Full text: Voll Verkehrt (4)

Brisant ist auch, dass der Hes-
sische Verwaltungsgerichtshof 
ein Nachtflugverbot über den 
Frankfurter Flughafen verhängt 
hat. Hier wird das Bundesver-
waltungsgericht abschließend 
entscheiden. HO
MOBILFUNK
STREIT ÜBER
KREBSRISIKO
Der Streit über ein mögli-
cherweise erhöhtes Krebs-
risiko für Handy-Nutzer 
geht weiter.
Eine französische NGO und 
ExpertInnen haben eine dä-
nische Studie in Frage gestellt, 
der zufolge Handy-Nutze-
rInnen aufatmen können. Die 
Studie enthalte „schwere Feh-
ler“, erklärte die Organisation 
„Robin des Toits“, die sich 
für eine sichere Nutzung von 
drahtlosen Telefonen einsetzt. 
Die dänischen ForscherInnen 
FLUGLÄRM
HÖCHSTWERTE
SENKEN
Die EU-Kommission 
möchte den Höchstwert 
für Fluglärm senken und 
damit Flughafen-Anrainern 
Linderung verschaffen. 
EU-Verkehrskommissar Siim 
Kallas will den Entwurf Ende 
November vorlegen. Er soll die 
geltende Richtlinie über lärm-
bedingte Betriebsbeschrän-
kungen auf Flughäfen ersetzen. 
Zudem will die Kommission 
die Werte per Verordnung 
erlassen, wodurch sie unmit-
telbar gelten. So sollen die 
Flotten schrittweise umgerüstet 
werden. Auch sollen die Mit-
gliedstaaten bei Nachtflügen 
besondere Vorgaben machen 
können, um den Lärmschutz 
sicherzustellen. Vor allem 
Frachtgesellschaften fliegen 
mit lauteren Maschinen nachts. 
Die Pläne würden die gesamte 
Branche treffen, so Sprecher 
deutscher Fluglinien, die auch 
auf die weicheren Grenzwerte 
der UNO-Luftfahrtbehörde 
ICAO verweisen. Sie sind 
gegen regionale Lösungen – 
wie beim Emissionshandel, der 
ab Jänner in der EU gelten soll. 
F
o
t
o
s
: 
 s
C
H
U
H
 (
3
)
NACHriCHteN
Bald weniger Fluglärm?
Feinstaubbekämpfung lässt auf sich warten
FEINSTAUB
SÄUMIGER MINISTER  
Angesichts einer wetterbedingt ungewöhnlich langen 
Feinstaubepisode mit einer hohen Konzentration fühlt 
sich Landwirtschaftsminister Berlakovich weiterhin 
nicht betroffen. In Medien negiert er jegliche Verant-
wortung zu Feinstaub und spielt den Ball ausschließ-
lich den Ländern zu.
Die AK kritisierte dies. Zum besseren Verständnis: 
Im 2010 novellierten Immissionsschutzgesetz-Luft 
(IG-L) erhielt er zahlreiche Verordnungsermächtigun-
gen. Die mögliche Liste reicht von eher technischen 
Materien (z.B. Winterstreudienstregelung) bis zu 
politisch sensiblen Themen (z.B. KFZ-Kennzeichnung 
zur Durchführung von Fahrverboten). Für die AK 
sind darunter vor allem eine Off-Road-VO (v.a. 
Partikelfilternachrüstung bei Baumaschinen) und 
eine Biogas-Anlagen-VO vorrangig. Bis dato fehlte 
dem Landwirtschaftsminister aber auch für nur eine 
einzige Regelung der Mut. fg
Fachtagung
RE-SOURCE 2011
Im November fand in St. 
Gallen/Schweiz die zweite 
Fachtagung der Umwelt-
ministerien und -ämter 
Deutschlands, Österreichs 
und der Schweiz zum Thema 
nachhaltiges Ressourcenma-
nagement statt.  Inhalt: Wis-
sensaustausch zu Strategien 
und Diskussion über Aktions-
programme für eine bessere 
Bewirtschaftung von Abfällen. 
www.re-source2011.ch/
programm.html  HO 
 www.ak-umwelt.atSeite 4  WirtsCHAFt & UmWelt  4/2011
fanden keinen Zusammenhang 
zwischen der langfristigen 
Nutzung von Mobiltelefonen 
und der Erkrankung an Hirn-
tumor. Sie hatten 350.000 
Handy-NutzerInnen nach ei-
genen Angaben rund 18 Jahre 
beobachtet. Hirntumore zeigen 
sich oft erst nach 30 Jahren, 
schon deswegen sei die Stu-
die nicht aussagekräftig, so 
„Robin des Toits“. Die Weltge-
sundheitsorganisation (WHO) 
soll die dänische Studie bei 
ihrer Bewertung der Risiken 
für Handy-NutzerInnen nicht 
als zuverlässig bewertet haben. 
ExpertInnenen des Internatio-
nalen Krebs-Forschungszen-
trums (IARC) der WHO hatten 
Anfang Juni bei einem Treffen 
in Paris nicht ausgeschlossen, 
dass MobiltelefoniererInnen 
ein erhöhtes Risiko haben. HO
Wirtschaft & Umwelt ist umgezogen!
Sie finden uns im Web nun unter der neuen  
Adresse: www.ak-umwelt.at
        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.