Full text: Voll Verkehrt (4)

NANOMATERIALIEN
VORSORGE
EMPFOHLEN
Der deutsche Sachver-
ständigenrat für Umwelt-
schutz (SRU) hat eine 
Vorsorgestrategie für Na-
nomaterialien empfohlen. 
Der SRU sieht dringenden 
Handlungsbedarf bei der Re-
gulierung von Nanomaterialien 
und fordert mehr Transparenz 
bei Verbraucherprodukten 
ein. Nanomaterialien eröffnen 
vielfältige neue technische 
Möglichkeiten, könnten aber 
auch neue Risiken zur Folge 
haben. Sie werden inzwischen 
in vielen Branchen verwen-
det, immer häufiger auch in 
Verbraucherprodukten wie 
Kosmetika, Textilien und Le-
bensmittelverpackungen. Die 
möglichen Folgewirkungen 
für Mensch und Umwelt sind 
aber bisher unzureichend un-
tersucht. Es besteht die Gefahr, 
dass die Kluft zwischen Tech-
nikentwicklung und Risikowis-
sen stetig zunimmt. Im Sonder-
gutachten „Vorsorgestrategien 
für Nanomaterialien“ gibt der 
SRU Empfehlungen für einen 
verantwortungsvollen, vor-
sorgeorientierten Umgang mit 
dieser Technologie. Ziel ist es, 
Innovationen zu ermöglichen, 
aber auch Risiken frühzeitig 
zu erkennen und zu mindern. 
www.umweltrat.de  HO
MIKRO-ÖV
AUSSCHREIBUNG
DES KLIMAFONDS
Hauptzielgruppen sind 
öffentliche Bedarfsträger 
und kommunale Einrich-
tungen wie Länder und 
Gemeinden.
Ende Oktober hat der Klima-
fonds eine Ausschreibung für 
die Implementierung neuer 
*Mag. Werner Hochreiter 
ist Jurist und Mitarbeiter der 
Abteilung Umwelt & Verkehr in 
der AK Wien. 
NAchrichteN
Echt ausgerastet ist Niki 
Lauda zu den Themen 
Nachtflugverbot und 
dritte Piste: Er ist ein 
Mann, der nichts zu ver-
schenken hat. Man möge 
ihm verzeihen und der 
nervösen Branche, die 
aus ihm spricht ... 
Was besagte Fluglärm-
verordnung betrifft, so 
wundert mich, wie wenig 
Interesse das Verkehrsmi-
nisterium an einer sach-
lichen Aufbereitung der 
Entscheidungsgrundlagen 
zeigt. Mehrfach haben wir 
als AK um eine Offenle-
gung der Auswirkungen 
der unterschiedlichen 
Grenzwertvorschläge 
ersucht. Strengere 
Grenzwerte kosten ja 
mehr Lärmschutzfenster, 
weniger strenge weniger. 
Sicher haben die Flughä-
fen solche Berechnungen 
… Doch dem Ministerium 
erschien es bis jetzt nicht 
opportun, das aufzuklä-
ren. Vielleicht würde sich 
auch herausstellen, dass 
um „Peanuts“ gestritten 
wird, sodass man sich 
fragt, wozu Betreiber und 
Ministerium so kleinlich 
mit den AnrainerInnen 
sind. 
Doch zu allem Überdruss 
wird nun geraunt, dass 
die gesetzliche Grund-
lage für die Fluglärmver-
ordnung demnächst per 
koalitionärem Initiativan-
trag – und diskret, so wie 
sie seinerzeit geschaffen 
worden ist – wieder ge-
kippt werden soll, damit 
das Ministerium wieder 
alleine und frei im Einzel-
fall entscheiden kann.  
Ob das den Flughäfen 
Wien und Salzburg 
nützt? Eher im Gegenteil: 
Denn die Akzeptanz 
bei den AnrainerInnen, 
um die man sich dort 
bemüht, kann man durch 
solch eine Trickserei 
schnell verspielen. Wann 
lernt das Ministerium 
endlich aus der Flug-
hafenmediation! Deren 
Ergebnisse – und alle, 
die dran gearbeitet 
haben – verdienen Wert-
schätzung! Am besten, 
indem man eine Verord-
nung mit herzeigbaren 
Grenzwerten und Ent-
schädigungsregelungen 
erlässt und die Flughäfen 
zu einem laufenden  
Lärmminderungs-Ma-
nagement verpflichtet. 
Der erste Schritt dazu? 
Gesprächsbereit sein!
KOMMENTAR VON WERNER HOCHREITER
SACHLICHER FLUGLÄRM 
Eine positive Entscheidung im UVP-Verfahren  
zur dritten Piste Wien-Schwechat ist nicht möglich, 
solange das Verkehrsministerium die dafür  
nötige Fluglärmverordnung nicht zustande bringt. 
Sind daran Anrainer und Medien schuld, wie  
Niki Lauda sagt?
KOMMENTAR VON RUUD KLEIN
www.arbeiterkammer.at WirtsCHAFt & UmWelt  4/2011   Seite 5
www.ak-umwelt.at
        

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