermutet haben: neun 
von zehn LKW sind auf Öster-
reichs Autobahnen schneller 
unterwegs als die Polizei er-
laubt.                 Seite 10
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AtmOSPHäRe
„Unternehmerische 
Verantwortung ist heute 
mehr denn je gefragt. 
Soziale Aspekte spielen 
dabei eine ebenso wich-
tige Rolle wie ökologi-
sche und ökonomische. 
Der ÖkoBusinessPlan 
Wien und seine Betriebe 
gehen dabei mit gu-
tem Beispiel voran und 
sichern so auch mittel- 
und langfristig Arbeits-
plätze.“  Herbert Tumpel
        

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