Full text: infobrief eu & international - Oktober 2016 (4)

22  infobrief eu & international  Ausgabe 4 | Oktober 2016 
   wien.arbeiterkammer.at
 
wirtschaftspolitik
– standpunkte 
Meinung, Position, Überzeugung. Der digitale Newsletter der  Ab-
teilung Wirtschaftspolitik in der Wiener Arbeiterkammer behandelt 
Aspekte der Standortpolitik, des Wirtschaftsrechts, der Regulierung 
diverser Branchen und allgemeine wirtschaftspolitische Fragestellun-
gen aus der Perspektive von ArbeitnehmerInnen. Wirtschaftspolitik-
Standpunkte erscheint 4-mal Jährlich und wird per Email versandt. 
Kostenlose Bestellung und  alle Ausgaben nachlesen unter: 
http://wien.arbeiterkammer.at/wp-standpunkte
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redaktion: Maria Maltschnig und Susanne 
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Layout und satz: Julia Kolda
VerLags- und HersteLLungsort: Wie
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erscHeinungsweise: 4 mal jährlich
kostenLose besteLLung unter: http:/
/wien.arbeiterkammer.at/newsletter
bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen
.
inhalt
All s dreht sich ums Sparen, zumindest w
enn man d  wirtschaftspolitischen 
Diskur  der vergangenen Monate verfolgt. S
omit komm n auch wir nicht umhin, 
in dieser Ausgabe wieder einen besondere
n Fokus auf die Folgen der Schul-
d nhysterie zu legen. Christa Schlager nim
mt das Österreichische Konsolidie-
rungspaket unter die Lupe und liefert gleic
h Prognosen über die gesamtwirt-
schaftlichen Auswirkungen desselben mit. M
arkus Marterbauer warnt vor der 
EU-weiten Schrumpfkur im öffentlichen Se
ktor, die ein „verlorenes Jahrzehnt“ 
mit sich bri ge  könnte und hält ein Plädoy
er für den sozialen Fortschritt. Dass 
Österreich bei seiner Schuldenbremse aus
gerechnet das deutsche Modell als 
Vorbild nimmt, sorgt für Kopfschütteln bei 
dem Düsseldorfer Ökonom Achim 
Truger, der in einem Gastartikel die ausgep
rägten Schwächen dieses Korsetts 
eindrucksvoll darlegt. 
Auf EU Ebene tat sich auch abseits des S
par-Wahns einiges. Die Macht der 
Ratingagenturen soll zurückgedrängt werd
en, es gibt ne e Vergaberichtlinien 
und die Art und Weise wie das Spanungsf
eld zwischen Daseinsvorsorge und 
Beihilfenr cht gesehen wird, hat sich veränd
ert. Außerdem ist das Match um das 
umstrittene „Anti-Piraterie-Abkommen“ AC
TA noch lange nicht entschieden.
Wer sich in letzter Zeit in Wien um Mietw
ohnungen umgeschaut hat, dem ist 
die Lust auf einen Umzug ob der massiv ges
tiegenen Preise gründlich vergangen. 
Die ImmobilienbesitzerInn n schieben die 
Schuld auf hohe Gebühren, die AK 
kommt zu einem anderen Schluss: Es sind sc
hlicht und einfach die Nettomieten, 
die die Wohnungskosten in die Höhe trei
ben, wie eine kürzlich erschienene 
Studie belegt. Nach wie vor trist schaut es
 in den Führungsetagen der großen 
Unternehmen für Frauen aus. Die Verspre
chungen seitens der Industrie sich 
um einen höheren Frauenanteil im Managem
ent zu bem hen, sind offensichtlich 
reine Lippenbekenntnisse. Wir fordern desh
alb:
Her mit der Quote! Die Redaktion
editorial
Wirtschaftspolitik
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bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen
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enn man d  wirtschaftspolitischen 
Diskur  der vergangenen Monate verfolgt. S
omit komm n auch wir nicht umhin, 
in dieser Ausgabe wieder einen besondere
n Fokus auf die Folgen der Schul-
d nhysterie zu legen. Christa Schlager nim
mt das Österreichische Konsolidie-
rungspaket unter die Lupe und liefert gleic
h Prognosen über die gesamtwirt-
schaftlichen Auswirkungen desselben mit. M
arkus Marterbauer warnt vor der 
EU-weiten Schrumpfkur im öffentlichen Se
ktor, die ein „verlorenes Jahrzehnt“ 
mit sich bri ge  könnte und hält ein Plädoy
er für den sozialen Fortschritt. Dass 
Österreich bei seiner Schuldenbremse aus
gerechnet das deutsche Modell als 
Vorbild nimmt, sorgt für Kopfschütteln bei 
dem Düsseldorfer Ökonom Achim 
Truger, der in einem Gastartikel die ausge
prägten Schwächen dieses Korsetts 
eindrucksvoll darlegt. 
Auf EU Ebene tat sich auch abseits des S
par-Wahns einiges. Die Macht der 
Rating genturen soll zurückgedrängt werd
en, es gibt ne e Vergaberichtlinien 
und die Art und Weise wie das Spanungsf
eld zwischen Daseinsvorsorge und 
Beihilfenr cht gesehen wird, hat sich veränd
ert. Außerdem ist das Match um das 
umstrittene „Anti-Piraterie-Abkommen“ AC
TA noch lange nicht entschieden.
Wer sich in letzter Zeit in Wien um Mietw
ohnungen umgeschaut hat, dem ist 
die Lust auf einen Umzug ob der massiv ges
tiegenen Preise gründlich vergangen. 
Die ImmobilienbesitzerInn n schieben die 
Schuld auf hohe Gebühren, die AK 
kommt zu einem anderen Schluss: Es sind sc
hlicht und einfach die Nettomieten, 
die die Wohnungskosten in die Höhe trei
ben, wie eine kürzlich erschienene 
Studie belegt. Nach wie vor trist schaut es
 in den Führungsetagen der großen 
Unternehmen für Frauen aus. Die Verspre
chungen seitens der Industrie sich 
um einen höheren Frauenanteil im Managem
ent zu bem hen, sind offensichtlich 
reine Lippenbekenntnisse. Wir fordern desh
alb:
Her mit der Quote! Die Redaktion
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Wirtschaftspolitik
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Meinung, Position, Überzeugung. Der digitale Newsletter de   Ab-teilung Wirtschaftspolitik in der Wiener Arbeiterkammer behandelt Aspekte der Standortpolitik, des Wirtschaftsrechts, der Regulierung diverser Branchen und allgemeine wirtschaftspolitische Fragestellun-gen aus der Perspektive von ArbeitnehmerInnen. Wirtschaftspolitik-Standpunkte erscheint 4-mal Jährlich und wird per Email versandt. 
Kostenlose Bestellung und  alle Ausgaben nachlesen unter: http://wien.arb iterkammer.at/wp-standpunkte
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Wirtschaftspol
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eite 1 von 14
wirtschaftspoli
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atz: Julia Kolda
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ergie- und Um-
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Wirtschaftspolitik – Sta
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impreSSum 
Herausgeberin und 
MedieninHaberin: 
Kammer für Arbeiter u
nd Angestellte für Wien
, 
1040 Wien, Prinz Eugen
 Straße 20-22
redaktion: Maria Malts
chnig und Susanne Wi
xforth
Layout und satz: Juli
a Kolda
VerLags- und Herste
LLungsort: Wien
erscHeinungsweise:
 4 mal jährlich
kostenLose besteLLu
ng unter: http://wien.a
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Die Finanz-, Wirtschafts
-, Schulden-, Umw lt-, A
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gen, Europa in einem ab
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dieser mul iplen Krise h
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zu führen. Folgt man de
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Standpunkte, liegt das an
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verantwortlich war und
 eine ausgewogene Ver
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Voraussetzung für ein st
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Maßnahmen zur Stabilis
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Auch in spezifischeren 
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Novelle des Ökostromg
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acht 
und ein neues Telekom
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inisterrat verabschiedet
. Die 
Europäische Kommissio
n legte ein Grünbuch zu
r Corporate Governanc
e vor, 
das sich vor allem um 
die Interessen der Aktio
närInnen dreht. Was die
 AK 
Wien von all dem hält 
und was uns die Beschä
ftigten im Forschungsbe
reich 
über ihre Arbeitszufried
enheit mitgeteilt haben, 
erfahren Sie hier.
Eine aufschlussreiche Le
ktüre wünscht
Die Redaktion
editorial
Wirtschaftspolitik – Standpunkte. 04 | 2011. seite 1 von 
15
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– stan p nkte 04|2011 
impreSSum 
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scHuLdenbreMse in der Verfassung seite 02
BudgetpolitiSche SpielräuMe Schaffen  
Statt auSBreMSen!
„wage Moderation“ seite 04
die lohnpolitiSche oBSeSSion der eu
die wirkungsweise st uerLicH r seite 06 
forscHungsförderung
Mifid und Mad seite 08
SynonyMe für den auSWeg auS der 
finanzKriSe?
eu-urHeberrecHt seite 09
SchutzfriSten für MuSiKaufnahMen nun 
doch verlängert
diVersität Muss pfLicHt s in! seite 11
scHutz Vor ÜbernaHMen fÜr  seite 12 
unterneHMen der sicH rHeits- und 
daseinsVorsorge
waruM gut Verdienende seite 13 
Landwirte/innen keine  
einkoMMensteuer zaHLen
die scHweLLenwerteVerordnung seite 14
vergaBerecht alS vehiKel zur 
KonJunKturanKurBelung
inhalt
Die Eskalation der Krise der Eurozone ist mittlerwei
le in Österreich an-
gelangt. Weil Moody’s Österreich und Standard & Poor
’s der gesamten Eu-
rozon  mit einem Downrating drohte, beschloss der 
Nationalrat mit den 
Stimme  d r Regierungsparteien eine Schuldenbrems
 einzuführen, die ein 
strukturell s Defizit vorsieht. Warum wir fi den, d
ss dieses Instrument 
nicht ge ignet ist, den Euro zu retten und wirtschaf spo
litisch ein schwerer 
Fehler ist, beschreibt Georg Feigl in seinem Artikel. Joh
annes Schweighofer 
argumentiert, dass die Überschussländer in der EU sch
leunigst angemesse-
ne Lohnabschlüsse brauchen, die sich an der Benya-Fo
rmel orientieren. Er 
skizziert, welche Fehler dahingehend in der Europäisc
hen Debatte began-
gen werden. Um die Krisenanfälligkeit des Wirtschaft
ssystems in Zukunft 
inzudämmen ist eine merkbare Kontrolle der Finanzm
ärkte unerlässlich. 
Aktuell  Richtlinienvorschläge der Europäischen Kom
mission geben wenig 
Hoffnung, dass dies passieren wird, argume ti ren Su
sa ne Wixforth und 
Judith Vorbach.
Auch strukturpolitisch hat sich in den letzten Monaten 
wieder einiges getan: 
Ein Rechtsgutachten für die Arbeiterkammer Wien best
ätigt die Verfassungs-
widrigkeit der umfassenden Vollpauschalierung von A
grarbetrieben, Über-
nahmen von Versorgu gsunternehmen wurden erschw
ert und die Debatte 
um Frauenquoten in Aufsichtsräten ka  ein – wenn a
uch kleines – Stück 
voran. Besonders ans Herz legen öchten ir Ihnen d
en Artikel von Andre-
as Schibany, der eindrucksvoll argumentiert, warum die
 jetzige Ausgestaltung 
der steuerlichen Forschungsförderung alles andere als
 zielführend ist.
Eine spannende Lektüre und erholsame Feiertage wünsc
ht
Die Redaktion
ditorial
Wirtschaftspolitik – Standpunkte. 01 | 2012. seite 1 von 16 
i tsch ftspolitik
– sta dpunkte 01|2012 
impreSSum | offenlegung gem § 25 medieng
Herausgeberin und MedieninHaberin: 
Kammer für Arbeiter und Angestellte für Wien, 
1040 Wien, Prinz Eugen Straße 20 – 22
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bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen.
inhalt
All s dreht sich ums Sparen, zumindest wenn man d  wirtschaftspolitischen 
Diskur  der vergangenen Monate verfolgt. Somit komm n auch wir nicht umhin, 
in dieser Ausgabe wieder einen besonderen Fokus auf die Folgen der Schul-
d nhysterie zu legen. Christa Schlager nimmt das Österreichische Konsolidie-
rungspaket unter die Lupe und liefert gleich Prognosen über die gesamtwirt-
schaftlichen Auswirkungen desselben mit. Markus Marterbauer warnt vor der 
EU-weiten Schrumpfkur im öffentlichen Sektor, die ein „verlorenes Jahrzehnt“ 
mit sich bri ge  könnte und hält ein Plädoyer für den sozialen Fortschritt. Dass 
Österreich bei seiner Schuldenbremse ausgerechnet das deutsche Modell als 
Vorbild nimmt, sorgt für Kopfschütteln bei dem Düsseldorfer Ökonom Achim 
Truger, der in einem Gastartikel die ausgeprägten Schwächen dieses Korsetts 
eindrucksvoll darlegt. 
Auf EU Ebene tat sich auch abseits des Spar-Wahns einiges. Die Macht der 
Ratingagenturen soll zurückgedrängt werden, es gibt ne e Vergaberichtlinien 
und die Art und Weise wie das Spanungsfeld zwischen Daseinsvorsorge und 
Beihilfenr cht gesehen wird, hat sich verändert. Außerdem ist das Match um das 
umstrittene „Anti-Piraterie-Abkommen“ ACTA noch lange nicht entschieden.
Wer sich in letzter Zeit in Wien um Mietwohnungen umgeschaut hat, dem ist 
die Lust auf einen Umzug ob der massiv gestiegenen Preise gründlich vergangen. 
Die ImmobilienbesitzerInn n schieben die Schuld auf hohe Gebühren, die AK 
kommt zu einem anderen Schluss: Es sind schlicht und einfach die Nettomieten, 
die die Wohnungskosten in die Höhe treiben, wie eine kürzlich erschienene 
Studie belegt. Nach wie vor trist schaut es in den Führungsetagen der großen 
Unternehmen für Frauen aus. Die Versprechungen seitens der Industrie sich 
um einen höheren Frauenanteil im Management zu bemühen, sind offensichtlich 
reine Lippenbekenntnisse. Wir fordern deshalb:
Her mit der Quote!
Die Redaktion
editorial
Wirtschaftspolitik
wie österreicH spart  seit  02
soziaLer fortscHritt statt  seite 04
deMontage des soziaLst ates
KoMMentar von MarKuS MarterBauer
die deutscHe scHuLdenbreMse seite 05
ein leuchtendeS vorBild für ÖSterreich und 
europa? 
brandpunkt ratingagenturen seite 07
iM europäiSchen parlaM nt Beginnt die 
heiSSe phaSe
strukturpolitik
ak frauen. seite 08
ManageMe t.report 2012
frauen Sind SoWohl in den vorStänden alS 
auch in den aufSichtSräten Weiterhin die 
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neue strafbestiMMungen  seite 09 
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haBen 2011 friStgerecht den JahreSaBSchluSS 
offengelegt
acta seite 10
uMStritteneS antipiraterie-aBKoMMen Mit 
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priVatMieten steigen doppeLt so  seite 12 
stark wie einkoMMen und infLation
wie VieL beiHiLfenrecHt  seite 13 
Verträgt die daseinsVorsorge?
reVision der eu-VergaberegeLn seite 15
schaf pol ik
– standpunkte 
M inu g, Position, Überzeugung. Der digitale Newsletter der  Ab-
teilu g Wir schaftspolitik in der Wiener Arbeiterkammer behandelt 
Asp kte der Standortpolitik, des Wirtschaftsrechts, der Regulierung 
d ve r Branchen und allgemeine w rtsch ftspol ische Fragestellun-
gen a s der Perspektive von ArbeitnehmerInnen. Wirtschaftspolitik-
S andpunkt  erscheint 4-mal Jährlich und wird per Email versandt. 
Kostenlose Bestellung und  alle Ausgaben nachlesen unter: 
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bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen
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inhalt
All s dreht sich ums Sparen, zumindest w
enn man d  wirtschaftspolitischen 
Diskur  der vergangenen Monate verfolgt. S
omit komm n auch wir nicht umhin, 
in dieser Ausgabe wieder einen besonder
n Fokus auf die Folgen der Schul-
d nhysterie zu legen. Christa Schlager nim
mt das Österreichische Konsolidie-
rungspaket unter die Lupe und liefert gleic
h Prognosen üb r die gesamtwirt-
schaftlichen Auswirkungen desselben mit. M
arkus Marterbauer warnt vor der 
EU-weiten Schrumpfkur im öffentlichen Se
ktor, ie ein „verlorenes Jahrzehnt“ 
mit sich bri ge  könnte und hält ein Plädoy
er für den sozialen Fortschritt. Dass 
Österr ich bei seiner Schuldenbremse aus
gerechnet das deutsche Modell als 
Vor ild nimmt, sorgt für Kopfschütteln bei 
d m Düsseldorfer Ökonom Achim 
Truger, der in e nem Gastartikel die ausgep
rägten Schwächen dieses Korsetts 
eindrucksvoll darlegt. 
Auf EU Ebene tat sich auch abseits des S
par-Wahns einiges. Die Macht der 
Ratingagenturen soll zurückgedrängt werd
en, es gibt n e Vergaberichtlinien 
un  die Art und Weise wie das Spanungsf
eld zwischen Daseinsvorsorge und 
Beihilfenr cht gesehen wird, hat sich verän
ert. Außerdem ist das Match um das 
umstrittene „Anti-Piraterie-Abkommen“ AC
TA noch lange nicht entschieden.
Wer sich in letzter Zeit in Wien um Mietw
ohnungen umgeschaut hat, dem ist 
die Lust auf einen Umzug ob der massiv ges
tiegenen Preise gründlich vergangen. 
Die ImmobilienbesitzerInn n schieben die 
Schuld auf hohe Gebühren, die AK 
kommt zu einem anderen Schluss: Es sind sc
hlicht und einfach die Nettomieten, 
die die Wohnungskosten in die Höhe trei
ben, wie eine kürzlich erschien ne 
Studie belegt. Nach wie vor trist schaut es
 in den Führungsetagen der großen 
Unternehmen für Frauen aus. Die Verspre
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um einen öheren Frauenanteil im Managem
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teilung Wirtschaftspolitik in der Wiener Arbeiterkammer behandelt 
Aspekte der Standortpolitik, des Wirtschaftsrechts, der Regulierung 
diverser B anchen und allgemeine wirtschaftspolitische Fragestellun-
ge  aus der Perspekt ve von ArbeitnehmerInnen. Wirtschaftspolitik-
Standpunkte erscheint 4-mal Jährlich und wird per Email versandt. 
Kostenlose Bestellung und  alle Ausgaben nachlesen unter: 
http://wien.arbeiterkammer.at/wp-standpunkte
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Fehler ist, beschreibt
 Georg Feigl in seine
m Artikel. Johannes S
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argumentiert, dass di
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in der EU schleunigs
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rauchen, die sich an 
der Benya-Formel or
ientieren. Er 
skizziert, welche Feh
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er Europäischen Deb
atte began-
gen werden. Um die
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 in Zukunft 
inzudämmen ist eine
 merkbare Kontrolle
 der Finanzmärkte u
nerlässlich. 
Aktuell  Richtlinienv
orschläge der Europ
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 geben wenig 
Hoffnung, dass dies 
passieren wird, argu
me ti ren Susa ne W
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Judith Vorbach.
Auch strukturpolitisc
h hat sich in den letzt
en Monaten wieder e
iniges getan: 
Ein Rechtsgutachten 
für die Arbeiterkamm
er Wien bestätigt die
 Verfassungs-
widrigkeit der umfa
ssenden Vollpauscha
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trieben, Über-
nahmen von Versorg
u gsunternehmen w
urden erschwert un
d die Debatte 
um Frauenquoten in
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ein – wenn auch kle
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voran. Besonders ans
 Herz legen öchten
 ir Ihnen den Artike
l von Andre-
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t, warum die jetzige A
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der steuerlichen For
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es andere als zielführ
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Eine spannende Lektü
re und erholsame Fei
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Wirtschaftspolitik – Standpunkte. 01 | 20
12. seite 1 von 16 
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Kammer für Arbeiter und Angestellte für
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1040 Wien, Prinz Eugen Straße 20 – 22
redaktion: Maria Maltschnig und Susanne 
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Layout und satz: Julia Kolda
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erscHeinungsweise: 4 mal jährlich
kostenLose besteLLung unter: http:/
/wien.arbeiterkammer.at/newsletter
bLattLinie: Die Meinungen der AutorInnen
.
inhalt
All s dreht sich ums Sparen, zumindest w
enn man d  wirtschaftspolitischen 
Diskur  der vergangenen Monate verfolgt. S
omit komm n auch wir nicht umhin, 
in dieser Ausgabe wieder einen besondere
n Fokus auf die Folgen der Schul-
d nhysterie zu legen. Christa Schlager nim
mt das Österreichische Konsolidie-
rungspaket unter die Lupe und liefert gleic
h Prognosen über die gesamtwirt-
schaftlichen Auswirkungen desselben mit. M
arkus Marterbauer warnt vor der 
EU-weiten Schrumpfkur im öffentlichen Se
ktor, die ein „verlorenes Jahrzehnt“ 
mit sich bri ge  könnte und hält ein Plädoy
er für den sozialen Fortschritt. Dass 
Österreich bei seiner Schuldenbremse aus
gerechnet das deutsche Modell als 
Vorbild nimmt, sorgt für Kopfschütteln bei 
dem Düsseldorfer Ökonom Achim 
Truger, der in einem Gastartikel die ausgep
rägten Schwächen dieses Korsetts 
eindrucksvoll darlegt. 
Auf EU Ebene tat sich auch abseits des S
par-Wahns einiges. Die Macht der 
Ratingagenturen soll zurückgedrängt werd
en, es gibt ne e Vergaberichtlinien 
und die Art und Weise wie das Spanungsf
eld zwischen Daseinsvorsorge und 
Beihilfenr cht gesehen wird, hat sich veränd
ert. Außerdem ist das Match um das 
umstrittene „Anti-Piraterie-Abkommen“ AC
TA noch lange nicht entschieden.
Wer sich in letzter Zeit in Wien um Mietw
ohnungen umgeschaut hat, dem ist 
die Lust auf einen Umzug ob d r massiv ges
tiegenen Preise gründlich vergangen. 
Die ImmobilienbesitzerInn n schieben die 
Schuld auf hohe Gebühren, die AK 
kommt zu einem anderen Schluss: Es sind sc
hlicht und einfach die Nettomieten, 
die die Wohnungskosten in die Höhe trei
ben, wie eine kürzlich erschienene 
Studie belegt. Nach wie vor trist schaut es
 in den Führungsetagen der großen 
Unternehmen für Frauen aus. Die Verspre
chungen s itens der Industrie sich 
um einen höheren Frauenanteil im Managem
ent zu bem hen, sind offensichtlich 
reine Lippenbekenntnisse. Wir fordern desh
alb:
Her mit der Quote! Die Redaktion
editorial
Wirtschaftspolitik
wie österreicH spart  
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soziaLer fortscHritt statt  
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deMontage des soziaLst ates
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seite 08
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wie VieL beiHiLfenrecHt  
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Verträgt die daseinsVorsorge?
reVision der eu-VergaberegeLn 
seite 15
»
Erstmalig wurde über  
menschenwürdige  
Arbeit in globalen  
Lieferketten in einem  
eigenem Ausschuss  
diskutiert.
oder ob es sich hierbei lediglich 
um alte Phänomene in neuem Ge-
wand handelt (z.B. Probleme bei der 
Rechtsdurchsetzung in den Mitglied-
staaten), stark umstritten. Vor allem 
die Arbeitgeberseite wehrte sich ve-
hement gegen die Darstellung, dass 
Lieferketten an sich Probleme bei der 
Verwirklichung von menschenwürdi-
ger Arbeit herbeiführen können.
Aber auch weitere Themen wie die 
Unklarheiten wer der Arbeitgeber 
etwa bei Leiharbeit ist, Beschwer-
de- und Meditationsverfahren, infor-
melle und atypische Beschäftigung, 
der überproportional hohe Anteil an 
Frauen bei gering entlohnten Tätig-
keiten, Zwangs- und Kinderarbeit, 
Aufnahme von Arbeitsrechten in 
Handelsverträge sowie Ausfuhrfrei-
zonen, in denen Steuer- und Arbeits-
rechte ausgesetzt werden, wurden 
intensiv diskutiert. 
Die ArbeitnehmerInnen-Vertretung 
machte sich für die – wenn auch 
wohl nur langfristig erreichbar – Er-
arbeitung eines neuen ILO-Über-
einkommens mit einem effektiven 
Durchsetzungsmechanismus auf in-
ternationaler Ebene stark und setzte 
damit die umstrittenste Diskussion 
der Konferenz in Gang, nämlich ob 
eine dreigliedrige ExpertInnengrup-
pe zur Analyse, ob die bestehenden 
ILO Instrumente ausreichen oder 
zusätzliche Normen notwendig sind, 
eingerichtet werden soll.
Der erste Schritt konnte gemacht 
werden! n Die abschließenden Ver-
handlungen dauerten bis tief in die 
Nacht, da vor allem die Formulie-
rungen  von Arbeitsrechten in Frei-
handelsabkommen und ob eine neue 
ILO-Norm zur Verantwortlichkeit von 
Leitfirmen in Lieferketten geschaffen 
werden soll, umstritten waren. Letzt-
endlich konnte man sich auf Schluss-
folgerungen einigen, die nicht nur 
etwaige positive Auswirkungen der 
Lieferketten auf die Schaffung von 
Arbeitsplätzen und auf die Reduzie-
rung der Armut betonen, sondern 
endlich auch Defizite an menschen-
würdiger Arbeit in Bezug auf die 
Arbeitsbedingungen sowie bei Ver-
einigungsfreiheit und Kollektivver-
handlungen anerkennen.5
Verantwortung für menschen würdige Arbeitsbedingungen
»
Eine ILO- 
ExpertInnengruppe 
zur Analyse, 
ob die ILO-Normen 
für die Lieferketten- 
Problematik 
ausreichend sind, 
wird eingerichtet.
        

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