Full text: The effects of globalization on income distribution (100)

- 59 - Wirtschaft, andererseits auf die Koordination von makroökonomischer Politik, sowie auf die notwendige Zusammenarbeit der Lohnabhängigen zur Verhinderung des destruktiven Wettbewerbs zwischen den Arbeiter(inne)n der einzelnen Länder. Um die angemessenen wirtschaftspolitischen Instrumente ermitteln zu können, wird es notwendig sein, alle möglichen Kanäle aufzuzeigen, durch die Handel und Kapitalflüsse den Faktor Arbeit beeinflussen können. Wenn die gegenwärtige Form der Globalisierung arbeitsdisziplinierende Wirkung hat bzw. die Schaffung neuer Arbeitsplätze bei einem gegebenen Outputniveau reduziert, dann würde eine weitere Arbeitsmarktflexibilisierung dieses Problem noch verstärken anstelle es zu lösen. Die Betonung der Arbeitsmarktflexibilisierung für unqualifizierte Arbeitnehmer seitens des ökonomischen Mainstreams scheint implizit dramatische Lohneinbußen für diese Arbeitnehmergruppe zu akzeptieren, ohne die sozialen Konsequenzen und die massive Einkommensumverteilung zwischen Arbeit und Kapital in Betracht zu ziehen. Wenn Globalisierung tatsächlich signifikante Auswirkungen auf die Löhne hat - seien es nun die Löhne qualifizierter oder unqualifizierter ArbeitnehmerInnen, dann muss eine auf sozialen Konsens ausgerichtete Politik notwendigerweise eine Evaluierung der Veränderungen in der Lohnverhandlungsstärke von Arbeit und Kapital vornehmen.

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