Full text: Knapper Boden (3)

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mpetitioN 
„pro hütten 
Und wege“
Österreichs alpine Vereine 
mit ihren über 600.000 Mit-
gliedern schlagen Alarm. 
Sie fordern eine Anhebung 
der Förderungen für Schutz-
hütten und Bergwege auf vier 
Millionen Euro jährlich, um 
deren nachhaltige Sicherung zu 
gewährleisten. Auch soll eine 
gesetzliche Grundlage für die 
Förderungsmittel aus dem Wirt-
schaftsministerium geschaffen 
werden, damit Planungssi-
cherheit entsteht. Die Vereine 
erhalten die für den Tourismus 
wichtigen Schutzhütten und 
Wege und ermöglichen so eine 
sichere Benutzung der rund 
50.000 km Wanderwege und 
475 Hütten mit knapp 25.000 
Schlafplätzen. Drei Viertel der 
Erhaltungskosten werden mit 
viel ehrenamtlichem Einsatz 
aus Vereinsmitteln finanziert, 
für das restliche Viertel braucht 
es Beiträge der öffentlichen 
Hand. Während die Kosten – 
auch aufgrund von Behörden-
auflagen – ständig steigen, sind 
die Bundesförderungen seit 
1992 dreimal gekürzt worden 
und betragen 2013 nur mehr 1,5 
Millionen Euro. http://petition.
prohuettenundwege.at  HO
altStoff-reCyCliNG
eU mAhnt 
ArA Ab
Altstoff Recycling Austria 
AG (ARA) unter Beobach-
tung der EU-Kommission.
Die EU-Kommission hat die 
ARA darüber informiert, dass 
sie der Auffassung ist, dass 
das Unternehmen seine be-
herrschende Stellung auf dem 
Markt für die Organisation der 
Entsorgung von Verpackungs-
abfällen (vor allem aus Kunst-
stoff und Metall) in Österreich 
missbraucht und Konkurrenten 
daran gehindert haben könnte, 
auf diesem Markt Fuß zu fassen 
oder zu expandieren. Im Falle 
der Bestätigung, würde dies 
Wettbewerb und Verbraucher 
schädigen, gegen EU-Wettbe-
werbsvorschriften verstoßen 
und könnte zu einem Beschluss 
führen, mit dem die EU-Kom-
mission die wettbewerbswid-
rige Verhaltensweise untersagt 
und Geldbußen von bis zu zehn 
Prozent des weltweiten Jahres-
umsatzes verhängt. HO
        
uvp
schAdenersAtZ bei 
UnterlAssUng
Haftung für Wertminde-
rungen von Liegenschaf-
ten und Gesundheitsschä-
den.
Dies hat der Oberste Ge-
richtshof (OGH) in einer Ent-
scheidung (GZ 1 Ob 56/13) 
gegenüber Bund und Land 
Niederösterreich bestätigt. 
Die Haftung resultiere aus der 
nachweislich (mehrfachen) 
Unterlassung einer Umwelt-
verträglichkeitsprüfung (UVP) 
für die Ausbauten des Flugha-
Smart	Meter:	„Zwangszähler	–	Nein,	danke!“
Mietervereinigung und Unterstützer der Petition „Zwangszähler - Nein 
Danke“ erreichten, dass Strombezieher nun „Smart Meter“ ablehnen 
können!  www.mietervereinigung.at/News/841/5024/Smart-Meter-
Wahlrecht-wird-bezweifelt
Flankierend zur Initiative „Schaffung eines Binnen-
marktes für umweltfreundliche Produkte“ hat die 
EU-Kommission im April 2013 eine Eurobarometer-
Umfrage unter rund 25.000 BürgerInnen aus allen 28 
Mitgliedstaaten in Auftrag gegeben. Demnach ist die 
EU-Bevölkerung bereit, bei ihren Kaufentscheidungen 
auf Umweltaspekte mehr Bedacht zu nehmen. Da um-
weltfreundliche Produkte nicht immer leicht als solche 
zu erkennen sind, trauen nur 52 Prozent der Befragten 
den freiwilligen Herstellerangaben. 69 Prozent fordern 
verpflichtende Umweltberichte für Unternehmen und 
Produkte. Mehr als 77 Prozent wären bereit, für Öko-
produkte mehr zu bezahlen, wenn sie auf die Hersteller-
angaben vertrauen könnten. Zwei Drittel würden mehr 
für ein Produkt ausgeben, wenn sich im Gegenzug die 
Garantie auf fünf Jahre verlängern würde. 92 Prozent 
wollen, dass die Hersteller die Lebensdauer der Pro-
dukte angeben müssen.  LEI
wirtSCHaft & umwelt iNfo-Grafik
UmweltfreUndliche prodUkte   
im dieNSte der automobiliNduStrie 
minister brüskiert eUgh
Die deutsche Bundesregierung hat die autofreundli-
che Politik ihrer Vorgänger auf die Spitze getrieben 
und als Erfüllungsgehilfe der deutschen Autoher-
steller agiert, kritisiert die Deutsche Umwelthilfe e.V. 
(DUH). Zuletzt hat  Bundeswirtschaftsminister Rösler 
in Anbetracht der jüngsten Bundestagswahlen die 
von der DUH beim EuGH erstrittene Herausgabe 
interner Akten (Rechtsverordnung Az. C-515/11) 
verhindert, die laut DUH die enge Abstimmung der 
Regelung zur Energieverbrauchskennzeichnung von 
Pkw mit der Automobilindustrie offenbaren. Auf  Ba-
sis besagter Verordnung wurden schwere, spritdurs-
tige Limousinen wie der Audi Q7 mit hohem Spritver-
brauch in eine bessere Effizienzklasse eingestuft als 
Kleinwagen wie der Citroën C1. www.duh.de HO
0 20 40 60 80 100
52%
69%
77%
92%
Vertrauen in freiwillige 
Herstellerangaben 
54%
Kein Vertrauen in
Firmen-Umweltberichte
 
55%Fühle mich über Umwelt-auswirkungen informiert 
Verpflichtende Umweltberichte für 
Unternehmen und Produkte fordern 
 
66%
Bereit mehr zu zahlen, wenn 
Garantie auf fünf Jahre verlängert wird
Bereit mehr zu zahlen, wenn Vertrauen 
in Herstellerangaben gegeben ist
Hersteller sollen Produkt-
Lebensdauer angeben 
Eurobarometer-Umfrage mit 
rund 25.568 Beteiligten 
aus allen 28 EU-Mitgliedstaaten.
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & UmWelt  3/2013   Seite 7
Wer pflegt alpine Wege?
        

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