Full text: Voll Verkehrt (4)

www.ak-umwelt.at
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt  4/2011   Seite 3
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eDitORiAL
er Verkehrs-
sektor ist 
wichtig – auch 
für die Erreichung vieler 
Umweltziele. Klima-
schutz ohne deutliche 
Erfolge beim Verkehr ist 
zu vergessen. Doch der 
Verkehr ist da anders 
– irgend etwas läuft 
verkehrt.
Alle sind natürlich 
für den öffentlichen 
Verkehr. Länder und 
Gemeinden müssen 
aber sparen, und eine 
Nebenbahn nach der 
anderen wird stillgelegt.
Alle wollen, dass der 
Güterverkehr auf 
die Schiene kommt. 
Gleichzeitig wird – zum 
Teil mit Erfolg und den 
absurdesten Argu-
menten – versucht, 
den Gigaliner, einen 25 
Meter langen LKW, in 
Europa auf die Straße 
zu bringen. Freie Fahrt 
für freie Güter.
91 Prozent der LKW 
fahren mitunter deutlich 
schneller als erlaubt - 
kontrolliert wird selten. 
Da fällt ja auch gar 
nicht mehr negativ auf, 
wenn Fachzeitschriften 
des Frächtergewerbes 
raten, aus Energiespar-
gründen die Geschwin-
digkeit auf maximal 
85 km/h zu drosseln. 
Eh Wurst, dass das 
Tempolimit auf der Au-
tobahn bei 80 (Tag) bzw. 
60 km/h (Nacht) liegt.
Dafür wird gern auf die 
Bahn eingeschlagen. 
Die Bahn zu prügeln, 
ist bei manchen Po-
pulisten in. Gerne wird 
vergessen, dass trotz 
aller berechtigter Kritik 
Österreich ein sehr 
gutes Bahnangebot hat, 
das auch noch um 30 
Prozent günstiger ist als 
bei unseren Nachbarn. 
Das irritiert aber nur 
Kleingeister – echte 
Rechte wollen mehr 
Markt und keine bösen 
Staatsunternehmen. Er-
fahrungen sind da auch 
egal: In Großbritannien 
und Neuseeland ende-
ten die Privatisierungen 
in einem verkehrspoliti-
schen und finanziellen 
Desaster.
Aber der Wettbewerb 
ist ja so segensreich für 
die KonsumentInnen. 
Das merkt man auch bei 
uns schon: noch bevor 
der erste Privatzug 
der „Westbahn“ fährt, 
fordert die Privatgesell-
schaft, dass die ÖBB 
ihre Preise drastisch 
erhöhen. Mehr Wettbe-
werb für höhere Preise? 
Irgendwie auch voll 
verkehr(t).
    Thomas Ritt
VoLL 
VerkeHrt
iNHALtSVeRzeiCHNiS
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betrieb 
repaNet
RepaNet ist kein Verbot für 
Rapper, sondern die Abkür-
zung für ReparaturNetzwerk, 
in dem sich auch Fahrrad-
werkstätten organisiert haben. 
Reparieren schont Rohstoffe, 
Umwelt und Geldbörsl. Re-
paratur macht das umwelt-
freundliche Rad doppelt Klima 
schonend.                   Seite 26
leben
VorkeHreN
Wenn die Tage immer kürzer 
werden, dann naht die Winter-
zeit in Riesenschritten – umso 
mehr will der Frühling vorbe-
reitet sein. Etliche Vorkeh-
rungen können bzw. müssen 
schon jetzt getroffen werden, 
soll der Balkon oder Garten im 
Frühjahr wieder neu erstrah-
len.                Seite 30
Verkehrt der Verkehr immer 
verkehrter? PendlerInnen 
warten auf den Zug, Auto-
fahrerInnen stehen im Stau, 
aber von Verlagerung auf die 
Schiene ist wenig zu bemer-
ken. Eher, dass Monster-LKW 
das Chaos noch perfekter 
machen sollen. Gibt es nur 
verkehrte Konzepte? Seite 13
SCHwerpunkt VerkeHr
UZ-Platz-
halter
D
Wirtschaft & Umwelt ist umgezogen!
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