chen in der Sachgütererzeugung 
und im Dienstleistungssektor zu. 
Die Forschung war explorativ 
ausgerichtet, womit die Ergeb-
nisse mit notwendiger Vorsicht 
zu interpretieren sind.
Hat der technische Fortschritt 
2004 bis 2014 zu einem starken 
Arbeitslosigkeitsanstieg in Öster-
reich geführt? Die Studie verneint 
dies und zeigt, dass die Techno-
logievariablen im Sachgütersek-
tor in der Regel sogar positiv auf 
die Beschäftigung wirken. Für 
Österreich gibt es keine Indizien 
für einen drastischen Jobverlust 
durch Automatisierung, wie er 
von internationalen Studien in 
anderen Ländern vermutet wird. 
Das kann auch daran liegen, 
TECHNOLOGISCHER WANDEL WAR IM LETZTEN JAHRZEHNT NICHT 
DER BESTIMMENDE FAKTOR FÜR STEIGENDE ARBEITSLOSIGKEIT  
UND ZUNEHMENDE UNGLEICHHEIT IN ÖSTERREICH.
www.arbeiterkammer.at Wirtschaft & Umwelt  1/2018   Seite 35
dass die AutorInnen in den letz-
ten Jahren zwar eine Steigerung 
der Wissensintensität messen, 
allerdings keine breite „Digita-
lisierungswelle“ beobachten. 
Insbesondere im Dienstlei-
stungsbereich lässt sich ein von 
manchen Prognosen erwarteter 
Schub in der Produktivitätsen-
wicklung aufgrund vermehrten 
PDF-Download www.ak-umwelt.at AK Studienreihe: Informationen zur Umweltpolitik
177 Cornelia Mittendorfer (Hrsg.)  
Die UVP auf dem Prüfstand.  
Zur Entwicklung eines  
umkämpften Instruments  
Tagungsband, 2008 
178 Werner Hochreiter (Hrsg.)  
Die Umsetzung der EU-Umge-
bungslärmrichtlinie in Österreich 
Tagungsband, 2008 
179 Feinstaubproblem Baumaschine  
Emissionen und Kosten  
einer Partikelfilternachrüstung  
in Österreich. Umweltbundes-
amt, 2009
180 Werner Hochreiter (Hrsg.) 
Mehrweg hat Zukunft! Lösungs-
szenarien für Österreich im 
internationalen Vergleich, 
Tagungsband, 2010
181 Thomas Thaler  Siedlungswas-
serwirtschaft in öffentlicher oder 
privater Hand. England/Wales,  
die Niederlande und Porto 
Alegre (Brasilien) als Fallbei-
spiele, 2010
182 Werner Hochreiter (Hrsg.) Aktions-
planung gegen Straßenlärm – wie geht 
es weiter? Tagungsband, 2010, 
die Niederlande und Porto Alegre 
(Brasilien) als Fallbeispiele
183 Christoph Streissler (Hrsg.) 
Agrotreibstoffe – Lösung oder 
Problem? Potenziale, Umweltaus-
wirkungen und soziale Aspekte, 
Tagungsband, 2010
184 Lkw-Tempolimits und Emissionen: 
Auswirkungen der Einhaltung 
der Lkw-Tempolimits auf 
Autobahnen auf Emissionen und 
Lärm, Studie, 2011
185 Gesundheitsrelevante Aspekte von 
Getränkeverpackungen.  Studie, 
2011
186 Green Jobs. Arbeitsbedingungen und 
Beschäftigungspotenziale.  Studie, 
2012
187 Die Zukunft der Wasserversorgung.  
Der Zugang zu Wasser im  
Spannungsfeld zwischen öffent-
lichem Gut, Menschenrecht und 
Privatisierung. Tagungsband, 
2013
188 Aktuelle Erkenntnisse zu hormonell 
wirksamen Substanzen  Tagungsbe-
richt, 2013
189 Holger Heinfellner, Nikolaus 
Ibesich, Günther Lichtblau, 
Christian Nagl, Barbara Schodl, 
Gudrun Stranner: Pkw-Emissionen 
zwischen Norm- und Realverbrauch. 
Studie, 2015
189a Holger Heinfellner, Nikolaus 
Ibesich, Günther Lichtblau, 
Christian Nagl, Barbara Schodl, 
Gudrun Stranner: Passenger Car 
Emissions: Standard and Real-World 
Fuel Consumption. Study on behalf 
of the Vienna Chamber of La-
bour. Studie, 2016
190 Konrad Lachmayer: Demokra-
tierechtliche Analyse der privaten 
Rechtssetzung im Umweltrecht am 
Beispiel der Industrieemissionsricht-
linie (IE-RL). Studie, 2016
191 Jana Flemming, Ulrich Brand: 
Positionen internationaler Gewerk-
schaften in der Klimapolitik. Studie, 
2017
192 Werner Hochreiter (Hrsg.):  
15 Jahre Aarhus-Konvention,  
Tagungsband, 2017
193 Zwischen Norm- und Realverbrauch – 
Was hat sich in Österreich seit 2015 
bei neuen PKW verändert? Holger 
Heinfellner, Günther Lichtblau, 
Barbara Schodl, 2017
194 Environmental Inequality In Europe 
– Towards an environmental justice 
framework for Austria in an EU 
context. Liesbeth de Schutter, 
Hanspeter Wieland, Burcu 
Gözet, Stefan Giljum, 2017
F
O
T
O
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: 
P
IX
A
B
A
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M
 (
1)
IKT-Einsatzes (noch?) nicht fest-
stellen.
Wie wirkt der technologische 
Wandel auf die Einkommens-
verteilung? Die ExpertInnen 
sehen im technischen Fortschritt 
theoretisch die Gefahr von stei-
gender Ungleichheit, wenn es 
wenige große GewinnerInnen 
und viele VerliererInnen gibt. In 
ihrer empirischen Untersuchung 
finden sie in den F&E-intensiven 
Sachgüterbranchen aber eine 
niedrigere Ungleichheit als im 
Dienstleistungssektor. Für die 
Einkommensverteilung sind die 
traditionellen Einflussfaktoren, 
wie Gewerkschaftsdichte oder 
Arbeitslosenrate, deutlich be-
stimmender als der technische 
Fortschritt.
Zusammenfassend bestätigt 
die Studie also die vorgebrach-
ten Befürchtungen grundsätz-
lich nicht. Zumindest in der 
beobachteten Periode zeigen 
sich andere Faktoren dafür 
verantwortlich. Prognosen für 
zukünftige Entwicklungen sind 
auf dieser Basis nicht bedenken-
los zu treffen, denn Wirtschaft, 
Technik und Gesellschaft haben 
sich historisch immer wieder 
sprunghaft entwickelt. ?
        

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