Full text: Knapper Boden (3)

Flammen verbrennen kön-
nen. Als Anzündhilfe sollten 
in Wachs getränkte Holzwolle-
stücke, keinesfalls aber Papier 
oder flüssige Brandbeschleu-
niger verwendet werden. 
Wer dies nicht beherzigt, also 
„unten“ anzündet, verurs-
acht einen Feinstaubausstoß 
um den Faktor 2,8 im Verhält-
nis zur idealen Anzündtech-
nik.
GeeiGNeteS Holz
Locker gestapelte Holz-
scheite, am besten in Block-
haus-Form, sichern einen 
ausreichenden Luftdurchzug. 
Ein kompaktes Aufschlich-
ten verunmöglicht dies. Die 
maximale Holzmenge sollte 
der Nennleistung des Ofens 
entsprechen. Das Lesen der 
Herstellerangaben sichert 
gegen eine Überladung des 
Ofens. Wer dagegen den Kes-
selraum „überladet“, erhöht 
den Feinstaubausstoß um den 
Faktor 4,2.
Nur trockenes Holz (zwi-
schen 15 und 20 Prozent Was-
sergehalt), das mindestens 
zwei Jahre getrocknet ist, 
stellt einen idealen Abbrand 
sicher. Feuchtes Holz ist 
nicht nur für eine schlechte 
Verbrennung verantwortlich, 
sondern potenziert die Luft-
verschmutzung geradezu. 
Die Scheitholzgröße muss 
dem Ofen angepasst sein; 
die diesbezüglichen Herstel-
lerangaben sind dringend zu 
beachten. Im Zweifel hilft 
der Rauchfangkehrer sicher 
weiter! Das Verbrennen von 
behandeltem Holz, Kartona-
gen und anderen Abfällen ist 
gesetzlich verboten.
riCHtiG NaCHleGeN
Holzscheite oder Holzbri-
ketts nur nachlegen, wenn eine 
Grundglut vorhanden ist. Wer 
bei gelber Flamme nachlegt, 
verändert die Luftzufuhr.
Nicht optimale Heiztech-
niken führen aber nicht nur 
zu erhöhtem Luftschadstoff-
ausstoß (Kohlenmonoxid, 
Ruß und unverbrannte Koh-
lenwasserstoffe), sondern 
auch zu Heizwertverlusten. 
Bei „schlechtem Heizen“ 
geht zwangsläufig Energie 
„durch den Kamin“, weil mit 
den unverbrannten Schwel-
gasen auch viel Energie ver-
loren geht. Je nach Holzsorte 
können bis zu zwölf Prozent 
der Energie, und damit per-
sönliches Budget, verloren 
gehen. Daher am besten vor 
einer Anschaffung ausführlich 
vom Rauchfangkehrer oder 
im Fachhandel beraten lassen, 
vor allem was die Leistung des 
Ofens betrifft. Denn zu große 
Kessel sind zwangsläufig un-
ökonomisch. Der erwähnte 
Emissionstest der HTBLVA 
Dornbirn offenbart aber auch: 
Die Emissionen von Schwe-
denöfen  hängen  nicht nur von 
einer guten Ofentechnologie 
ab. Die Umweltbelastungen 
werden sehr stark von der rich-
tigen Bedienung beeinflusst. 
Umweltbewusste Menschen 
können hier wirklich viel zu 
einer gesünderen Luft beitra-
gen. ?
leBen
Heizen:	Umwelt	und	Konto	schonen
Neben dem Heizen gibt es bei Raumwärme und Energiesparen 
vieles zu berücksichtigen. Deshalb gibt es von der AK die Bro-
schüre „Energiesparen. Umwelt und Konto schonen.“ mit vielen 
nützlichen Tipps. http://media.arbeiterkammer.at/sbg/pdf/Energie-
sparbroschure.PDF
Holzheizungen sind vor 
allem in Ballungsräumen 
und engen Tälern ein 
Problem für gesunde 
Luft. Feinstaub und 
langlebige organische 
Schadstoffe (Persistent 
Organic Pollutants – 
POPs) sind dabei die 
großen Sorgenkinder.
Bei letzteren sind vor 
allem Dioxine aufgrund 
ihrer Langlebigkeit und 
Gesundheitsgefährdun-
gen problematisch.
Rund 70 Prozent aller 
Dioxinemissionen gelan-
gen heute über private 
Kamine in die Luft. Das 
Verbrennen von Abfall 
(z. B. behandeltes Holz) 
spielt dabei auch eine 
Rolle und wird leider 
immer noch als Kava-
liersdelikt angesehen. 
Schwarzer Rauch aus 
dem Rauchfang ist un-
trügliches Indiz dafür. 
HolzHeizuNGeN 
schwArZer rAUch  
Nur richtige Bedienung schont die Umwelt.
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt  3/2013   Seite 31
emissionen Von schwedenöfen hängen 
nicht nUr Von deren technologie, sondern 
sehr stArk Von der richtigen bedienUng Ab.
        

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