Full text: Knapper Boden (3)

Themen und Alltagsmobilität mit dem Rad informiert und motiviert wird, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu verwenden. Der Betrieb bietet für die ArbeitsradlerInnen einen Fahr- radabstellplatz, an dem die Räder gut abgesperrt werden können und somit vor Diebstahl geschützt sind. Aber es wurde nicht nur auf das Angebot von Radständern geachtet, sondern auch auf dessen Überdachung. Diese ist für RadlerInnen be- sonders wichtig. Denn durch eine Überdachung ist das ei- gene Rad gut vor der Witterung und Nässe geschützt. Niemand steigt gerne auf einen nassen Sattel. Die moderne Abstell- anlage ist außerdem mit einer Solartankstelle ausgestattet. Für alle, die einen langen und anstrengenden Anfahrts- weg haben, stehen Duschen zur Verfügung. Des Weiteren gibt es im Betrieb eine firmen- eigene Reparaturwerkstätte, in der MitarbeiterInnen Re- paraturen selbst vornehmen können. Ergänzt wird dieses Angebot durch ein kostenloses Fahrradservice sowie ein gratis Fahrrad-Navi für Graz für die MitarbeiterInnen. aNreize Aber der Betrieb ist nicht nur mit guter (Rad-)Infrastruktur ausgestattet, sondern setzt be- wusst radfreundliche Anreize für die Beschäftigten: Für jede Fahrt mit dem Rad in die Firma wird ein Bonus bezahlt. Denn Rad fahrende KollegInnen tun etwas für ihre Gesundheit und leisten gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz. Wer den Arbeitsweg mit dem Fahrrad zurücklegt, wird täg- lich belohnt. Die Arbeitsrad- lerInnen stempeln sich mit der so genannten „Ökotaste“ ein und erhalten automatisch 1,70 Euro auf ihren Gehaltskonten gutgeschrieben. So können sich die MitarbeiterInnen bis zu 357.- Euro im Jahr „erradeln“. Die Förderungen einer nach- haltigen und sanften Mobilität spiegeln sich darüber hinaus in der Bonuszahlung für jene, die Fahrgemeinschaften bilden, wider. Auch die Jahreskarte für öffentliche Verkehrsmittel wird von der Firma vollständig rück- vergütet. Ergänzt werden diese (ökonomischen) Anreize durch bewusstseinsbildende Aktionen und Veranstaltungen wie die Fahrradwoche bzw. die Auto- Rast-Woche. In der alljährlichen Auto-Rast-Woche zeigen Mit- arbeiterInnen als Fahrradguides ihren KollegInnen den besten, schnellsten und sichersten Weg zur Arbeit. Zum Auftan- ken nach den zurückgelegten Kilometern gibt es für alle RadlerInnen ein reichhaltiges Frühstücksbuffet. Außerdem wird bei allen Fahrrädern gratis ein Service durchgeführt. Auch das Zu-Fuß-Gehen wird unter- stützt und gefördert. Für Dienst- fahrten, aber auch für private Zwecke wie Erledigungen in der Mittagspause oder für eine Nachhausefahrt, stehen dem ge- samten Personal Firmenfahrrä- der, Elektro-Fahrräder und ein Elektro-Auto zur Verfügung. Die zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen werden gerne von den MitarbeiterInnen angenommen und zeigen für viele neue Mobilitätsformen auf. Die konsequenten Bemühungen der Firma für nachhaltige Mobi- lität zeigen beachtlichen Erfolg. Seit Einführung des gezielten Mobilitätsmanagements hat sich der Anteil der Belegschaft, der umweltschonend unterwegs ist, kontinuierlich erhöht und bereits mehr als verdoppelt. Mittlerweile sind schon BetrieB Betriebliches Mobilitätsmanagement Durch Maßnahmen wie Aktionen oder Infrastrukturbereitstellung sowie Schaffung von (ökonomischen) Anreizstrukturen soll eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche (nachhaltige) Mobilität der MitarbeiterInnen gefördert werden. Vorreiterbetrieb Im Bereich betriebliches Mobilitätsmanagement für eine umwelt- schonende Mobilität aller MitarbeiterInnen ist dies die Anton Paar GmbH. Detaillierte Informationen finden Sie unter www.anton-paar. com/AP-in-Bewegung/11_Corporate_de weiter auf Seite 28 ? www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt 3/2013 Seite 27 rAdeln entspAnnt, denn bereits nAch ei- ner gUten hAlben stUnde Am rAd werden glückshormone AUsgeschüttet. SPAR-RECHNER radfaHreN reCHNet SiCH Wer nur 20 Wochen im Jahr einen Arbeitsweg von 10 Kilometern täglich hin und zurück bewältigt, hat schon einiges erreicht: 47.000 Kilokalorien oder 118 Leberkäs- Semmeln hat er verarbeitet. Bei einem Mittelklasse-Diesel- Wagen etwa können rund 1.055 Euro an Anschaffungs-, Erhaltungs- und Spritkosten eingespart werden. Und auch die Umwelt hat ein Stückchen aufgeatmet: 338 Kilogramm Kohlendioxid, 286 Gramm Feinstaub und weitere 182 Gramm Stickoxid weniger haben die Luft belastet. Mehr siehe „Fahrrad-Spar-Rechner“ auf www.radeltzurarbeit.at

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