www.arbeiterkammer.at WirtschaFt & uMWelt 2/2016 SeiTe 15 TRINKWASSERquALITäT ZUsAmmEnArbEit ErfordErlich trinkwasser ist unser wichtigstes Le-bensmittel. Im Gegensatz zu anderen Ländern, in denen Oberflächenwasser durch mehrstufige chemisch-technische Verfahren aufbereitet werden muss, kann Österreich seinen Bedarf an Trinkwasser fast zur Gänze aus geschützten Grundwas- servorkommen decken. Es gelangt natur- belassen und mit durchwegs ausgezeich- neter Qualität zu den KonsumentInnen. Letztlich schlägt sich die gute natürliche Wasserqualität in einem günstigen Wasser- preis nieder. Österreichs gute Trinkwasserqualität ist das Ergebnis der Anstrengungen Vieler. Die Wasserversorger kümmern sich täglich um die Verfügbarkeit und Qualität des be- reitgestellten Trinkwassers. Das erreichen sie durch qualitätssichernde Maßnahmen, entsprechende Eigenkontrollen und erfor- derlichenfalls durch Trinkwasseraufberei- tung. Die Behörden wirken auf Basis der Gesetze auf eine hohe Qualität des Trink- wassers und des Grundwassers hin. Die gesundheitliche Unbedenklichkeit wird primär durch das Lebensmittelsicherheits- und Verbraucherschutzgesetz sowie die Trinkwasserverordnung gewährleistet. Für die gute Trinkwasserqualität sind Schutzmaßnahmen des Wasserrechtsge- setzes 1959 maßgeblich und wichtig. Pro- bleme sind evident. Grundwassermessun- gen ergeben insbesondere im Osten und Südosten Österreichs sowie im oberöster- reichischen Zentralraum Überschreitungen von Schwellenwerten überwiegend für Nit- rat, stellenweise auch für Pestizide. Bisheri- ge Maßnahmen im Programm Entwicklung des ländlichen Raums 2007 – 2013 konnten nicht den gewünschten Erfolg verbuchen. Im Programm „Entwicklung des ländlichen Raums in Österreich“, LE 2014 – 2020, wer- den weiterhin Umweltmaßnahmen ange- boten. Neben der Unterstützung des Bio- Landbaus und anderer Umweltmaßnahmen gibt es eine gezielte Maßnahme: „vorbeu- gender Grundwasserschutz“. Diese Maß- nahme sieht insbesondere in gefährdeten Grundwassergebieten eine Beschränkung der Stickstoffausbringung und speziell in Oberösterreich einen Verzicht auf bestimm- te Pestizide vor. Die mit dieser Maßnahme verbundene Förderung deckt den Einkom- mensverlust und die Zusatzkosten ab. Um auch in gefährdeten Gebieten einen guten Zustand der Ressource Grundwasser zu garantieren, ist es wichtig, über einen län- geren Zeitraum die Bewirtschafter für diese Maßnahmen zu gewinnen und durch Kon- trollen die Einhaltung der Förderbedingun- gen sicherzustellen. KonsumentInnen können weiterhin möglichst naturbelassenes Trinkwasser in guter qualität genießen. In Oberösterreich machen Hausbrunnen einen Anteil von fast 22 Prozent an der Wasserversorgung aus F o t o s : b o h a c e K ( 2 ), b M g ( 1) *Dr. Peter Kranner ist Fachtierarzt für Lebensmittel und Leiter der Stabstelle: Koordinierung MIK und AGES der Sektion II im Bundesministerium für Gesundheit.

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